Festnahme bei Geburtstagsfeier mit Drogencocktails
In einem exklusiven Apartmentkomplex im Bangkoker Bezirk Din Daeng hat die Polizei am 26. Juli eine schlagkräftige Razzia durchgeführt und fünf Personen festgenommen, darunter die 30-jährige Nuntawadee, die mutmaßliche Anführerin des Drogenrings. Die Gruppe soll während einer vermeintlichen Geburtstagsfeier psychoaktive Substanzen konsumiert und gleichzeitig einen florierenden Online-Handel mit drogenversetzten E-Zigaretten betrieben haben.
Der Einsatz erfolgte nach einem anonymen Hinweis auf eine Drogenparty in dem Luxus-Wohnkomplex. Die Hausverwaltung führte die Beamten direkt zur Tatwohnung, wo sie die Verdächtigen beim Konsum verschiedener Rauschmittel vorfanden. Auf dem Tisch lagen zahlreiche Utensilien, die auf eine professionelle Drogenmischung hindeuteten.
Laborausrüstung und Drogen im Wert von Tausenden von Baht beschlagnahmt
Bei der Durchsuchung der Wohnung stießen die Ermittler auf ein regelrechtes Mini-Labor:
• 25 chemische Mischbehälter für die Aufbereitung von Drogen
• 92 Flaschen Aromastoffe zur Geschmacksverbesserung
• 26 Plastikspritzen für präzise Dosierungen
• Eine professionelle Mischmaschine für Substanzen
• Diverse Chemikalien und Behälter zur Weiterverarbeitung
Zusätzlich sicherte die Polizei 13 Smartphones, die offenbar für den Online-Vertrieb genutzt wurden, einen Lachgas-Tank sowie drei spezielle Konsumgeräte. Bei den beschlagnahmten Drogen handelte es sich um:
• 2,2 Gramm Crystal Meth („Ice“)
• 14 Ecstasy-Tabletten
• 0,8 Gramm MDMA
• 20,3 Gramm weitere psychoaktive Substanzen

Drogenhandel via Messenger:
E-Zigaretten mit Ketamin versetzt
Die Ermittlungen ergaben, dass Nuntawadee ein eigenes Netzwerk über die Messenger-App Line betrieb, wo sie E-Zigaretten mit einer Ketamin-Mischung vertrieb. Die heute festgenommenen Attapong (43), Thakul (26), Anuwat (45) und Anusak (44) waren offenbar regelmäßige Kunden und wurden gezielt zur Party eingeladen, wo der Drogenkonsum aktiv gefördert wurde.
Mehrere Straftatbestände:
Von Drogenhandel bis Verbraucherschutzverstöße
Den Angeklagten wird nun eine ganze Reihe von Vergehen zur Last gelegt:
1. Herstellung und Vertrieb psychoaktiver Substanzen, insbesondere die Beimischung von Ketamin in E-Zigaretten-Liquids
2. Verstoß gegen das Verbraucherschutzgesetz durch illegalen Verkauf von Baraku- und E-Zigaretten
3. Unbefugter Besitz von Methamphetamin, Ecstasy, Ketamin und psychedelischen Pilzen
Alle Verdächtigen wurden zunächst zur Sutthisan Polizeistation gebracht, wo Drogentests durchgeführt wurden – mit durchweg positivem Ergebnis. Die Ermittler werten nun die sichergestellten Handys aus, um das gesamte Vertriebsnetzwerk aufzudecken.
Drogenbekämpfung in Bangkok:
Erfolg im Kampf gegen synthetische Drogen
Dieser Fall zeigt die neuen Herausforderungen, vor denen die thailändische Polizei steht: Immer mehr Dealer nutzen moderne Vertriebswege wie Soziale Medien und tarnen ihre Produkte als harmlose Genussmittel. Die Beamten betonen jedoch, dass sie technologisch Schritt halten und solche Machenschaften konsequent unterbinden werden.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, während die fünf Festgenommenen auf ihr Gerichtsverfahren warten. Bei Verurteilung drohen ihnen mehrjährige Haftstrafen – ein klares Signal an andere, die mit dem Gedanken spielen, ähnliche Geschäftsmodelle zu etablieren.



