PHUKET, THAILAND – Der Krieg im Nahen Osten bringt wichtige Umsteigeverbindungen aus Europa durcheinander und trifft damit den Phuket-Tourismus. Die Thai Hotels Association fordert mehr Direktflüge aus Europa, um Ankünfte und Auslastung zu stabilisieren.
Forderung nach mehr Direktflügen nach Phuket
Die Southern Chapter der Thai Hotels Association hat die Behörden aufgefordert, mehr Direktflüge aus Europa nach Phuket zu ermöglichen, um den Tourismus trotz aktueller Reiseunterbrechungen zu stabilisieren.
Vizepräsident Thanawat Ongcharoen betonte, verlässlichere Flugrouten könnten die Abhängigkeit von Transitstrecken reduzieren und die Planbarkeit für Reisende erhöhen.
Plötzliche Störungen im Luftverkehr durch den Nahostkrieg
Laut Thanawat führte die Lage im Nahen Osten Anfang März zu abrupten Störungen in der Luftfahrt, nachdem mehrere Airlines Flüge ausgesetzt hatten.
Der kurzfristige Stopp habe bei Reisenden Panik ausgelöst, weil viele ihre Reisepläne nicht rechtzeitig anpassen konnten.
Europäische Ankünfte sinken – Transitabhängigkeit als Risiko
Die Zahl der Europa-Ankünfte am Phuket International Airport ging zwischen dem 16. und 29. März um 4% zurück.
Normalerweise wachsen die europäischen Zahlen um 1–2%, doch weil rund 25–30% der Flüge Transitstrecken über den Nahen Osten nutzen, fiel der Effekt laut Verband stärker aus.
Asien kompensiert Rückgänge – China mit starkem Plus
Im Gegensatz dazu entwickelten sich die asiatischen Märkte stark, insbesondere China mit einem Plus von 47% bei den Ankünften in der ersten Märzhälfte.
Dadurch blieb die gesamte Hotelbelegung in Phuket nach Angaben des Verbands insgesamt stabil.
Hotels mit Nahost-Fokus besonders betroffen
Viele Hotels, die stark auf Gäste aus dem Nahen Osten ausgerichtet sind, meldeten deutliche Einbrüche bei der Auslastung.
Andere Häuser verzeichneten nur leichte Rückgänge, hatten aber Schwierigkeiten, ihre Preise zu halten, was Thanawat auch mit den begrenzten Flugoptionen und wenigen normal operierenden Airlines begründete.
Ozeanien wächst weiter – insgesamt leichtes Plus bei Ankünften
Der Markt aus Ozeanien, darunter Australien und Neuseeland, wuchs laut Thanawat weiter.
Insgesamt stiegen die Touristenzahlen Mitte März dennoch leicht um 1,45%.
Mehr Hotelzimmer, aber nur wenig Nachfragewachstum
Thanawat verwies darauf, dass das Hotelangebot in Phuket um 10–15% gewachsen ist, während die Nachfrage nur um 1–2% zulegt.
Diese Schere setze die Auslastungsraten unter Druck, selbst wenn die Ankünfte insgesamt nicht einbrechen.
Warum die Aufenthaltsdauer für Phuket entscheidend ist
Ein wichtiger Faktor ist laut Verband die Aufenthaltsdauer: Kurzstrecken-Gäste aus Asien bleiben im Schnitt etwa 6–7 Tage.
Besucher aus dem Nahen Osten bleiben demnach typischerweise 13–14 Tage, was für Hotels und lokale Anbieter wirtschaftlich besonders relevant ist.
Beginn der „Green Season“: Welche Märkte jetzt tragen
Phuket befindet sich laut Thanawat nun in der Nebensaison beziehungsweise „Green Season“ von April bis Juni.
In dieser Phase seien Russland, Indien und China die Schlüsselmärkte, die den Tourismus der Provinz stützen.
Europa als Langzeitmarkt: Deutschland und Frankreich im Fokus
Europäische Reisende, insbesondere aus Deutschland und Frankreich, bleiben laut Thanawat häufig länger als 10 Tage.
Mehr Direktflüge aus Europa nach Thailand könnten ihre Reisekosten senken und die Nachfrage stützen, weshalb der Verband die Regierung zu zusätzlichen Direktverbindungen nach Phuket aufruft.
Preise, Öl und Songkran: Hotels setzen auf Aktionen
Asst Prof Chayanon Phucharoen von der Prince of Songkla University (Phuket Campus) sagte, die Zimmerpreise seien trotz steigender Ölpreise nur leicht gestiegen.
Hotels hielten die Preise stabil und setzten verstärkt auf Promotions, besonders vor Songkran, um inländische Touristen anzuziehen.
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Wenn ich das immer lese…es werden erst mal mehr Hotels gebaut, dann, wenn diese nicht genügend Gäste haben, werden mehr Direktflüge gefordert. Phuket ist doch schon lange zubetoniert, total überlaufen und nicht mehr schön. Das spricht sich rum, überall auf der Welt und die Leute suchen sich nettere Destinationen.
Sehe ich so ähnlich. Zudem wenn es denn eine entsprechende Nachfrage gäbe, dann gäbe es vermutlich auch entsprechende Flüge. Ich fürchte die müssen sich hier noch auf ganz andere sinkende Touristenzahlen einstellen. Ist doch auch im besonderen Interesse der Anutin-Regierung, oder?