UDON THANI, THAILAND – Ein 40-jähriger Mann ist in Udon Thani von der Polizei festgenommen worden, nachdem er auf das Dach eines Wohnhauses geklettert war und erklärte, er suche nach Signalen von Außerirdischen. Die Beamten werfen ihm Drogenkonsum, ordnungsstörendes Verhalten und Gefährdung der Öffentlichkeit vor und leiteten ein Strafverfahren ein.
Früher Einsatz auf dem Hausdach
Gegen 5.30 Uhr am 23. Februar waren Beamte der Polizeistation Na Kha alarmiert worden, weil ein augenscheinlich verwirrter Mann auf dem Dach eines Hauses im Unterbezirk Mu Mon im Bezirk Mueang Udon Thani umherlief.
Die Polizisten konnten den Mann nach rund 20 Minuten beruhigen, woraufhin er das Dach verließ und zur Wache gebracht wurde, wobei Teile des Einsatzes per Video dokumentiert wurden.
Drogenbefund und Strafanzeige
Gegen 11 Uhr identifizierte die Polizei den Verdächtigen als Yotdet (40) und erklärte, er befinde sich weiter in Gewahrsam, nachdem ein Urintest positiv auf Drogen angeschlagen habe.
Die Beamten informierten ihn über die Vorwürfe des Konsums eines Betäubungsmittels der Kategorie 1, ordnungswidrigen Verhaltens und der Gefährdung der Gesellschaft und kündigten an, das Verfahren nach den gesetzlichen Richtlinien fortzuführen.
Halluzinationen und Angst vor Signalen aus dem All
Bei der Vernehmung gab Yotdet zu, am Abend des 22. Februar zwei Tabletten Yaba (Methamphetamin) eingenommen zu haben und berichtete von akustischen Halluzinationen, bei denen er vermeintliche „Wellen“ von Außerirdischen gehört habe.
Er schilderte, er sei durch das Dorf gelaufen, habe nach Satelitensignal-Masten gesucht und sei schließlich auf das Dach eines Hauses geklettert, um eine Satellitenschüssel zu demontieren, die seiner Ansicht nach störende Signale in sein Gehirn sende.
Sucht, Schmerz und Reue
Yotdet erklärte laut Polizei, er sei inzwischen wieder klar im Kopf, bereue sein Verhalten und wolle sich bei den Anwohnern für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.
Er gab an, seit zwei bis drei Jahren abhängig von Yaba zu sein, keine Familie zu haben und nur selten aggressiv zu werden, diesmal aber überzeugt gewesen zu sein, dass Satellitensignale aus dem All ihn beeinträchtigten, weshalb er sich nun zu einer Behandlung bereiterkläre.
Unfallfolgen und Rückfall in die Abhängigkeit
Der Mann führte aus, er habe mit Yaba begonnen, nachdem er bei Arbeiten an einer Wasserleitung einen Unfall erlitten habe, bei dem das Heben schwerer Lasten zu einer Nervenkompression geführt habe, die seine Beine schwächte und starke Schmerzen verursachte.
Nach seinen Angaben sorgte der Drogenkonsum dafür, dass die Schmerzen verschwanden, weshalb er immer wieder darauf zurückgegriffen habe.
Sorge in der Gemeinde und ähnlicher Vorfall
La-iat, stellvertretende Vorsitzende der Gemeinde Ban Bo Nam, sagte, Yotdet habe bislang keine derart schweren Halluzinationen gezeigt und sei im vergangenen Jahr bereits in einer Reha-Einrichtung gewesen, sei jedoch nach seiner Entlassung rückfällig geworden.
Sie ergänzte, der Hauseigentümer sei zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht anwesend gewesen und wäre vermutlich stark verängstigt gewesen, wenn er die Situation miterlebt hätte, berichtete CH7 News.
Weiterer Fall mit Drogen-Halluzinationen
Medienberichten zufolge gab es in Udon Thani einen weiteren Einsatz, bei dem die Polizei einen Mann mit drogenbedingten Halluzinationen von seinem eigenen Hausdach holte, nachdem er sich dort mehrere Tage lang verschanzt hatte.
Dieser Mann wurde schließlich in ein Krankenhaus gebracht, wo er medizinisch behandelt wurde.
🚨 Drogenproblem mit Folgen – Einzelfall oder Symptom?
Ein Mann unter Meth-Einfluss glaubt an Alien-Signale und klettert auf ein Hausdach. Der Fall endet glimpflich, wirft aber Fragen zur anhaltenden Yaba-Problematik auf.
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