PATTAYA, THAILAND – Ein 42-jähriger Hotelbesitzer schlägt Alarm, nachdem seine Kryptowerte von über 6,5 Millionen Baht nach eigenen Angaben ohne Zustimmung über eine bekannte Trading-App verkauft wurden. Zurück blieben weniger als 50.000 Baht, während Polizei und Plattform einen möglichen Zugriff von außen prüfen.
Der Gang an die Öffentlichkeit
Tewin Wongsawisutthikul wandte sich am Abend des 12. März an lokale Medien, um den Ablauf zu schildern und Druck auf den Betreiber der Handelsplattform aufzubauen.
Der Unternehmer erklärte, er habe über längere Zeit verschiedene digitale Vermögenswerte auf einer in Thailand populären Kryptobörse angesammelt und zur Absicherung Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktiviert.
Alarmmails in der Nacht
Nach Darstellung des Betroffenen begannen die Unregelmäßigkeiten in den frühen Morgenstunden, als mehrere Sicherheitswarnungen per E-Mail eingingen.
Er habe daraufhin umgehend den Support kontaktiert und eine temporäre Sperre von Ein- und Auszahlungen veranlasst, sei aber beim erneuten Blick ins Konto am Nachmittag mit vollendeten Tatsachen konfrontiert worden.
Systematische Verkäufe ab 6 Uhr
Laut Tewin Wongsawisutthikul wurden seine Bestände ab etwa 6.00 Uhr schrittweise liquidiert, sodass am Ende Erlöse in einer Größenordnung von rund 6,5 Millionen Baht standen.
Diese Verkaufserlöse seien anschließend nicht ausbezahlt, sondern innerhalb des Kontos weiterverwendet worden, was für den Betroffenen den Eindruck eines gezielten, automatisierten Vorgehens verstärkte.
Rätselhafter TAIKO-Kauf zum Mondpreis
Mit dem gesamten Betrag seien laut seiner Schilderung 10.538 Einheiten der Kryptowährung TAIKO zu einem extremen Kurs von über 600 Baht pro Coin gekauft worden.
Üblicherweise liege TAIKO demnach bei rund 3 Baht, doch in seinem Fall habe der Preis binnen vier Minuten um mehr als das 600-Fache angezogen und sei danach sofort wieder auf das Normalniveau zurückgefallen – mit einem nahezu vollständigen Verlust im Depot.
Plattform reagiert – aber ohne schnelle Lösung
Der Hotelier betonte, er habe keine der Transaktionen autorisiert und verlange eine zügige Klärung, wie es trotz aktivierter 2FA zu den Vorgängen kommen konnte.
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Der Betreiber der Plattform habe ihm mitgeteilt, man untersuche den Fall und werde später Updates liefern, was Tewin Wongsawisutthikul als unzureichend kritisierte und als Hinweis auf eine mögliche Sicherheitslücke wertete.
Polizei ermittelt wegen möglichem Zugriff von außen
Der Betroffene erstattete Anzeige bei der Pattaya City Police Station, damit offiziell wegen möglichen Hackings oder unbefugten Zugriffs ermittelt wird.
Für Anleger in Thailand ist der Fall auch deshalb brisant, weil er neben der Frage nach Kontoschutz und App-Sicherheit die Risiken von extremen Kurzzeit-Kursausschlägen auf einzelnen Token in den Mittelpunkt rückt.
Deine Meinung
Solche Fälle stellen das Vertrauen in Handels-Apps auf eine harte Probe, weil am Ende oft ungeklärt bleibt, ob ein technisches Leck, Social Engineering oder ein spezieller Marktmechanismus ausgenutzt wurde.
Gehören 2FA, strenge Auszahlungs-Sperren und sofortige Notfall-Hotlines bei Plattformen verpflichtend verschärft, oder reicht die heutige Absicherung – was meinen Sie in den Kommentaren?



Man muss sich seit Jahrhunderten nur immer wieder die gleiche Frage stellen um zu 99% zun Täter zu gelangen.
„Wem nutzt es?“
In diesem Fall alsi sei die Frage gestattet: Wer hat die „Taiko“ zu diesem Preis verkauft?