SURAT THANI, THAILAND – Zwei Frauen aus Uganda wurden auf der Ferieninsel Koh Phangan von der Touristenpolizei und örtlichen Ermittlern wegen des Verdachts der Prostitution festgenommen. Den Behörden zufolge gaben die Frauen in Vernehmungen an, seit über zwei Monaten gegen Bezahlung Sexdienste angeboten und dabei monatlich je rund 500.000 Baht verdient zu haben. Ausgangspunkt des Verfahrens war die Anzeige eines israelischen Touristen, der angab, bei einem solchen Treffen bestohlen worden zu sein.
Anzeige eines Touristen löst Ermittlung aus
Ein israelischer Urlauber erstattete Anzeige bei der Polizei und erklärte, auf Koh Phangan während eines bezahlten Treffens bestohlen worden zu sein. Die Beschwerde gelangte an die Touristenpolizei von Surat Thani, die daraufhin gemeinsam mit der örtlichen Polizei Ermittlungen einleitete.
Pol Lt Col Winit Boonchit, Inspektor der Touristenpolizei, bestätigte, dass sein Team nach Eingang der Anzeige unverzüglich einen verdeckten Ermittler einsetzte, der sich als Kunde ausgab.
Undercover-Ermittlung über WhatsApp
Der verdeckte Beamte nahm über WhatsApp Kontakt zu den Verdächtigen auf und vereinbarte ein Treffen unter dem Vorwand, Sexdienste in Anspruch nehmen zu wollen. Nach Angaben von Pol Lt Col Winit sagte der Ermittler einen Betrag von 5.000 Baht für eine sogenannte Doppelleistung zu, um die Frauen unter kontrollierten Bedingungen zu überführen.
Der Einsatz wurde koordiniert, um eine Festnahme auf frischer Tat zu ermöglichen und rechtssichere Beweise zu sichern.
Festnahme in einem Haus auf Koh Phangan
Am Sonntagabend trafen Beamte in einem nicht nummerierten Haus in Village 2, Tambon Koh Phangan, ein und nahmen die beiden Frauen fest. Identifiziert wurden sie als Janat Nakalema, 32 Jahre alt, und Mariam Namatovu, 29 Jahre alt.
Bei der Razzia befand sich nach Polizeiangaben auch ein ausländischer Kunde in den Räumlichkeiten, der bei dem Einsatz angetroffen wurde.
Geständnisse und Angaben zu Einnahmen
In den anschließenden Vernehmungen räumten die Frauen ein, seit mehr als zwei Monaten auf der Insel gegen Bezahlung Sexdienste angeboten zu haben. Den Großteil ihrer Kundschaft hätten ausländische Urlauber gebildet.
Die Verdächtigen gaben an, in diesem Zeitraum rund 180 Männer bedient zu haben, im Schnitt drei bis vier pro Tag. Jede von ihnen habe monatlich etwa 500.000 Baht verdient; den Angaben zufolge überwiesen beide regelmäßig Geld an ihre Familien in Uganda.
Rechtliche Schritte eingeleitet
Nach der Festnahme wurden die beiden Frauen zur Polizeistation Koh Phangan gebracht. Pol Lt Col Winit bestätigte, dass die zuständigen Beamten dort die rechtlichen Schritte gegen die Verdächtigen eingeleitet haben.
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Weitere Details zum laufenden Verfahren sowie mögliche aufenthaltsrechtliche Konsequenzen wurden von den Behörden zunächst nicht mitgeteilt. Thailand stellt Prostitution unter Strafe; das Gesetz erfasst sowohl die Anbietenden als auch in bestimmten Fällen die Kundschaft.
Hintergrund: Strafverfolgung in Touristengebieten
Koh Phangan zieht als beliebte Ferieninsel jährlich hunderttausende internationale Touristen an. Die Polizei führt in solchen Gebieten regelmäßig Einsätze gegen illegale Aktivitäten durch, darunter auch gegen Prostitutionsnetzwerke, die häufig über Messaging-Apps organisiert werden.
Der vorliegende Fall zeigt, dass die Behörden Hinweisen aus Touristenkreisen nachgehen und verdeckte Ermittlungsmethoden einsetzen, um Straftaten zu dokumentieren und rechtssicher zu verfolgen.



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