KRABI, THAILAND – Ermittler haben in Krabi eine Cannabis-Operation zerschlagen, die laut Behörden Hochpotenz-Extrakte mit bis zu 77 Prozent THC hergestellt und verkauft haben soll. Fünf Verdächtige wurden festgenommen, Vermögenswerte im Wert von rund 3 Millionen Baht sichergestellt und Konten eingefroren.
Razzia in der Tourismusprovinz
Die Office of the Narcotics Control Board (ONCB) meldete, dass Einsatzkräfte ihrer Region 8 am 12. und 13. März in Krabi gegen die Produktion und den Vertrieb illegaler Cannabisprodukte vorgingen.
Beteiligt waren nach Behördenangaben zudem Ermittler der Provinzpolizei, die Tourist Police, Forensiker sowie das Krabi Provincial Public Health Office.
Verdächtiger Betreiber – und vier thailändische Helfer
Bei der Durchsuchung eines Cannabis-Farm-Betriebs nahmen Beamte einen israelischen Staatsbürger fest, der von den Behörden nur als Moshe bezeichnet wurde und als Betreiber gilt.
Zusätzlich wurden vier thailändische Staatsangehörige festgehalten, weil sie laut Ermittlungen als Nominee-Aktionäre geholfen haben sollen, die Firma im Namen des Ausländers zu registrieren.
Laborbefund macht aus Cannabis ein Betäubungsmittel
Am Standort fanden die Beamten Cannabis-Extraktprodukte und ließen Proben untersuchen, woraufhin das Labor THC-Werte von bis zu 77 Prozent feststellte.
Damit lagen die Produkte weit über der gesetzlichen Schwelle von 0,2 Prozent THC, ab der Extrakte nach einer Mitteilung des Ministry of Public Health von 2022 als Kategorie-5-Narkotikum eingestuft werden.
Nachschlag am 13. März – Kief, Hash und Moonrock
Nach weiteren Hinweisen kehrten die Behörden am 13. März erneut auf das Gelände zurück und stellten zusätzliche Extrakte sicher.
Genannt wurden dabei Kief, Hash und Moonrock, alles Produkte, die für besonders hohe THC-Konzentrationen bekannt sind.
Neue Vorwürfe und eingefrorene Konten
Gegen die Verdächtigen wurden anschließend Vorwürfe wegen illegaler Herstellung, Besitzes und Verbreitung von als Narkotika eingestuften Cannabis-Extrakten für kommerzielle Zwecke erhoben.
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Die Behörden beschlagnahmten zudem Vermögenswerte und froren Bankkonten ein, insgesamt mit einem geschätzten Wert von rund 3 Millionen Baht.
ONCB will Netzwerk ausweiten – Hotline 1386
Der ONCB-Generalsekretär Pol Lt Col Suriya Singhakamol erklärte laut Daily News, der Fall zeige die enge Koordination mehrerer Anti-Drogen-Behörden, um die Verarbeitung von Cannabis zu illegalen Konzentraten zu stoppen.
Die ONCB kündigte an, die Ermittlungen auszuweiten, und verwies auf die rund um die Uhr erreichbare Hotline 1386 für Hinweise aus der Bevölkerung.
Deine Meinung
Der Fall wirft erneut die Frage auf, wie konsequent Thailand den Graubereich zwischen legaler Cannabisbranche und illegalen Extrakten kontrollieren kann.
Welche Regeln und Kontrollen wären aus Sicht der Community sinnvoll, ohne seriöse Anbieter und Tourismusstandorte unter Generalverdacht zu stellen?



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