SATTAHIP, THAILAND – Die thailändische Marine hat im Golf von Thailand einen verdächtigen thailändischen Öltanker gestoppt, der offenbar geltende See- und Arbeitsgesetze missachtet hatte und im Verdacht steht, in illegale Brennstofftransporte nach Kambodscha verwickelt zu sein.
Festsetzung im Golf von Thailand
Nach Angaben von Konteradmiral Parat Rattanachaipan, Sprecher der Königlich Thailändischen Marine, erfolgte der Einsatz im Rahmen der Operation „Chakraphong Phuwanart“, die dem Schutz der maritimen Souveränität dient.
Am 27. Dezember 2568 (2025) entdeckte die Fregatte „HTMS Prachuap Khiri Khan“ des 1. Flottenbereichs bei einer Patrouille im Golf von Thailand ein verdächtiges Schiff rund 50 Seemeilen südlich der Insel Koh Samet.
Der Tanker führte weder Schiffsname noch Registriernummer, zeigte keine Nationalflagge und hatte das Automatische Identifikationssystem (AIS) abgeschaltet.
Verdacht auf illegale Öllieferungen
Der Öltanker wurde daraufhin unter Kontrolle gebracht und in den Militärhafen Chuk Samet auf dem Marinestützpunkt Sattahip überführt, um eine rechtliche Überprüfung einzuleiten.
Nach einer ersten Untersuchung ergab sich laut Marine der Verdacht, dass der Tanker zur Umgehung von Gesetzen genutzt wurde und möglicherweise in die heimliche Lieferung von Treibstoff und militärisch nutzbarer Güter nach Kambodscha eingebunden war.
Die Marine bewertet solche Aktivitäten als Gefahr für die Staatssicherheit und die maritimen nationalen Interessen, insbesondere im sensiblen Sicherheitsumfeld der Region.
Illegale Beschäftigung an Bord
Bei der Kontrolle an Bord stellten die Behörden zudem Verstöße gegen die thailändische Schifffahrtsgesetzgebung von 1913 sowie gegen das Dekret zur Verwaltung der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte von 2017 fest.
Es wurden fünf ausländische Arbeitskräfte ohne gültige Arbeitserlaubnis identifiziert:
• 1 Person aus Myanmar
• 4 Personen aus Kambodscha
Alle Betroffenen sowie Schiff und Ladung befinden sich derzeit im Rahmen eines laufenden Ermittlungsverfahrens in staatlichem Gewahrsam. Die zuständigen Stellen prüfen mögliche Hintermänner und ein erweitertes Schmugglernetzwerk.
Marine kündigt verstärkte Kontrollen an
Die Marineführung betonte, der 1. Flottenbereich arbeite eng mit dem Maritimen Sicherheitszentrum Region 1 (MSC Region 1) und weiteren Behörden zusammen, um Kontrollen deutlich zu verschärfen.
Im Fokus stehen dabei Schiffe, die:
• Kennzeichnungen oder Flaggen nicht führen
• AIS-Signale manipulieren oder abschalten
• verdächtige Routen in Grenzgebiete fahren
Nach Angaben von Sprecher Parat Rattanachaipan wollen die Sicherheitsbehörden Maßnahmen zur Aufklärung, Abschreckung und Unterbindung von illegalem Treibstoff- und Güterschmuggel in Nachbarstaaten weiter ausbauen.
Die Marine erklärte, solche Einsätze dienten dem höchsten Ziel, „Souveränität, Sicherheit und nationale Interessen auf See umfassend zu schützen“.
🗣 Schutz der Seewege oder Eskalationssignal?
Ein Tanker ohne Namen, ohne Flagge, ohne AIS – und mit verdächtiger Ladung.
Die Marine sendet ein klares Signal: In sensiblen Zeiten gibt es keine Grauzonen auf See.
Doch wie groß ist das tatsächliche Netzwerk hinter solchen Fahrten?
Und wie stark ist die Verbindung zu regionalen Spannungen wirklich?
Was meint ihr: notwendige Abschreckung – oder Vorbote weiterer Eskalation im Grenzraum?


