Polizei enthüllt entscheidende Spur im Mordfall
Die thailändische Polizei steht offenbar kurz vor einem Durchbruch im spektakulären Mordfall von Bang Lamung. Der Leichnam einer unbekannten Frau war in einem Koffer verstaut und mit Hantelscheiben beschwert in einem Reservoir entsorgt worden. Jetzt gibt es eine heiße Spur.
Der grausige Fund im Huai Yai Reservoir
Es war ein Fund, der selbst erfahrene Ermittler schockierte: In einem Reservoir im Bezirk Bang Lamung, Chonburi, entdeckten Anwohner einen schwimmenden Koffer. Als die Polizei ihn öffnete, fand sie den leblosen Körper einer Frau im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Der Koffer war mit neun Hantelscheiben beschwert worden, darunter Paare mit 0,5 kg, 1,25 kg und 2,5 kg – allesamt mit einem Vorhängeschloss gesichert.
Doch die Gerichtsmedizin enthüllte noch Schockierenderes: Die Frau war nicht ertrunken, sondern wurde erwürgt oder erstickt. Sie hatte blasse Haut, türkisen Nagellack und mehrere Schönheitsoperationen hinter sich: Brustimplantate, eine Nasenkorrektur und ein Kinnimplantat. Bis heute ist ihre Identität ungeklärt.
Die eine Scheibe, die alles verändern könnte
Jetzt meldet die Polizei einen entscheidenden Fortschritt. Polizeimajor General Thawatchakiat Jindakornsanong, der Provinzpolizeichef von Chonburi, bestätigte, dass „wichtige Beweise“ im Koffer gefunden wurden. Details will er nicht nennen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Doch eine Spur scheint vielversprechend:
Eine einzelne 5-kg-Hantelscheibe, die nicht zu den anderen gepaarten Gewichten passt. „Diese Scheibe ist neu und könnte lokal gekauft worden sein“, so ein Ermittler unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Polizei durchsucht jetzt Sportgeschäfte in der Umgebung, um den Käufer zu identifizieren.

Parallelen zum ungelösten Mord in Rayong?
Die Ermittler prüfen zudem Verbindungen zu einem ähnlichen Fall in der Nachbarprovinz Rayong. Auch dort wurde eine Frauenleiche in einem Gewässer gefunden – allerdings ohne die typischen Merkmale dieses Falls. „Wir können keine Verbindung bestätigen, aber wir schließen nichts aus“, so ein Beamter.
Die Polizei arbeitet mit Hochdruck an der Identifizierung der Frau. Ihre plastischen Operationen könnten sich als Glücksfall erweisen: Chirurgen nummerieren oft Implantate, was eine Zuordnung möglich machen könnte. Auch Zahnärzte in der Region wurden bereits kontaktiert.
Wer war die mysteriöse Frau?
Die Victimologie zeichnet das Bild einer Frau, die Wert auf ihr Äußeres legte. Der türkise Nagellack war professionell aufgetragen, die Operationen waren teuer. Sie könnte eine Geschäftsfrau, eine Animateurin oder eine Ausländerin gewesen sein – die Ermittler prüfen alle Optionen.
„Ihre Hände waren weich, sie hatte keine Schwielen“, verrät eine Quelle. „Das spricht gegen schwere körperliche Arbeit.“ Die Tötungsmethode – Erwürgen statt Schusswaffe oder Messer – deutet auf einen persönlichen Konflikt hin, vielleicht sogar auf einen Bekannten oder Partner.
Die Jagd geht weiter
Die Polizei ist zuversichtlich, den Fall bald lösen zu können. „Wir haben mehrere vielversprechende Spuren“, so General Thawatchakiat. „Es könnte bald gute Nachrichten geben.“ Der Mörder hat einen Fehler gemacht. Und diese eine, falsche Hantelscheibe könnte ihn direkt ins Gefängnis bringen.



