PATTAYA – Ein angebliches Schönheits-Update endete im Albtraum. Eine 37-jährige Frau warnt nach einer katastrophalen Filler-Behandlung in einer bekannten Pattaya-Klinik. Ihr Gesicht war fast zwei Jahre lang geschwollen und deformiert.
Lockangebot endet im Beauty-Desaster
Alles begann am 17. August 2023. Die Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte, suchte online nach Behandlung für Hautflecken.
Auf Facebook stieß sie auf eine Klinik in Sattahip. Vor Ort überredete sie ein Mitarbeiter zu Filler-Spritzen – „um das Gesicht zu verschönern und zu modellieren“.
Für ein Paket zum Sonderpreis von 33.999 Baht (ca. 850 Euro) willigte sie ein.
Gesicht schwillt an, Klinik spritzt nach
Eine Woche nach der Behandlung schlug das Schicksal zu. Ihr Gesicht schwoll an, verzog sich schmerzhaft. Die Klinik gab ihr abschwellende Medikamente.
Doch statt besser wurde es schlimmer. In der zweiten Woche injizierte das Personal sogar weitere 10cc Filler – trotz der offensichtlichen Komplikationen.
Über ein Jahr lang bekam sie nur Medikamente, eine Besserung blieb aus. Ihr Gesicht war kaum wiederzuerkennen.
Krankenhaus findet keine Allergie – nur Verdacht
Am 24. Juli 2025 suchte sie endlich das Queen Sirikit Naval Hospital auf. Die Ärzte fanden keine Hinweise auf eine allergische Reaktion.
Dies bestärkte ihren Verdacht: Das Filler-Material selbst oder die Injektionstechnik mussten das Problem sein. Die Klinik verwies sie schließlich an ein Hospital in Bangkok.
Erst dort ging die Schwellung langsam zurück. Ihr Gesicht hat sich seither deutlich gebessert, ist aber noch nicht wieder normal.
Frau zeigt Klinik an – Es geht nicht um Geld
Die mutige Frau zeigte die Klinik bei der Polizei in Sattahip und beim Medizinerrat von Thailand an. Die Klinik bot ihr eine finanzielle Entschädigung an.
Doch ihr geht es um mehr: „Es geht mir um Verantwortung und öffentliche Sicherheit“, betont sie. Die Klinik habe keine Verantwortung übernommen.
Sie stellt auch die Qualifikation der behandelnden Person infrage: War es überhaupt ein approbierter Arzt? Der Name an der Tür stimmte nicht mit der Person überein.
Thailands gefährlicher Schönheitsboom
Der Fall ist kein Einzelfall. Erst kürzlich wurde ein thailändischer Arzt zu sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem eine Schönheits-OP vor sechs Jahren eine Frau ins Koma brachte.
Der Boom billiger Kosmetik-Eingriffe in Thailand lockt viele Touristen an. Doch die Risiken sind enorm. Die Frau appelliert an alle: „Prüfen Sie die Qualifikation der Klinik! Lassen Sie sich nicht von Werbeangeboten locken!“
Ihr Horror soll anderen erspart bleiben. Die thailändischen Behörden stehen in der Pflicht, schwarze Schafe in der Beauty-Branche konsequent aus dem Verkehr zu ziehen.
🗣 Wenn Schönheit krank macht
Ein paar Spritzen für ein schöneres Gesicht – und fast zwei Jahre Leid folgen.
Wie viele vertrauen Kliniken, Social-Media-Anzeigen und weißen Kitteln, ohne zu wissen, wer wirklich hinter der Nadel steht?
Braucht Thailand strengere Kontrollen – oder fehlt es vor allem an Bewusstsein bei den Kunden selbst?
Was ist ein „schöneres Aussehen“ wert, wenn die Gesundheit auf dem Spiel steht?



