BANGKOK, THAILAND – Die Nationale Anti-Korruptionskommission (NACC) hat Goldbarren im Wert von mehr als 1,5 Milliarden Baht endgültig an das Finanzministerium übergeben, nachdem der Oberste Gerichtshof die Einziehung des Vermögens des früheren Generaldirektors der Steuerbehörde bestätigt hat. Die Entscheidung markierte den Abschluss eines langjährigen Verfahrens gegen den ehemaligen Chef des Revenue Department, Satit Rungkasiri, der wegen unrechtmäßiger Bereicherung und seiner Rolle in einem großangelegten Mehrwertsteuerbetrug bereits rechtskräftig verurteilt worden ist.
Übergabe des Goldes an den Staat
Der stellvertretende Generalsekretär der NACC, Prateep Kongsanit, leitete am Freitag die formelle Übergabe der beschlagnahmten Goldbarren an das Finanzministerium, wie es der Oberste Gerichtshof in einem im Jahr 2024 ergangenen Urteil angeordnet hatte.
Das Treasury Department nahm die Vermögenswerte im Namen des Ministeriums entgegen und wird die Goldbarren nun als staatliches Eigentum verwalten.
Umfang der eingezogenen Vermögenswerte
Bei dem Vermögenswert handelt es sich um rund 20.976 Baht-Gewicht Gold, was etwa 319 Kilogramm entspricht und nach Angaben der Behörden einen Marktwert von mehr als 1,5 Milliarden Baht hat.
Die Goldbarren waren zuvor im Rahmen des Korruptionsverfahrens gegen Satit Rungkasiri beschlagnahmt worden und galten seit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs als endgültig dem Staat verfallen.
Bewertung als ungewöhnlicher Reichtum
Die NACC hatte bereits zuvor festgestellt, dass Satit während seiner Amtszeit als Generaldirektor des Revenue Department über einen „ungewöhnlichen Reichtum“ verfügt habe, der nicht durch legale Einkünfte zu erklären sei.
Am 28. Oktober 2016 kam die Kommission zu dem Schluss, dass 15 in seinem Namen bei Hua Seng Heng Commoditas Co getätigte Goldkaufaufträge Vermögenswerte ohne rechtmäßige Grundlage darstellten, die im Zusammenhang mit der Ausübung seines Amts standen.
Verbindung zu großem Mehrwertsteuerbetrug
Der nun eingezogene Goldbestand ist Teil einer umfassenderen Untersuchung der NACC zu einem Betrug mit Mehrwertsteuererstattungen, durch den dem Revenue Department in den Jahren 2012 und 2013 ein Schaden von rund 3,09 Milliarden Baht entstanden ist.
Die Ermittlungen zu diesem Betrugskomplex hatten im Jahr 2015 begonnen und richteten sich gegen ein Netzwerk, das unberechtigte Rückerstattungen erschlichen haben soll.
Gerichtsurteil und lebenslange Haftstrafe
Im August 2021 verurteilte das Central Criminal Court for Corruption and Misconduct Cases Satit wegen der Manipulation eines Mehrwertsteuer-Erstattungssystems zugunsten von 25 Unternehmen zu lebenslanger Haft.
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Das Gericht stellte fest, dass er dabei mit einem Komplizen namens Supakij (Siripong) Riyakarn, damals Leiter des Bezirksamts 22 in Bang Rak, zusammenarbeitete, um unrechtmäßige Rückerstattungen für Firmen zu verschleiern, die dafür gar nicht berechtigt waren und so einen erheblichen Schaden für den Staat verursachten.
Kiloweise Gold – ein Signal?
Mehr als 1,5 Milliarden Baht in Goldbarren wechseln den Besitzer: Die Antikorruptionsbehörde übergab das beschlagnahmte Vermögen nach einem rechtskräftigen Urteil gegen den früheren Steuerchef Satit Rungkasiri an das Finanzministerium.
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