Krypto-Crime: Interpol jagt ACT-Kingpin

Milliarden verschwunden, ein flüchtiger Krypto-Guru – und nun schaltet sich Interpol ein 🚨 War das nur ein riskantes Investment oder ein ausgeklügeltes Betrugssystem? 👉 Was steckt wirklich hinter dem Token und den versprochenen Traumrenditen?

Krypto-Crime: Interpol jagt ACT-Kingpin
Bangkok Post / Worawat Narknawdee Facebook account
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BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Polizei treibt das Verfahren gegen den flüchtigen Krypto-Investor Worawat „Acme“ Narknawdee voran und will nun eine Interpol Red Notice erwirken. 61 Geschädigte meldeten bislang Verluste von zusammen 76 Millionen Baht, während weitere Gruppen von deutlich höheren Summen sprechen.

61 Anzeigen und die Angst vor einer neuen Dimension

Nach Angaben von Pol Maj Gen Thatphum Jaruprat, Chef der Economic Crime Suppression Division, hätten bislang 61 Personen offiziell Beschwerde eingereicht.

Jeder habe Investitionen zwischen 1 und 2 Millionen Baht angegeben, und Ermittler rechneten damit, dass die Zahl der Geschädigten weiter steige und die Gesamtschäden in den dreistelligen Millionenbereich wachsen könnten.

Verdacht auf Pyramidensystem und illegale Renditeversprechen

Die Ermittlungen seien zunächst wie Fälle von illegaler Geldaufnahme beziehungsweise Pyramidensystemen behandelt worden, weil der Verdächtige Renditen jenseits gesetzlicher Grenzen versprochen habe.

Laut Polizei seien dabei teils Erträge in Aussicht gestellt worden, die die erlaubten Grenzen um bis zu 100 Prozent überstiegen.

Digitaler Token ACT – jetzt wird die SEC entscheidend

Zu Berichten, Worawat habe einen eigenen Token namens ACT aufgelegt, sagte die Polizei, hierfür brauche es eine enge Abstimmung mit der Securities and Exchange Commission (SEC).

Erst dann lasse sich klären, ob Verstöße gegen Regeln für Digital-Asset-Geschäfte vorlägen und welche straf- oder aufsichtsrechtlichen Schritte daraus folgen.

Zwei SEC-Fälle und Haftbefehle aus 2025

Die SEC habe im Jahr 2025 zwei getrennte Beschwerden gegen Worawat eingereicht, wie die Polizei nach eigenen Prüfungen mitteilte.

Im ersten Verfahren sei die Akte an die Staatsanwaltschaft gegangen und ein Haftbefehl erlassen worden, im zweiten gehe es um ein Online-Investmentmodell mit rund 40 Opfern und geschätzten Schäden von 10 Millionen Baht, ebenfalls mit Haftbefehl.

Flucht seit 15. November 2024 – Interpol soll helfen

Die Behörden hätten festgestellt, dass Worawat am 15. November 2024 ausgereist sei und seitdem als flüchtig gelte.

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ZUM ANGEBOT

Auf Grundlage der Haftbefehle aus 2025 koordiniere die Polizei nun mit Interpol eine Red Notice, um den Zugriff im Ausland zu erleichtern.

Keine Hinweise gegen die Ehefrau – aber ein prominenter Name

Im Fokus steht auch, dass Worawat der Ehemann der Thai-deutschen Schauspielerin Nutcha „Nonny“ Schumacher ist, doch Ermittler hätten bislang keine Verbindungen gefunden, die sie belasten.

Gleichzeitig kündigte die Polizei an, Belege zu sammeln, um auch gegen weitere mutmaßliche Mitglieder seines Netzwerks weitere Haftbefehle zu beantragen.

Fotos mit Prominenten und weiterlaufende Masche

Laut Pol Maj Gen Thatphum hätten manche Opfer dem Verdächtigen sogar dann noch vertraut, als sie von bestehenden Haftbefehlen gehört hätten.

Worawat soll behauptet haben, die Haftbefehle seien „erfunden“, und seine Glaubwürdigkeit mit Fotos neben bekannten Persönlichkeiten gestützt haben, wobei Ermittler sagen, das Täuschungsmuster sei seit 2024 im Kern gleich geblieben.

Digitale Wallets – wenig Restgeld, komplizierte Sicherung

Die Polizei prüfe inzwischen auch die digitalen Wallets des Verdächtigen und habe erste finanzielle Spuren gefunden, die Wallets in Thailand und im Ausland miteinander in Verbindung brächten.

Das Einfrieren möglicher Vermögenswerte erfordere jedoch die Koordination mehrerer Behörden, zudem seien die verbliebenen Bestände in den Wallets nach ersten Checks relativ klein und lägen bei unter einer Million Baht.

Neue Vorwürfe – Petition spricht von 1,3 Milliarden Baht

Am 10. März trat zusätzlich eine Gruppe von 30 Betroffenen an die Öffentlichkeit und warf Worawat vor, Anleger in ein betrügerisches Krypto-Modell gelockt zu haben, mit Schäden von mehr als 1,3 Milliarden Baht.

Tankhun Jit-itsara, Vorsitzender des Santi Prachatham Club, übergab dazu eine Petition an Ermittler der Economic Crime Suppression Division und forderte ein entschlossenes Vorgehen.

Deine Meinung

Der Fall zeigt, wie schnell Versprechen von „sicheren“ Krypto-Renditen in Thailand in Ermittlungen wegen mutmaßlicher Betrugsmodelle und internationaler Fahndung münden können.

Welche Regeln und Warnhinweise sollten Behörden und Plattformen aus deiner Sicht durchsetzen, damit solche Modelle weniger Opfer finden – und wo beginnt die Eigenverantwortung der Anleger in der Praxis?

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Quelle: bangkokpost.com

Ein Kommentar zu „Krypto-Crime: Interpol jagt ACT-Kingpin

  1. Wen hat der gute Mann geschmiert, dass er ausreisen konnte? The „Boss“ lässt grüssen. Genug Kohle abgezockt, den sieht die thailändische Justiz nie mehr. Ein Appartement in Dubai und alles ist geritzt.

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