Kinder als Bauernopfer: Konten für kriminelle Banden

Zwei schockierende Fälle aus Thailand zeigen, wie kriminelle Banden immer häufiger Kinder für ihre Machenschaften missbrauchen. Welche das sind, ließt du hier!

Kinder als Bauernopfer: Konten für kriminelle Banden
KhaoSod English
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Kinder als Opfer: Banden zwingen Minderjährige zu Konten-Eröffnungen!

Zwei schockierende Fälle aus Thailand zeigen, wie kriminelle Banden immer häufiger Kinder für ihre Machenschaften missbrauchen. Während im Norden Minderjährige zur Eröffnung von „Mule-Konten“ für Online-Betrug gezwungen werden, wurden im Grenzgebiet zwei Schulmädchen nach Myanmar verschleppt.

Cyber-Kriminalität: 
Kinder als Bauernopfer

Im Norden Thailands haben Cyber-Polizisten drei 19-Jährige festgenommen: Ms. Waralee, Mr. Khajorn und Ms. Witchayaporn in den Bezirken Chiang Saen und Mae Sai in der Provinz Chiang Rai. Das Trio hatte Minderjährige dazu gebracht, Bankkonten zu eröffnen – für läppische 3.000 Baht (92 US-Dollar) pro Konto.

Die kriminelle Rechnung ging auf: Die Konten wurden später für bis zu 30.000 Baht (920 US-Dollar) an Glücksspiel- und Call-Center-Netzwerke weiterverkauft. Monatlich wurden so Millionen von Baht an illegalen Geldern gewaschen. Ms. Witchayaporn, die online als Teil einer aggressiven Bande bekannt wurde, gestand, dass sie gezielt Minderjährige anwarben, um die verschärften Bankkontrollen zu umgehen.

Traurige Bilanz: 
Kinder erhalten Polizeivorladungen

Die Konsequenzen für die unschuldigen Kinder sind verheerend: Viele der minderjährigen Kontoinhaber haben inzwischen Polizeivorladungen erhalten, nachdem ihre Namen mit Betrug und betrügerischen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurden.

Die Cyber Crime Investigation Division 4 weitet ihre Ermittlungen nun aus, um die Hintermänner und Finanziers der kriminellen Netzwerke zu identifizieren und festzunehmen. Es wird vermutet, dass die Banden gezielt Kinder aus armen Verhältnissen ansprechen, die das schnelle Geld lockt.

Parallelfall: Mädchen nach Myanmar verschleppt

In einem zweiten erschütternden Fall wurden zwei 13 und 14 Jahre alte Schulmädchen aus einer Karaoke-Bar in Myanmar gerettet, wo sie an chinesische Kunden für „Dienstleistungen“ vermittelt worden waren. Die Mädchen waren gezwungen worden, jede Nacht von 20 bis 3 Uhr zu arbeiten.

Erst als es ihnen gelang, heimlich ihre Familien zu kontaktieren, konnten sie befreit werden. Die Familien zahlten 8.000 Baht (245 US-Dollar) für ihre Freilassung. Anschließend erstatteten sie Anzeige bei der Anti-Human Trafficking Division.

Täter gefasst – Netzwerk im Visier

Die Ermittlungen führten zur Festnahme von Mr. Aphinop (59) in Mae Sot in der Provinz Tak. Der mutmaßliche Menschenhändler muss sich jetzt wegen Kinderprostitution, Menschenhandel mit Minderjährigen unter 15 Jahren und Entführung für unsittliche Zwecke verantworten.

Beide Fälle unterstreichen einen besorgniserregenden Trend: Kriminelle Gruppen zielen zunehmend auf Kinder ab – sowohl als Werkzeuge für Finanzbetrug als auch als Opfer von grenzüberschreitender sexueller Ausbeutung.

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Aufruf an die Gesellschaft

Die thailändischen Behörden appellieren an Eltern und Schulen, wachsam zu sein. Kinder müssen über die Gefahren aufgeklärt werden, die von scheinbar lukrativen Angeboten ausgehen. Denn die Banden werden immer erfinderischer – und die Opfer immer jünger.

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Quelle: KhaoSod English

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