Leserbrief: Meine Erfahrungen mit der Visa-Verlängerung

Was auf offiziellen Webseiten steht und was am Schalter wirklich verlangt wird, sind oft zwei verschiedene Dinge. Ein erfahrener Expat gibt praktische Tipps zur Visa-Verlängerung Bei der Immigration.

Leserbrief: Meine Erfahrungen mit der Visa-Verlängerung
Gemini AI
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Liebe Wochenblitz-Redaktion, liebe Leserinnen und Leser,

ich lese den Wochenblitz schon seit Jahren und bin froh, dass es ihn gibt. Deshalb schreibe ich auch heute – weil ich hoffe, dass meine Erfahrungen mit der Visa-Verlängerung in Khon Kaen vielleicht dem einen oder anderen von Ihnen nützlich sein könnten. Man lernt ja nie aus, und gerade bei der Immigration gilt: Was man auf Webseiten liest, ist nicht immer das, was einen am Schalter erwartet.

Also, fangen wir an. Für die Verlängerung des Non-O Visums als Rentner braucht man im Grunde nicht viel: das Formular TM7, ein aktuelles Bankbuch-Update, einen Bankbrief und Kopien des Reisepasses. Klingt einfach – ist es auch, aber nur wenn man ein paar Dinge kennt, über die einem niemand vorab etwas sagt.

Das Wichtigste zuerst: Das Bankbuch muss am selben Tag aktualisiert werden. Wer es am Vortag gemacht hat, wird wahrscheinlich wieder nach Hause geschickt. Der Bankbrief darf hingegen einen Tag alt sein – das ist schon mal eine kleine Erleichterung. Wer also etwas weiter weg wohnt, sollte früh aufstehen: erst zur Bank, dann zur Immigration.

Und noch etwas zur Anreise: Das Immigrationsbüro ist nicht mehr dort, wo es früher war. Der neue Standort liegt weit draußen, nördlich der Stadt – ziemlich abgelegen, fast ein bisschen wie am Ende der Welt. Ich habe jedenfalls erst gedacht, ich bin falsch abgebogen. Schauen Sie sich vorher genau an, wo Sie hinmüssen, und planen Sie ein bisschen mehr Zeit ein als gedacht.

Dann gibt es noch zwei Formulare, von denen viele noch nie gehört haben: STM2 und STM9. Die bekommt man zwar auch vor Ort, aber es ist viel angenehmer, sie schon ausgefüllt dabeizuhaben – besonders wenn die Wartehalle voll ist und man nicht so gut auf den Knien schreiben kann. Beide Formulare gibt es zum Herunterladen auf der Webseite der Immigration. Es sind keine schwierigen Formulare, nur Bestätigungen, dass man die Regeln kennt.

Noch ein kleiner Tipp zum TM7: Es muss vorne und hinten auf einem einzigen Blatt Papier gedruckt sein. Zwei einzelne Blätter werden nicht akzeptiert. Und das Passfoto nicht vergessen – klingt selbstverständlich, aber im Stress passiert genau das.

Zum Thema Wohnsitznachweis: Wer kein gelbes Hausbuch oder keine Pink Card hat, braucht eine Kopie des Hausbuchs und des Ausweises vom Vermieter – am besten mit dessen Unterschrift. In manchen Fällen hat man sogar eine handgezeichnete Karte zur Wohnung verlangt, aber das scheint in Khon Kaen im Moment nicht üblich zu sein. Wichtig ist außerdem, dass der Vermieter die TM30-Meldung gemacht hat. Das sollte man vorher kurz prüfen.

Beim Ausfüllen der Formulare gibt es manchmal kleine Fragezeichen. „Written at“ zum Beispiel meint einfach nur: Wo stellen Sie den Antrag? Also das Immigrationsbüro selbst. Den Ausstellungsort des Reisepasses findet man auf der Fotoseite. Solche Kleinigkeiten, aber man grübelt ja doch kurz darüber nach.

Noch ein Wort zum Timing: Im November war es bei meinem Besuch noch angenehm ruhig. Ende Dezember soll es dagegen sehr voll gewesen sein – manche haben lieber die Strafe für die verspätete 90-Tage-Meldung bezahlt, als den ganzen Tag zu warten. Das empfehle ich natürlich nicht, aber es zeigt, dass man Feiertage und die Zeit um den Jahreswechsel besser meidet.

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Kurz zusammengefasst: Bankbuch am Morgen aktualisieren, Formulare doppelseitig drucken, früh aufbrechen und den neuen Standort vorher heraussuchen. Wenn man das beherzigt, ist es eigentlich gar nicht so schlimm. Ich wünsche allen, die demnächst zur Immigration müssen, viel Geduld und gutes Gelingen.

Herzliche Grüße

Ein treuer Wochenblitz-Leser aus Khon Kaen

Anmerkung der Redaktion:

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