TRAT – Ein Fährbetreiber nach Koh Chang hat eine geplante, deutliche Preiserhöhung nach massiver Kritik zurückgenommen und sich öffentlich entschuldigt. Statt der zunächst angekündigten Sprünge sollen die Tarife ab dem 10. April nur moderat steigen.
Heftige Kritik an geplanten Preissprüngen
Auslöser der Debatte war ein Vorschlag der Betreiber, die Ticketpreise deutlich anzuheben. Das stieß bei Anwohnern, Touristen und lokalen Unternehmen in der Provinz Trat auf breite Ablehnung.
Viele befürchteten, dass höhere Transportkosten den Tourismus auf Koh Chang ausbremsen und zugleich die Lebenshaltungskosten für Einheimische erhöhen würden. Besonders im Fokus standen Familien und Schüler, die regelmäßig auf die Fähre angewiesen sind.
Begründung: Stark gestiegene Treibstoffkosten
Die Betreiber verwiesen auf deutlich höhere Kraftstoffpreise als Hauptgrund für die geplanten Anpassungen. Demnach seien die Kosten von rund 26 Baht pro Liter im Jahr 2016 – als die aktuellen Tarife festgelegt wurden – auf bis zu 50 Baht pro Liter gestiegen.
Vor diesem Hintergrund wurden zunächst drastische Erhöhungen ins Spiel gebracht. Vorgesehen waren unter anderem höhere Preise für Passagiere und deutlich teurere Gebühren für Autos.
Ursprüngliche Pläne: 80 auf 130 Baht, Autos bis 280 Baht
Nach den ersten Vorschlägen sollte der Fahrpreis für Passagiere von 80 Baht auf 130 Baht steigen. Für vierrädrige Fahrzeuge war eine Erhöhung von 120 Baht auf 280 Baht vorgesehen.
Diese Zahlen lösten in Trat umgehend Widerstand aus, weil sie als zu abrupt und zu hoch empfunden wurden. Kritiker warnten zudem vor negativen Folgen für Buchungen und die lokale Wirtschaft.
Gouverneur greift ein: Krisentreffen in Trat
Als Reaktion auf den öffentlichen Druck berief der Provinzgouverneur ein dringendes Treffen mit zuständigen Behörden und den Fährbetreibern ein. Ziel war es, den Vorschlag zu prüfen und die Auswirkungen auf Bevölkerung und Tourismus abzuwägen.
Nach dem Treffen und anhaltender Kritik wurde das Preismodell überarbeitet. Die Betreiber legten anschließend eine deutlich abgeschwächte Version der Erhöhung vor.
Neues Preismodell ab 10. April: Moderate Erhöhung
Nach der neuen Struktur, die am 10. April in Kraft treten soll, steigt der Passagierpreis von 80 Baht auf 90 Baht. Damit fällt die Anpassung deutlich geringer aus als zunächst angekündigt.
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Für vierrädrige Fahrzeuge erhöht sich die Gebühr von 120 Baht auf 200 Baht. Auch dieser Wert liegt spürbar unter dem ursprünglich vorgeschlagenen Satz von 280 Baht.
Entschuldigung: Unklare Kommunikation sorgte für Verwirrung
In einer formellen Erklärung räumte der Betreiber ein, dass die frühere Kommunikation unklar gewesen sei und Verwirrung ausgelöst habe. Betroffen gewesen seien sowohl Touristen als auch lokale Unternehmen.
Der Betreiber verwies zudem darauf, dass es in der Folge zu einem Rückgang von Tourbuchungen gekommen sei. Dafür entschuldigte sich das Unternehmen öffentlich.
Tourismus im Blick: Vertrauen durch klare Informationen
Lokale Behörden betonten, wie wichtig transparente und verständliche Informationen für das Vertrauen in Koh Chang als Reiseziel sind. Unklare Preisankündigungen könnten demnach schnell negative Effekte auf die Wahrnehmung der Insel haben.
Aus der Bevölkerung wurde zugleich auf die breiteren Folgen steigender Treibstoffpreise hingewiesen. Höhere Reisekosten könnten Familien stark belasten, insbesondere wenn Kinder für den Schulbesuch auf das Festland pendeln müssen.
Betreiber bleibt dabei: Erhöhung „wirtschaftlich notwendig“
Trotz der Korrektur hält das Unternehmen an der Notwendigkeit einer Preiserhöhung fest und verweist auf die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Man wolle damit die langfristige Betriebsfähigkeit sichern.
Gleichzeitig versprach der Betreiber, die Preise so „angemessen wie möglich“ zu halten. Der überarbeitete Tarifplan soll diesen Spagat zwischen Kostendeckung und Bezahlbarkeit abbilden.
Deine Meinung
Ist die neue, abgeschwächte Preiserhöhung für die Koh-Chang-Fähre aus deiner Sicht fair – oder bleibt sie für Einheimische und Pendler trotzdem zu hoch? Schreib uns in die Kommentare, wie du die Anpassung bewertest.
Wie sollten Betreiber und Behörden deiner Meinung nach künftig über Preisänderungen informieren, damit Tourismus und lokale Wirtschaft keinen Schaden nehmen? Diskutiere mit und teile deine Erfahrungen aus Trat und Koh Chang.



Tja, wenn sie denn „zurückrudern“ können sie auch die Tarife wieder senken. Verbraten für die Rückfahrt damit ja auch keinen Diesel mehr. 😂😂
Abgesehen davon, bei diesen Seelenverkäufer muss man immer froh sein wenn sie die Miniüberfahrt auch noch wirklich über Wasser durchhalten. Bei den Preisen muss man sich allerdings auch nicht wirklich wundern.