PATTAYA, THAILAND – Der Neubau des städtischen Fußballstadions in Pattaya ist im Rohbau fertig, doch gravierende Probleme mit der Dachkonstruktion haben eine umfassende Neugestaltung erforderlich gemacht.
Hauptgebäude fertig, Dach wird zum Problemfall
Nach Angaben der Stadtverwaltung Pattaya ist die Struktur des Hauptgebäudes des Pattaya Municipal Football Stadium, auch bekannt als Eastern Sports Stadium, unter dem aktuellen Bauvertrag vollständig abgeschlossen worden.
Schwierigkeiten bereitete hingegen die bereits vor Jahren begonnene, damals unvollständig gebliebene Dachkonstruktion. Die teilweise installierte Stahlkonstruktion habe sich während der langen Bauunterbrechung sichtbar verschlechtert.
Verformte Stahlträger und Sicherheitsrisiken
Stadtvertreter erklärten, dass sich die vorhandene Stahlstruktur im Laufe der Zeit beschädigt und verformt habe. Eine Weiternutzung ohne tiefgreifende Eingriffe komme deshalb nicht in Betracht.
Sollte die ursprüngliche Konstruktion unverändert eingesetzt werden, drohten laut Verwaltung erhebliche Probleme:
• beschädigte oder falsch ausgerichtete Verbindungsstellen
• fehlerhafte Entwässerung der Dachflächen mit der Gefahr von Leckagen
• erhöhte Sicherheitsrisiken für Nutzer und Zuschauer
Die Stadt betonte, dass insbesondere die Statik und die dauerhafte Dichtigkeit des Daches nicht den heutigen Anforderungen entsprächen.
Komplettes Redesign der Dachkonstruktion
Um diese Risiken auszuschließen, habe sich Pattaya für eine umfassende Überarbeitung und ein neues technisches Konzept für das Stadiondach entschieden. Geplant sei nun eine durchgehende, optisch klare Dachfläche ohne Unterbrechungen oder Verformungen.
Das neue Design soll ein elegant geschwungenes Dach mit verbessertem Entwässerungssystem umfassen, das langfristige Feuchtigkeits- und Leckageprobleme zuverlässig verhindern soll. Das Ziel ist eine glatte, nahtlose Abdeckung, die Funktionalität und Gestaltung verbindet, hieß es aus dem Rathaus.
Fokus auf Sicherheit, Qualität und Nutzung für die Stadt
Die Stadt Pattaya unterstrich ihren Anspruch, eine Sportstätte mit hohem Standard zu schaffen, bei der Sicherheit, Langlebigkeit und gestalterische Qualität im Vordergrund stehen. Das Stadion soll Einheimischen wie Gästen künftig als verlässlicher Ort für Sportveranstaltungen und Gemeinschaftsaktivitäten dienen.
Die Anlage soll maximalen Nutzen und Schutz für alle Nutzer bieten, betonte die Verwaltung. Der Neubau ist Teil eines größeren Programms zur Verbesserung der Sportinfrastruktur in der Ostküstenregion.
Weiterbau läuft, Zeitplan offen
Das Projekt befinde sich weiterhin im Bau, der Schwerpunkt liege nun auf der neuen Dachlösung. Konkrete Termine für die Fertigstellung nannte die Stadt noch nicht.
Weitere Aktualisierungen zu Fortschritt und Zeitplan sollen folgen, sobald die Arbeiten an der überarbeiteten Dachkonstruktion weiter vorangekommen sind.
🗣 Prestigeprojekt oder nächster Problem-Bau?
Ein fertiger Rohbau – und darüber eine Konstruktion, die nicht mehr zu retten ist.
Wie kann es sein, dass ein Stadion erst nach Jahren der Baupause als Sicherheitsrisiko erkannt wird?
Ist das verantwortungsbewusste Vorsorge – oder das Eingeständnis eines teuren Planungsfehlers?
Und vor allem: Wer trägt am Ende die Kosten für Stillstand, Umbau und verlorene Zeit?



