Verzweiflungstat am Poipet-Grenzposten: Thailänder trinkt Reinigungsmittel
Ein 40-jähriger Thailänder wird in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er am Poipet-Grenzposten in Kambodscha angeblich Reinigungsmittel konsumiert hat. Der Mann, identifiziert als Herr Thanawat aus der Provinz Pathum Thani, verzweifelt, weil er die 10.000 Thai Baht (ca. 265 Euro) hohe Geldstrafe für Überziehung seines Visums nicht bezahlen kann. Trotz gültiger Reisedokumente lebte Thanawat über ein Jahr in Kambodscha und versuchte am 11. Juli 2025 nach Thailand zurückzukehren.
Ohne die nötigen Mittel trinkt er angeblich im Badezimmer des Grenzpostens das Reinigungsmittel und bricht zusammen. Kambodschanische Behörden informieren umgehend die thailändischen Kollegen, die aus humanitären Gründen seine Rückführung ermöglichen. Freiwillige Helfer der Aranyaprathet-Stiftung treffen ihn an der Grenzbrücke Klong Luek und bringen ihn schnell zur medizinischen Notfallversorgung ins Aranyaprathet-Krankenhaus. Dort steht er unter intensiver Aufsicht der Ärzte.
Grenzübergang in Kambodscha: Vier Thai-Bürger kehren nach Hause zurück
Am gleichen Tag werden vier weitere Thailänder aus Kambodscha zurückgeführt, in einer Aktion koordiniert durch die thailändische Botschaft in Phnom Penh. Zwei Männer, Herr Koson (30) und Herr Therdpong (24), arbeiten legal in der Online-Gaming-Industrie und als Elektriker, bitten aber um Rückkehrhilfe. Beide sind freiwillig zurückgekommen, ohne anhängige Ermittlungen oder Haftbefehle.
Auch zwei junge Frauen, Frau Matchima (21) und Frau Aranya Iamsaree (18), kehren zurück, nachdem sie bei dem Versuch verhaftet werden, illegal in die Glücksspielbranche einzutreten. Sie stammen aus der Provinz Loei. Kambodschanische Behörden übergeben alle vier nach gründlicher Überprüfung an die thailändischen Beamten. Ihre Rückkehr unterstreicht die steigenden wirtschaftlichen Entbehrungen und die Herausforderungen bei der legalen Arbeitssuche.
Illegaler Grenzversuch: Drei Kambodschaner in Armut gefangen
Zur gleichen Zeit werden drei Kambodschaner von einer thailändischen Grenzpatrouille beim illegalen Grenzübertritt erwischt. Die Gruppe besteht aus einem Mann und zwei Frauen, die versuchen, über einen natürlichen Pfad hinter dem Big C-Supermarkt in Rong Kluea nach Kambodscha zurückzukehren. Sie arbeiten als Verkäufer auf dem Markt und sind von den wirtschaftlichen Bedingungen gezwungen, das Land zu verlassen.
Ohne legale Reisedokumente sind sie Opfer der wirtschaftlichen Lage und der strengen Kontrollen auf beiden Seiten der Grenze. Ihre Geschichte spiegelt die harten Realitäten wider, denen viele im Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha ausgesetzt sind. Die Spannungen an der Grenze und die Herausforderungen des undokumentierten Migrationsflusses bleiben zentrale Themen in einem von wirtschaftlicher Not und verstärkten Gesetzesmaßnahmen geprägten Umfeld.
Redaktionshinweis:
Das Thema Suizid ist äußerst sensibel und belastend. Sollten Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld mit belastenden Gedanken oder emotionalen Krisen kämpfen, zögern Sie bitte nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In Thailand gibt es verschiedene Anlaufstellen und Beratungsangebote, die vertraulich und kostenfrei Unterstützung bieten. Sie sind nicht allein – sprechen Sie mit jemandem, der Ihnen zur Seite steht.


