BANGKOK, THAILAND – Wegen steigender Energiepreise infolge der Nahost-Krise warnt ein Senator vor einer breiten Teuerungswelle und rät Haushalten sogar zu Gemüseanbau und Tierhaltung. Senator Patima Jiraphat forderte zugleich strengere Kontrollen gegen ungerechtfertigte Preissprünge bei Alltagswaren.
Warnung aus dem Senat
In einer Sitzung des Senats im Parlament am 23. März sagte Senator Patima Jiraphat, die hohen Energiekosten trieben inzwischen die Preise „quer durch den Warenkorb“ nach oben.
Als konkretes Beispiel nannte er einen Anstieg des Eierpreises um 20 Satang pro Ei.
Mama-Nudeln als Signal für den Alltag
Der Senator warnte zudem vor möglichen Preisaufschlägen bei Mama-Instantnudeln, einem Grundnahrungsmittel für viele Menschen.
Er bezeichnete das Produkt als eine Art Messlatte für den Alltag, weil es günstig sei und damit für viele zum „Überleben“ im Portemonnaie gehöre.
Aufforderung an das Handelsministerium
Patima Jiraphat verlangte vom Handelsministerium, Preisbewegungen engmaschig zu beobachten und Transparenz einzufordern.
Nicht jede Erhöhung sei automatisch unzulässig, sagte er, aber Anpassungen müssten nachvollziehbar erklärt werden – inklusive Kostenaufbau und prozentualer Steigerung statt plötzlicher Sprünge ohne Begründung.
Zwischen Kosten und Opportunismus
Der Senator machte deutlich, dass ein Teil der Teuerung tatsächlich aus höheren Produktionskosten resultieren könne.
Gleichzeitig warnte er vor „opportunistischen“ Erhöhungen, bei denen Unternehmen die Lage ausnutzten, obwohl die Kostenseite das Ausmaß nicht hergebe.
Teurer Kunststoff und teure Rohstoffe
Nach Darstellung des Senators beschränkten sich die Effekte längst nicht mehr auf Benzin, Strom und Transport.
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Auch Kunststoffprodukte würden wegen höherer Rohstoffkosten teurer, was den Preisdruck im Alltag weiter verstärke.
Mehr Biodiesel und mehr Selbstversorgung
Als Gegenmaßnahme brachte Patima Jiraphat eine stärkere Nutzung von Biodiesel in der Landwirtschaft ins Spiel.
Für Haushalte empfahl er langfristig Schritte zur Selbstversorgung – etwa Gemüse anzubauen, zwei Hühner pro Haushalt zu halten und Fische zu züchten, falls sich die globalen Spannungen weiter verschärfen.
Deine Meinung
Ist der Ruf nach mehr Selbstversorgung eine realistische Antwort auf steigende Preise – oder schiebt die Politik damit Verantwortung in die Küchen und Hinterhöfe ab?
Welche Erfahrungen gibt es mit Teuerung bei Lebensmitteln und Alltagswaren, und wo sollte der Staat aus eurer Sicht härter eingreifen – schreibt es in die Kommentare.



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