BANGKOK – Zwei Videos dokumentieren einen Vorfall in Bangkok, bei dem eine Frau mit einem Messer zuerst in einem Bus und dann auf dem Sukhumvit-Fußweg Menschen bedrohte. Die Polizei konnte die Frau festnehmen.
Vorfall im öffentlichen Bus
Die Videos wurden am Samstag von der Nutzerin „Nisarat Gam Dumnernsawat“ gepostet. Das erste Video zeigt eine aufgebrachte Frau in einem Linienbus.
Sie bedrohte andere Fahrgäste mit einem Messer. Die Situation wurde als angespannt beschrieben.
Die Busbegleiterin reagierte darauf und versuchte, die Hand der Frau zu greifen. Der Busfahrer kam von seinem Sitz zur Unterstützung.
Eingreifen der Businsassen
Gemeinsam gelang es den Businsassen, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Der Fahrer ließ die Frau aus Sicherheitsgründen den Bus verlassen und setzte sie am Straßenrand ab.
Laut der Busbegleiterin war die Frau nicht zum ersten Mal aufgefallen. Sie kannte ihr auffälliges Verhalten bereits von früheren Fahrten.
Nach dem Vorfall im Bus entwickelte sich die Situation an einem anderen Ort weiter.
Zweiter Vorfall auf dem Sukhumvit-Fußweg
Fast zeitgleich wurde ein zweites Video aufgenommen. Es zeigt eine Frau mit ähnlicher Erscheinung auf einem belebten Fußweg in Sukhumvit.
Auch dort bedrohte sie Passanten mit einem Messer. Unter den Bedrohten befanden sich auch ausländische Touristen.
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Mehrere Personen versuchten, sich der Situation zu entziehen. Laut Berichten wurde eine Person an einem Verkaufsstand von der Frau verletzt.
Die Festnahme durch Zivilcourage
Die Frau versuchte anschließend, in ein geparktes Taxi zu steigen, um sich zu entfernen. Doch Umstehende verhinderten ihre Flucht.
Mehrere Motorradtaxifahrer umstellten das Fahrzeug. Sie forderten den Taxifahrer auf, sein Auto zu verlassen.
Gleichzeitig hielten sie die Türen des Taxis zu und verständigten die Polizei. Auf diese Weise konnte die Frau bis zum Eintreffen der Beamten im Fahrzeug festgehalten werden.
Polizeieinsatz und Festnahme
Als die Polizei eintraf, befand sich die Frau noch im Taxi. Die Beamten konnten sie ohne weitere Zwischenfälle festnehmen.
Das Eingreifen der Motorradtaxifahrer und anderer Passanten wird als besonnen bewertet. Ihr Handeln trug dazu bei, dass keine weiteren Personen zu Schaden kamen.
Die Identität der Frau und ihr Motiv sind derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Sie befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.
Reaktionen von Touristen und Anwohnern
Der Vorfall hat bei Touristen und Anwohnern im geschäftigen Sukhumvit-Viertel für Verunsicherung gesorgt. Solche Vorfälle mit Bedrohungen mitten am Tag sind in diesem Bereich ungewöhnlich.
Die Sicherheitsbehörden müssen nun klären, welche Hintergründe zu dem Vorfall geführt haben. Dabei wird auch untersucht, ob es sich um eine Person mit psychischen Problemen handelt oder ob andere Motive vorliegen.
Die Videos wurden in sozialen Medien vielfach geteilt und haben zu Diskussionen über Sicherheit im öffentlichen Raum geführt.
Sicherheit im öffentlichen Raum
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf belebten Straßen auf. Busse, Gehwege und Marktbereiche sind alltägliche Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten.
Beobachter diskutieren, welche Maßnahmen getroffen werden könnten, um solche Situationen künftig zu verhindern. Dabei geht es sowohl um polizeiliche Präsenz als auch um präventive Ansätze im Bereich der psychosozialen Unterstützung.
Die Rolle von Passanten, die in diesem Fall eingegriffen haben, zeigt die Bedeutung von Zivilcourage. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Sicherheitsbehörden schneller auf solche Situationen reagieren können.
Ermittlungen und weiteres Vorgehen
Die Polizei führt derzeit Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls durch. Dabei werden Zeugenaussagen gesammelt und die Videos als Beweismittel ausgewertet.
Es wird geprüft, ob die Frau bereits vorher polizeilich in Erscheinung getreten ist und welche Unterstützung sie möglicherweise benötigt. Die rechtlichen Konsequenzen hängen vom Ergebnis der Untersuchungen ab.
Die verletzte Person an dem Verkaufsstand erhielt medizinische Versorgung. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.



