PATTAYA – Ein raffiniertes Versteck, ein gefährliches Produkt: Ein Chinese verkaufte Ketamin als harmloses E-Zigaretten-Liquid. Die Polizei schlug mit einem dreisten Undercover-Coup zu – in einem Luxus-Condominium.
Falle schnappt im Luxus-Condominium zu
Unter dem Codenamen „Clip the Wings“ starteten Polizisten aus Pattaya und der Provinz Chonburi einen gezielten Schlag. Ihr Ziel: der 44-jährige Chinese Si Jiandong.
Ein Undercover-Beamter gab sich als Käufer aus und orderte 100 Flaschen des gefährlichen „Pod K“. Der Deal: 90.000 Baht (ca. 2.250 Euro) in bar.
Der Treffpunkt war das gemeinschaftliche Areal von Jiandongs eigenem Luxus-Condo. Nach dem Austausch von Ware und Geld kam die Enthüllung: „Polizei! Sie sind festgenommen!“
Das ist das gefährliche Produkt „Pod K“
Bei „Pod K“ handelt es sich nicht um harmloses Nikotin-Liquid. Es ist flüssiges Ketamin, eine starke Dissoziativa-Droge, die in Verdampfer (Vapes) gefüllt wird.
Die Tarnung ist perfekt: Es riecht nicht auffällig und sieht aus wie E-Zigaretten-Zubehör. Besonders unter jungen Touristen und Expats in Pattaya verbreitet.
Die Gefahr ist immens: Die Dosierung ist unkontrollierbar und kann zu lebensgefährlichen Überdosierungen, Psychosen und schweren Abhängigkeiten führen.
Beweise führen zu einer zweiten Wohnung
Bei Jiandong beschlagnahmten die Beamten das Pod K, zwei Handys und ein Auto. Seine Aussagen führten die Polizei zu einem zweiten Apartment in der Soi Kor Phai.
Dort fanden sie weiteres Equipment, das auf drogenbezogene Aktivitäten hindeutet. Die Ermittler prüfen nun, ob der Chinese Teil eines größeren Netzwerks ist.
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Er wurde wegen „Verkaufs verbotener Produkte“ und „Vertriebs von Schmuggelware“ angeklagt und zur Nong Prue Polizeistation gebracht.
Pattaya im Visier internationaler Drogenbanden
Dieser Fall ist kein Einzelfall. Bereits im Dezember wurde ein Chinese in Pattaya gefasst, der in einem Haus eine Pod-K-Fabrik betrieb. Fast 5.000 Flaschen wurden sichergestellt.
Im November schnappte die Polizei auf Ko Pha-ngan einen weiteren Ausländer, der Touristen Drogen anbot. Das Muster ist klar.
„Pattaya und andere Touristenziele sind Magneten für ausländische Drogenhändler, die den Markt ausnutzen wollen“, erklärt ein Polizeisprecher.
So kämpft Thailand gegen die neue Drogenwelle
Die Aktion „Clip the Wings“ ist Teil einer verschärften Strategie. Die Behörden setzen vermehrt auf Undercover-Einsätze und gezielte Informationen.
Nicht nur die Straßenhändler, sondern die großen Lieferanten und Hersteller sollen ausgeschaltet werden. Die Zusammenarbeit zwischen Touristenpolizei, Einwanderung und Provinzpolizei wurde intensiviert.
Die Botschaft an kriminelle Ausländer ist deutlich: Thailand ist kein sicheres Hinterland für eure Geschäfte. Die Flügel werden euch gestutzt.
🗣 Wenn selbst der Dampf zur Droge wird
Keine Pillen. Kein Pulver. Sondern süßlich riechender Rauch mit Ketamin. Wie gefährlich wird eine Stadt, wenn Drogen nicht mehr „offensichtlich“, sondern unsichtbar im Alltag zirkulieren?
Ist Pod K nur ein neuer Trend – oder der Anfang einer Szene, die viel schwerer zu kontrollieren ist als klassische Drogenmärkte? Was meinst du: Wird hier rechtzeitig gestoppt – oder ist Pattaya längst Testfeld neuer Gifte?




Nur zur Erinnerung, es gibt in Thailand kein „legales E-Zigaretten-Zubehör“.