BANGKOK, THAILAND – Im Januar 2026 sind nach Auswertungen der staatlichen Raumfahrtagentur GISTDA landesweit rund 2,26 Millionen Rai verbrannt und haben die Feinstaubbelastung deutlich erhöht. Die Experten sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den registrierten Brandflächen, Anstiegen der gesundheitsgefährdenden PM2,5-Werte und den in dieser Jahreszeit oft stagnierenden Luftmassen.
Ausmaß der Brände im Januar
Die Geo-Informatics and Space Technology Development Agency (GISTDA) ermittelte die Gesamtfläche der Brände zwischen 01. und 31. Januar 2026 mithilfe von Sentinel-2-Satellitenbildern bei 2,26 Millionen Rai.
Nach Einschätzung der Behörde verdeutlicht diese Größenordnung die Schwere der Situation und spiegelt einen starken saisonalen Peak der Luftverschmutzung zu Jahresbeginn wider.
Zusammenhang mit Feinstaub und Wetter
GISTDA betonte, dass die räumliche Verteilung der Brandflächen eng mit Phasen deutlich erhöhter PM2,5-Konzentrationen in vielen Landesteilen verbunden war.
Gleichzeitig verwies die Agentur darauf, dass typische Wetterlagen zu Jahresbeginn, mit schwacher Luftzirkulation und stabilen Schichten, die Anreicherung von Rauch und Feinstaub über den betroffenen Regionen begünstigten.
Schwerpunkte in Zentral- und Nordostregion
Nach einer detaillierten räumlichen Analyse lagen die meisten Hotspots und verbrannten Flächen in den zentralen und nordöstlichen Landesteilen.
Laut GISTDA entspricht dieses Muster verbreiteten Stoppel- und Feldbränden nach der Ernte, mit denen Landwirte ihre Flächen rasch für die nächste Saison vorbereiten.
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Kurzfristige Ersparnis, langfristige Schäden
Die Behörde stellte heraus, dass diese Brandpraxis zwar kurzfristig Kosten senken und Zeit sparen könne, aber erhebliche ökologische und gesundheitliche Folgekosten verursache.
GISTDA warnte, dass die wiederkehrende Rauchbelastung die Luftqualität verschlechtere, die öffentliche Gesundheit beeinträchtige und zusätzliche Belastungen für Umwelt und Klima mit sich bringe.
Landwirtschaftsflächen besonders betroffen
Zur Einordnung der Auswirkungen klassifizierte GISTDA die verbrannten Zonen nach Nutzungsart und identifizierte landwirtschaftliche Flächen mit 1,43 Millionen Rai als am stärksten betroffen.
Darüber hinaus wurden ALRO-Landreformgebiete, National-Reservatwälder, Gemeinde- und sonstige Flächen, Schutzwälder sowie Straßenränder in unterschiedlichem Ausmaß von Bränden erfasst.
Brände betreffen viele Nutzungsformen
Die Auswertung zeige, so GISTDA, dass Feuer nicht auf Waldgebiete beschränkt seien, sondern sich über mehrere Kategorien von Landnutzung erstreckten.
Damit verdeutlichten die Zahlen nach Angaben der Experten, dass Brandmanagement und Prävention verschiedene Behördenebenen und lokale Gemeinschaften zugleich einbeziehen müssten.
Daten für schnellere Reaktion der Behörden
GISTDA erklärte, sie beobachte Hotspots und verbrannte Flächen weiterhin landesweit und stelle die räumlichen Daten zuständigen Stellen für Brennstoffmanagement, Waldbrandbekämpfung und frühzeitige Smog-Maßnahmen bereit.
Die Behörde rief die Bevölkerung zugleich dazu auf, auf offene Verbrennungen zu verzichten, um die Umweltbelastung zu verringern und Gesundheitsrisiken einzudämmen.
Öffentlichkeit kann Brände online verfolgen
Nach Angaben von GISTDA stehen Daten zu Waldbränden und Brandflächen über das System Disaster GISTDA öffentlich zur Verfügung.
Über die Plattform unter https://disaster.gistda.or.th/fire können Interessierte Kartenmaterial und aktuelle Informationen abrufen und herunterladen.
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Über zwei Millionen Rai stehen in Flammen – mit direkten Folgen für Luftqualität und Gesundheit. Experten sehen vor allem landwirtschaftliche Brände als Treiber der Krise.
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Jedes Jahr das gleiche Spiel um die Zeit, machen tut niemand was. Es wird geschrieben und geredet aber gehandelt wird nicht. Die Luft ist Tag und Nacht extrem verschmutzt (Chonburi). Es sind nicht nur einzelne Tage oder Wochen, sondern es sind Monate der luftverschmutzung.