Koh Samui: QR-Drogenfahndung führt zum Zugriff

💥 QR-Code-Fall aufgeklärt? Jagd auf Koh Samui: Ein 27-jähriger Russe klebte Drogen-Werbesticker für ein Darknet-Netzwerk. Jetzt sitzt er – aber ist er nur ein kleines Rad im System?

Koh Samui: QR-Drogenfahndung führt zum Zugriff
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Festnahme auf Koh Samui! Polizei schnappt flüchtigen Russen mit Drogen-QR-Codes

Er wollte sich auf der Trauminsel Koh Samui vor der thailändischen Justiz verstecken, doch jetzt ist seine Flucht zu Ende: Ein 27-jähriger Russe wurde von den Behörden festgenommen, weil er mit QR-Codes an öffentlichen Plätzen für eine gigantische Online-Drogenplattform geworben hatte. Der Mann, der mit Kryptowährung bezahlt wurde, war aus Phuket geflohen, wo gegen ihn bereits ein Haftbefehl wegen Drogenwerbung lief. Die Ermittler feiern diesen Schlag gegen die internationale Drogen-Mafia, die immer dreistere Methoden nutzt.

Flucht nach Samui endet im Polizeirevier

Der Fall begann in Phuket, wo die Polizei auf eine äußerst ungewöhnliche Werbeaktion stieß. Unbekannte hatten überall in der Touristenhochburg kleine Aufkleber an Strommasten und öffentlichen Plätzen angebracht. Auf ihnen war der Name „THAIHUB“ und ein QR-Code zu sehen. Neugierige Beamte scannten den Code und wurden direkt auf eine Website geleitet, die offen Drogen wie Kokain und andere Substanzen zum Verkauf anbot. 

Die Ermittlungen identifizierten den russischen Staatsbürger Semen Kasparian (27) als Hauptverdächtigen. Ein Richter erließ einen Haftbefehl, doch der Russe war bereits untergetaucht. Fahnder spürten ihn schließlich in einem Hotel auf Koh Samui auf, wo er sich seit dem 4. November versteckt hielt. Bei seinem Verhaftungsversuch versuchte er noch, durch den Hinterausgang zu fliehen, wurde aber nach einer kurzen Verfolgungsjagd gestellt.

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So funktionierte das moderne Drogen-Geschäft

In seinem Hotelzimmer fand die Polizei eine große Anzahl der Werbeflyer und Aufkleber, die er offenbar noch verteilen wollte. Sein Handy enthielt Fotos, die er als Beweis für seine Arbeit an seinen Auftraggeber geschickt hatte. Bei der Vernehmung gab der Russe überraschend detaillierte Einblicke in das Geschäftsmodell. 

Er erklärte, über die verschlüsselte App Telegram mit einem anonymen Auftraggeber in Kontakt gestanden zu haben. Dieser schickte ihm die Aufkleber per Kurierdienst zu. Kasparians Job war es dann, diese in Phuket zu plakatieren. Für jeden geklebten Aufkleber erhielt er 1 US-Dollar in der Kryptowährung Tether (USDT) auf seine digitale Brieftasche. In nur drei Tagen Arbeit hatte er so 300 US-Dollar verdient. Eine moderne Form des Drogenmarketings, die kaum Spuren hinterlässt.

Ermittlungen gehen weiter 
Wer steckt hinter „THAIHUB“?

Die thailändischen Ermittler glauben jedoch nicht, dass der Russe nur ein kleines Rädchen im Getriebe war. Sie vermuten, dass er tief in ein internationales Drogen-Netzwerk verstrickt ist, das gezielt Touristen in Thailand anspricht. Die Website „THAIHUB“ wirkt äußerst professionell und ist eindeutig kein Amateurprojekt. 

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Die Beamten werden nun die finanziellen Verbindungen des Mannes genau analysieren, insbesondere seine Krypto-Transaktionen, um die Hintermänner der Operation ausfindig zu machen. 

Der Fall zeigt eine besorgniserregende neue Entwicklung: Drogenhändler nutzen zunehmend digitale Technologien, um ihre Ware zu vertreiben und dabei fast unsichtbar zu bleiben. Für die Touristenhochburgen Phuket und Koh Samui ist dies ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem.

Klares Signal an internationale Kriminelle

Die Festnahme wurde von den höchsten Ebenen der thailändischen Einwanderungspolizei angeordnet. Generalmajor Phanumas Bunyalak, der Kommandeur, und Generalmajor Chutharet Yingyongdamrongsakun, der Chef der 6. Einwanderungsregion, betonten, dass man weiterhin null Toleranz gegenüber ausländischen Kriminellen zeigen werde. Sie kündigten an, die Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden zu verstärken, um Thailand vor solchen Netzwerken zu schützen. 

Für den 27-jährigen Semen Kasparian beginnt nun der Ernst des thailändischen Gesetzes. Ihm drohen schwere Anklagen wegen Drogenwerbung, die mit langen Haftstrafen geahndet werden. Seine geplatzte Flucht ist eine deutliche Warnung an alle, die Thailand als sicheren Hafen für illegale Geschäfte betrachten.

❗ Wer plakatiert Dealer-QR-Codes an Thailands Traumstränden?

Der Zugriff auf Koh Samui zeigt ein neues, dreistes Geschäftsmodell der digitalen Drogenszene: Ein 27-jähriger Russe soll im Auftrag eines anonymen Telegram-Admins hunderte QR-Sticker geklebt haben – jeder führte direkt zu einer Untergrund-Drogenseite mit Kokain-Fotos, Kryptowährungs-Bezahlung und GPS-Drops. Ermittler glauben nicht an sein „Ich wurde nur angeheuert“-Geständnis und gehen von einem internationalen Netzwerk aus, das gezielt Touristenorte infiltriert.
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Quelle: KhaoSod

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