BANGKOK, THAILAND – Ein Video aus einem Convenience-Store zeigt einen buddhistischen Mönch im vollen Ornat, der zwei Flaschen Bier kaufen wollte und vom Personal gestoppt wurde.
Das Video aus dem Laden
Der Clip wurde am 9. März von der Facebook-Seite อยากดังเดี๋ยวจัดให้ รีเทริน์ part 7 verbreitet und zeigt den Mann, wie er die Flaschen zur Kasse trägt und auf den Tresen stellt.
Mitarbeiter wirkten unsicher, eine Person fragte hörbar, ob nicht der Fahrer oder jemand anderes für ihn kaufen könne.
Verkäufer verweigern den Verkauf
Der Mann sagte im Video, er habe es eilig, doch die Angestellten blieben bei ihrer Weigerung.
Zur Begründung fiel der Satz, sie könnten festgenommen werden, wenn sie Alkohol an einen Mönch verkauften.
Was das Gesetz tatsächlich sagt
Nach thailändischem Recht dürfen Erwachsene über 20 Jahre alkoholische Getränke kaufen, und das gilt grundsätzlich auch für Mönche.
In der gezeigten Situation drohen Käufer oder Verkäufer allein wegen Kauf oder Verkauf nach dem Gesetz keine Strafe, auch wenn viele das anders vermuten.
Regeln der Religion – nicht des Staates
Unabhängig vom staatlichen Recht verbieten buddhistische Ordensregeln Mönchen den Konsum von Alkohol und anderen Rauschmitteln.
Welche Konsequenzen ein Verstoß hat, entscheidet in der Praxis die religiöse Hierarchie, etwa der Abt des Tempels oder der zuständige Provinz-Mönchsvorsteher.
Wo Alkohol dann doch strafbar wird
Strafbar ist Alkohol in einem religiösen Kontext: Wer in einem Tempel oder während einer religiösen Zeremonie trinkt, verstößt gegen den Alcoholic Beverage Control Act.
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Als mögliche Strafe nennt das Gesetz bis zu sechs Monate Haft, bis zu 10.000 Baht Geldstrafe oder beides.
Identität unklar – Kritik laut
Im Fall des Videos wurden weder Name noch Tempel des Mannes bekannt, und es gab keine Informationen zu möglichen religiösen Disziplinarmaßnahmen.
In sozialen Netzwerken häuften sich Vorwürfe, der Mann könne ein Betrüger sein, der Roben trage, um leichter Essen oder Spenden zu bekommen, während andere erklärten, sie würden Tempeln nach wiederholten Skandalen gar nicht mehr spenden.
Vorfälle aus Chiang Rai und Chon Buri als Hintergrund
Erst im vergangenen Jahr sorgte ein weiterer Clip für Diskussionen, als ein Mönch an einem Bus-Terminal in Chiang Rai beim Umarmen einer ausländischen Frau gesehen wurde.
Im Januar stürmten Verwaltungsbeamte in Chon Buri ein Kloster im Bereich Ang Sila und fanden laut Bericht drei Mönche beim Konsum von Methamphetamin (lokal Yaba) sowie pornografische Videos in der Unterkunft.
Deine Meinung
Der Vorfall zeigt, wie schnell Unsicherheit über Recht und Ordensregeln im Alltag zu Konflikten führt und wie brüchig Vertrauen werden kann, wenn immer wieder Bilder von Fehlverhalten kursieren.
Sollten Läden klare offizielle Leitlinien bekommen, wie sie bei Mönchen und Alkoholverkäufen handeln müssen, oder ist das am Ende Sache der Tempel – Diskussion in den Kommentaren.



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