Schwindel-Guru in Thailand: 20 Opfer klagen an – 20 Millionen Baht veruntreut
Ein selbsternanntes „Naga-Medium“ hat in Thailand offenbar 20 Gläubige um über 20 Millionen Baht (ca. 500.000 Euro) betrogen. Die Betroffenen klagen jetzt mit Hilfe eines Aktivisten-Anwalts gegen die Frau, die sich als „Göttliche Gemahlin des Indra“ ausgab und teure Amulette verkaufte.
Anwalt führt Opfer zur Polizei
Ronnarong Kaewpetch, Vorsitzender der Foundation for Justice in Society, brachte die 20 Geschädigten am Dienstag zur Zentralen Ermittlungsbehörde. Die Beschwerden richten sich gegen eine Frau, die online unter den Namen „Göttliche Gemahlin des Indra“, „Phet Phatthara Naga“ oder „Ajarn Min“ bekannt war.
Laut den Anschuldigungen überredete die falsche Guru-Frau ihre Anhänger zum Kauf von Talismannen und teuren Ritualen, die angebliches Glück und Wohlstand bringen sollten. Die Versprechungen erwiesen sich jedoch als wertlos – einige Opfer zahlten sogar in Raten, obwohl sie bereits verschuldet waren.
Betrug mit göttlichen Versprechungen
Ein Opfer, die 46-jährige Zahnärztin „Khun Tee“, schilderte das Vorgehen: „Ajarn Min“ behauptete, einen göttlichen Naga-Geist zu kontaktieren und verlangte Zehntausende Baht für Amulette, die angeblich „persönlich von himmlischen Wesen ausgewählt“ worden seien.
In Wirklichkeit handelte es sich um billig hergestellte Gegenstände, die zu horrenden Preisen weiterverkauft wurden. Als die Betrügerei aufflog, blockierte „Ajarn Min“ einfach die Kommunikation und verweigerte Rückerstattungen.
18 Bankkonten im Visier der Ermittler
Anwalt Ronnarong warnt: „Diese Handlungen könnten öffentlichen Betrug darstellen und gegen das Computer Crime Gesetz sowie das Verbraucherschutzgesetz verstoßen.“ Als Beweise reichten die Opfer Banküberweisungsbelege, Chatprotokolle, Werbeclips und Werbematerialien ein.
Die Ermittler wurden aufgefordert, die Finanztransaktionen über 18 verdächtige Bankkonten zurückzuverfolgen. Es besteht der Verdacht auf Geldwäsche in großem Stil.
Promi-Fotos für Glaubwürdigkeit missbraucht
Ein weiteres Opfer berichtete, sie sei über eine Buddhistische Lehrseite getäuscht worden. Dabei stellte sich heraus, dass Spendengelder zweckentfremdet und Promi-Fotos ohne Zustimmung für die Glaubwürdigkeitswerbung genutzt wurden.
Die Frau baute systematisch ein Netzwerk des Vertrauens auf, um ahnungslose Gläubige auszunehmen. Ihre spirituellen Versprechungen erwiesen sich als geschickt konstruierte Lügen.
Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen der angeblichen Naga-Priesterin mehrere Jahre Haft. Die 20 Millionen Baht sind möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs – es könnten noch weitere Opfer hinzukommen.
Spiritueller Betrug in Thailand: Ihre Meinung
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Die hätte auch besser statt Amulett einfach „Omelett“ verkauft, dann wär‘ sie halt die „göttliche Gemahlin
der Indra-Pfanne“ gewesen.
„Bitte einmal Glücks-Omelett, medium, wenn’s geht………..!“