Malaysier klagt an:
Ex-Freundin soll ihn um 4 Millionen Baht betrogen haben
Ein dramatischer Beziehungsstreit zwischen einem Malaysier und seiner thailändischen Ex-Freundin beschäftigt jetzt die Gerichte in der Provinz Kalasin. Der 27-jährige Yap wirft seiner früheren Partnerin Pornnapha vor, ihn um umgerechnet etwa 100.000 Euro (4 Millionen Baht) betrogen und ihn sowie seine neue Freundin tätlich angegriffen zu haben.
Vorwürfe: Betrug und körperliche Gewalt
Yap wandte sich an die Lokalpresse und schilderte einen Vorfall vom 2. August, als er mit seiner neuen Freundin in einem Friseursalon in Kalasin war.
„Plötzlich sah ich sie auf uns zukommen. Sie schlug mir ins Gesicht und kratzte mich am Hals“, beschreibt der Malaysier die Auseinandersetzung.
Solche gewalttätigen Übergriffe seien während ihrer Beziehung keine Seltenheit gewesen.
Noch schwerer wiegen jedoch die finanziellen Vorwürfe: Yap behauptet, seine Ex-Freundin habe ihn überredet, in mehrere gescheiterte Geschäfte zu investieren.
„Sie überzeugte mich, ein Auto zu kaufen, und warf mich dann aus unserem gemeinsamen Haus“, so der 27-Jährige.
Bei der Polizeistation Mueang Surin hat er bereits Anzeige erstattet und hofft auf eine schnelle Bearbeitung seines Falls.
Die andere Seite der Medaille
Pornnapha, die zunächst keine Stellung nehmen wollte, äußerte sich schließlich im Fernsehsender Channel 3 und präsentierte eine völlig andere Version der Ereignisse. Die Thailänderin gab zu, Yap in einem malaysischen Nachtclub kennengelernt zu haben. Die gemeinsamen Geschäfte in Kalasin seien zwar gescheitert, aber Yap habe jedes Mal freiwillig investiert – jeweils zwischen 100.000 und 200.000 Baht. Belege dafür könne sie allerdings nicht vorlegen.
„Ich habe ihn nie aus dem Haus geworfen. Er ist von selbst gegangen, weil er eine andere hatte“, kontert Pornnapha.
Sie räumte lediglich eine körperliche Auseinandersetzung ein, die jedoch auf Yaps Drängen nach Intimität zurückgegangen sei. Den Vorfall im Friseursalon bestätigte sie, begründete ihn aber mit Beleidigungen, die Yaps neue Freundin online gegen ihre Familie gepostet habe.
Rechtliche Schritte und offene Fragen
Während Yap auf eine baldige Gerichtsverhandlung hofft, zeigt sich Pornnapha überrascht von den Betrugsvorwürfen.
„Falls das Gericht entscheidet, dass ich Geld zurückzahlen muss, werde ich das tun“, versicherte sie.
Allerdings fehlen bisher konkrete Beweise für die behaupteten finanziellen Transaktionen.
Die Ermittlungen der Polizei laufen, doch bisher gibt es keine Anzeichen für eine baldige Lösung. Beide Parteien beharren auf ihrer Version der Geschichte, während die Öffentlichkeit gespannt verfolgt, wie die thailändische Justiz in diesem komplexen Fall zwischen internationalem Beziehungsdrama und schweren Vorwürfen entscheiden wird.



