BANGKOK, THAILAND – Das MBK Centre steht in einem neuen Bericht der US-Handelsvertretung USTR als einziger „physischer Markt“ des Landes, auf dem weiterhin aktiv Markenfälschungen gehandelt werden. Thailands Department of Intellectual Property wertet die Nennung als Warnsignal – und zugleich als Hinweis, dass der Online-Handel mit Fakes offenbar besser unter Kontrolle ist.
US-Bericht setzt MBK auf die Liste
Die USTR veröffentlichte am Dienstag ihren 2025-Report „Notorious Markets“ und nannte weltweit 37 Online-Märkte sowie 32 physische Märkte in 19 Ländern, darunter das MBK Centre.
In dem Bericht wird das MBK als touristisch beliebter Ort beschrieben, an dem die Sorgen über gefälschte Waren seit Jahren nicht abreißen.
Was im MBK laut Bericht verkauft wird
Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen tauchten Fälschungen zuletzt wieder in temporären Ständen auf höheren Etagen auf, darunter Imitate von Luxus-Handtaschen, Kleidung, Uhren und Schuhen.
Genau diese Mischung aus wechselnden Verkaufsflächen und schwer greifbaren Kleinanbietern gilt Behörden als Grund, warum die Ware nach Kontrollen immer wieder zurückkehrt.
Razzien, Beschlagnahmungen, Aufklärung
Die thailändischen Durchsetzungsbehörden führten laut Bericht groß angelegte Razzien durch und beschlagnahmten dabei tausende gefälschte Artikel.
Zusätzlich hätten Behörden und Mall-Management Aufklärungskampagnen organisiert, um auf Schäden durch Fälschungen für Konsumenten und seriöse Händler hinzuweisen.
MBK-Management kündigt Mietverträge
Die Leitung des MBK Centre habe Mietverträge mit Mietern beendet, die wegen Verstößen gegen geistige Eigentumsrechte festgenommen wurden.
Gleichzeitig deuten die aktuellen Hinweise darauf hin, dass sich der Verkauf nicht nur in feste Shops verlagert, sondern in kurzfristige, schwerer kontrollierbare Stand-Modelle ausweicht.
Warum Thailand beim Online-Handel besser wegkommt
Oramon Sapthaveetham, Generaldirektorin im Department of Intellectual Property, nannte den Bericht auch deshalb eine gute Nachricht, weil Thailand nicht als Land mit einem weiterhin robusten Online-Markt für gefälschte Markenware aufgeführt wurde.
Sie führte das auf verstärkte Bemühungen zurück, große Plattformen zu Vereinbarungen zum Schutz von Intellectual Property Rights zu bewegen und den Online-Verkauf von Fakes konsequent abzulehnen.
Ziel der Behörden – beim nächsten Mal komplett runter von der Liste
Oramon sagte, das MBK-Management kooperiere mit ihrer Behörde beim Vorgehen gegen Händler, die heimlich Fälschungen verkaufen, und mehrere seien bereits aus dem Zentrum entfernt worden.
Mit der USTR stehe man in engem Austausch und regelmäßiger Informationsweitergabe, um Fälschungen stärker zu bekämpfen – mit dem Ziel, dass Thailand im nächsten Bericht vollständig gestrichen wird.
Deine Meinung
Reicht es, wenn Malls wie das MBK Centre Mietverträge kündigen und Razzien stattfinden, oder braucht es härtere, dauerhaft spürbare Konsequenzen für Händler und Betreiber.
Welche Erfahrungen gibt es in Bangkok beim Kauf von Markenware – und wie sollte Thailand mit Touristen-Hotspots umgehen, in denen Fälschungen immer wieder auftauchen.



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