PATTAYA, THAILAND – Ermittler des Central Investigation Bureau haben in Pattaya ein mutmaßliches grenzüberschreitendes Betrugsnetzwerk zerschlagen, dem ein russischer Staatsbürger und eine thailändische Frau angehören sollen.
Festnahmen in Pattaya und Umgebung
Am 23. Februar 2026 nahmen Beamte der Consumer Protection Crime Suppression Division (Division 1) unter dem Dach des Central Investigation Bureau (CIB) in Pattaya zwei Verdächtige fest, die im Verdacht stehen, Teil eines technisch aufgerüsteten Betrugsnetzwerks zu sein.
Die Ermittlungen richteten sich gegen einen 35-jährigen russischen Staatsbürger und eine 20-jährige Thailänderin, denen vorgeworfen wird, Bankkonten bereitgestellt oder genutzt zu haben, um Geldflüsse aus mutmaßlichen Online-Betrügereien zu verschleiern.
Umfang der Operation und beteiligte Einheiten
Die groß angelegte Aktion stand unter der Aufsicht von Pol Lt Gen Natthasak Chawanasai, Kommissar des Central Investigation Bureau, und wurde operativ von Pol Maj Gen Kongkrit Loetsitthikun, Kommandeur des Consumer Protection Crime Suppression Bureau, koordiniert.
Beteiligt waren zudem Pol Col Anuwat Rakcharoen als stellvertretender Kommandeur, Pol Col Kraiwit Saentawisuk als Leiter der Subdivision 1 sowie mehrere rangniedere Offiziere, darunter Pol Lt Col Phairat Promwong, Pol Lt Col Phumiphat Buarattnakul und Pol Lt Col (f) Somwadi Phothiwat.
Details zu Verdächtigen und Beweismitteln
Gegen den russischen Verdächtigen Sergei Khabarov lag Haftbefehl Nr. 102/2569 vom 23. Februar 2026 des Provinzgerichts Chonburi vor, und er wurde in einem Condominium in Soi Boonyakanjana 5 festgenommen.
Zeitgleich wurde die 20-jährige Thailänderin Sasivimon Soncharoen auf Basis des Haftbefehls Nr. 98/2569 vor einem Massagesalon an der Adresse 28/19, Moo 2, festgenommen, wobei die Vorwürfe in beiden Fällen identisch sind.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Vorwürfe und rechtlicher Hintergrund
Den beiden wird gemeinschaftlicher Betrug vorgeworfen, unter anderem durch das unredliche oder täuschende Einspeisen falscher Computerdaten in Systeme in einer Weise, die geeignet ist, der Öffentlichkeit Schaden zuzufügen.
Außerdem stehen sie im Verdacht des gemeinschaftlichen Betrugs zum Nachteil der Allgemeinheit sowie des Eröffnens oder Bereitstellens von Bankkonten ohne eigene Nutzungsabsicht, was in der Region stark mit Online-Betrug in Verbindung gebracht wird.
Ursprung der Ermittlungen und weitere Spurensuche
Auslöser der Ermittlungen war eine Anweisung des Anti-Online Scam Center des nationalen Polizeihauptquartiers, das per Order Nr. 575/2568 vom 1. Dezember 2025 eingerichtet wurde und auf die Online-Beschwerde T6811011014 reagierte.
Eine weitere Order vom 27. Januar 2026 beauftragte die Subdivision 1 damit, Bewegungen mutmaßlich beteiligter Personen im Umfeld eines Schlüsselfiguren-Verdächtigen namens Apisit Khadkhao und dessen Umfeld nachzuverfolgen.
Vernehmung, Warnung und laufende Ermittlungen
Laut Polizei wurden Herr Khabarov und Frau Sasivimon an den Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsorten identifiziert, mit den Haftbefehlen konfrontiert und erklärten in ersten Vernehmungen, die Vorwürfe nicht anzuerkennen, bevor sie zur weiteren Bearbeitung auf die Polizeistation Nong Kham gebracht wurden.
Die Behörden gehen davon aus, dass das Duo Teil einer größeren Struktur ist, die Opfer mit Täuschungsmanövern zu Geldtransfers verleitet und dabei erhebliche finanzielle Schäden verursacht, und sie setzen die Ermittlungen zu möglichen Komplizen und weiteren Konten fort.
Öffentliche Warnung der Polizei
Mit Blick auf die hohe Zahl von Betrugsfällen, insbesondere in touristisch geprägten Städten wie Pattaya, veröffentlichte die Polizei einen eindringlichen Hinweis an die Bevölkerung.
„Do not transfer money, withdraw cash, or share personal information to strange callers!!! If in doubt, hang up immediately“, lautete die offizielle Warnung, die vor allem vor der Weitergabe sensibler Daten an unbekannte Anrufer schützen soll.
💻 Millionen-Scam in Pattaya
Ein internationales Betrugsnetzwerk soll Millionen von Baht über sogenannte Mule-Konten bewegt haben. Jetzt sitzen zwei Verdächtige in Haft – doch viele fragen sich, wie groß das Netzwerk wirklich ist.
Braucht es härtere Kontrollen im Bankensystem – oder mehr Aufklärung für Verbraucher?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: