BANGKOK – Die Welt blickt auf Südamerika, und Thailand reagiert sofort. Nach dem dramatischen US-Militärschlag gegen Caracas hat die thailändische Regierung scharfe Kritik geübt und ist in höchster Alarmbereitschaft für die eigenen Bürger.
Scharfe Kritik an den USA
Das thailändische Außenministerium hat in einer offiziellen Stellungnahme die USA deutlich kritisiert. „Washington sollte das beherzigen, was es predigt“, heißt es in der Erklärung.
Thailand ruft alle Konfliktparteien auf, eine friedliche Lösung gemäß der UN-Charta zu suchen. Die Gewalteskalation müsse verhindert werden, um Zivilisten zu schützen.
Die Regierung beobachtet die Lage rund um die Uhr. Der Vorfall am Samstag, bei dem US-Truppen Präsident Nicolás Maduro festnahmen, hat die Krise zugespitzt.
Botschaft in höchster Bereitschaft
Für die etwa 200 in Venezuela lebenden Thailänder bedeutet die Lage akute Ungewissheit. Die thailändische Botschaft in Lima, Peru, ist für Venezuela zuständig.
Sie steht bereits in engem Kontakt mit der Gemeinschaft. „Wir sind bereit, jede notwendige Unterstützung zu leisten und notfalls zu evakuieren“, so ein Diplomat.
Ein Evakuierungsplan liegt in den Schubladen. Sollte sich die Sicherheitslage weiter verschärfen, könnten thailändische Staatsbürger per Notfallflug ausgeflogen werden.
Reise-Warnung für alle Thailänder
Das Ministerium hat eine offizielle Reisewarnung herausgegeben. Alle nicht notwendigen Reisen nach Venezuela sollten auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Bürger, die sich bereits im Land aufhalten, werden aufgefordert, die örtlichen Nachrichten zu verfolgen und den Anweisungen der Botschaft strikt zu folgen.
Die Lage in Caracas bleibt nach den gezielten US-Luftschlägen auf Militärbasen wie Fort Tiuna angespannt und unberechenbar.
Historischer Verweis auf eigene Konflikte
In der Stellungnahme findet sich ein bemerkenswerter Verweis. Während früherer thailändisch-kambodschanischer Grenzkonflikte riefen die USA stets zum sofortigen Waffenstillstand auf.
Die implizite Botschaft Bangkoks ist klar: Die USA sollten sich an ihre eigenen Maßstäbe halten und diplomatische Wege vorziehen.
Thailand pocht auf die Prinzipien der Souveränität und friedlichen Konfliktlösung.
Was die Festnahme Maduros bedeutet
Die Festnahme Maduros und sein Abtransport in die USA nach New York stellen einen beispiellosen Vorgang dar. Die neue Präsidentin Delcy Rodríguez rief zur „nationalen Mobilisierung“ gegen die „imperialistische Aggression“ auf.
Für thailändische Staatsangehörige bedeutet dies ein hohes Risiko durch mögliche Unruhen, Straßenkämpfe oder Vergeltungsschläge.
Die thailändische Regierung handelt vorsorglich, um nicht in die politischen Wirren hineingezogen zu werden und ihre Bürger zu schützen.
Thailands diplomatischer Balanceakt
Thailand beweist mit seiner Reaktion diplomatisches Fingerspitzengefühl. Man kritisiert die Militäraktion der USA, ohne die Beziehung zu dem wichtigen Partner grundsätzlich zu belasten.
Gleichzeitig stellt man die Sicherheit der eigenen Bürger an erste Stelle. Diese ausgewogene Position ist typisch für die thailändische Außenpolitik.
Die nächsten Stunden und Tage werden zeigen, ob die Evakuierungspläne wirklich aktiviert werden müssen.
🗣 Prinzipien oder Doppelmoral – Was gilt wirklich für alle?
Wenn Großmächte zum Militär greifen, während sie anderen Zurückhaltung predigen, gerät internationales Recht ins Wanken.
Sollten kleinere Staaten offen widersprechen – oder ist stille Diplomatie wirksamer als klare Worte?
Und wie viel Schutz kann ein Staat seinen Bürgern bieten, wenn die Welt plötzlich kippt?
Was wiegt schwerer: Macht oder Regeln?




Bei diesem vorbestraften Präsidentendarsteller fehlt jetzt nur noch, dass die Sklaverei offiziell wieder eingeführt wird.