PRACHIN BURI, THAILAND – Ein Video, das einen buddhistischen Mönch bei einer Massage durch eine Frau in einem Privathaus zeigt, hat in der Provinz Prachin Buri Ermittlungen von Polizei und Religionsbehörde ausgelöst und eine Debatte über monastische Disziplin entfacht.
Behördenvertreter und lokale Geistliche prüfen derzeit, ob der abgebildete Mönch gegen Regeln der Theravada-Vinaya verstoßen hat, die Mönchen den direkten Körperkontakt mit Frauen streng untersagen.
Das Video und die ersten Reaktionen
Der am 22. Februar verbreitete Clip wurde auf der Facebook-Seite หมอปลาช่วยด้วย veröffentlicht und zeigte den Mönch in einem Haus im Unterbezirk Wang Dan im Bezirk Kabin Buri.
Die Betreiber der Seite kommentierten laut Khaosod, die Frau im Video sei weder die Mutter noch eine Verwandte des Mönchs, woraufhin in den sozialen Medien kontrovers diskutiert wurde, ob es sich um eine unpassende Nähe oder um eine medizinische Behandlung handeln könnte.
Familie der Videofilmerin schildert Belastung
Reporter suchten im Anschluss das Haus der 21-jährigen Fabrikarbeiterin Parichat auf, die dort mit ihren Eltern Thongsai und Amphorn lebt, die einen Bambusplatz betreiben.
Parichat gab an, sie habe den Clip am 20. Februar aufgenommen, nachdem der Mönch, den sie als Phra Samruay aus einem Tempel in Krok Sombun im Bezirk Si Maha Phot identifizierte, gemeinsam mit zwei weiteren Mönchen immer wieder stundenlang im Haus gegessen, geruht und den Alltag der Familie gestört habe.
Vorwürfe gegen den Mönch Phra Samruay
Die junge Frau erklärte, ihre Mutter kenne Phra Samruay über Geschäfte mit Bambus und Land, doch sie selbst habe es als untragbar empfunden, dass er in ihrem Zuhause eine Massage von einer Frau zuließ, obwohl Mönchen jeglicher Körperkontakt mit Frauen verboten sei.
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Sie warf dem Mönch zudem vor, ihre Mutter telefonisch um bestimmte Speisen zu bitten, sie in Restaurants einzuladen und anzügliche Bemerkungen über frühere neun Ehefrauen sowie über die Ähnlichkeit einer Mutter mit seiner Frau gemacht zu haben.
Streit um Ausweis und Einschaltung der Behörden
Parichat und ihre Schwester berichteten laut Khaosod, sie hätten lokale Stellen um eine Prüfung gebeten und versucht, den Mönchsausweis von Phra Samruay zu kontrollieren, was dieser mit dem Hinweis ablehnte, sie hätten dazu kein Recht.
Daraufhin habe Parichat das Thema in sozialen Netzwerken öffentlich gemacht und Medien um Unterstützung gebeten, während ihre Schwester erklärte, der Leiter des Büros für Buddhismus der Provinz Prachin Buri, Warin Sikkhachat, sei informiert und werde einen Besuch mit der Geistlichkeit koordinieren.
Reaktion des Tempelvorstehers
Der Abt des Tempels, in dem Phra Samruay derzeit untergebracht ist, sagte gegenüber Khaosod, er habe erst durch einen Besuch von Amphorn von dem Konflikt erfahren, die ihm versichert habe, sie sei dem Mönch nahestehend und respektiere ihn, während ihre Tochter die Situation möglicherweise missverstanden habe.
Der Abt betonte, Phra Samruay habe nach seiner Kenntnis nichts „Schädigendes“ getan, der Tempel habe seine Mönchseigenschaft vor der Aufnahme bestätigt, zugleich sei er aber noch nicht in die offizielle Tempelverwaltung eingebunden und trage für sein Verhalten selbst Verantwortung.
Weiterer Fall eines Abts im Norden
Parallel zu dem Vorfall in Prachin Buri sorgt ein weiterer Clip für Diskussionen, der einen bekannten Abt eines renommierten Tempels in der Provinz Chiang Rai angeblich in einem intimen Videoanruf mit einem Mann zeigt und Forderungen nach seinem Rücktritt ausgelöst hat.
Erste Nachforschungen deuten laut Khaosod darauf hin, dass dieses Video möglicherweise aus Eifersucht und einem Zerwürfnis unter Beteiligten geleakt wurde, was die Frage nach Datenschutz und inneren Konflikten innerhalb des Klerus aufwirft.
🛕 Vertrauen und Disziplin – wo liegt die Grenze?
Ein Video aus einem Privathaus sorgt für Diskussionen über das Verhalten eines Mönchs und die Einhaltung religiöser Regeln. Während einige zur Zurückhaltung mahnen, fordern andere klare Konsequenzen.
Wie sollten solche Fälle geprüft werden – intern durch den Klerus oder öffentlich?
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