BANGKOK, THAILAND – An der Grenze in der nordöstlichen Provinz Si Sa Ket ist es zu einem Zwischenfall zwischen thailändischen und kambodschanischen Truppen gekommen, bei dem eine 40-Millimeter-Mörsergranate auf thailändisches Gebiet abgefeuert wurde. Verletzt wurde nach Angaben der Royal Thai Army niemand, die thailändischen Soldaten reagierten jedoch mit einem Warnschuss im Rahmen der geltenden Einsatzregeln.
Der Zwischenfall an der Grenzlinie
Nach Informationen der Royal Thai Army ereignete sich der Vorfall gegen 8:50 Uhr nahe Phlan Hin Paet Kon in der Provinz Si Sa Ket, einem sensiblen Grenzabschnitt unter Verantwortung der Suranaree Task Force.
Eine reguläre thailändische Grenzpatrouille sei unterwegs gewesen, als kambodschanische Kräfte eine einzelne 40-Millimeter-Mörsergranate abfeuerten, die in der Nähe des thailändischen Patrouillenpunktes detonierte, ohne Schäden oder Verletzte zu verursachen.
Reaktion der thailändischen Truppen
Die thailischen Soldaten hätten daraufhin mit einem M79-Granatwerfer in Richtung des vermuteten Ursprungsortes des Beschusses zurückgeschossen, wie Armee-Sprecher Maj. Gen. Winthai Suvaree am 24. Februar erklärte.
Die Armee betonte, der Einsatz des M79 sei als Warnung zu verstehen und stelle eine Maßnahme der Selbstverteidigung dar, um die eigenen Soldaten zu schützen und das zugewiesene Gebiet zu sichern.
Verstoß gegen Waffenstillstandsvereinbarung
Winthai erklärte, der kambodschanische Schuss verstoße gegen die Waffenstillstandsvereinbarung, die beide Seiten in einer gemeinsamen Erklärung am 27. Dezember 2025 unterzeichnet hätten.
Die Armee wertete den Vorfall als ernste Abweichung von den vereinbarten Mechanismen zur Deeskalation entlang der gemeinsamen, immer wieder spannungsanfälligen Grenze.
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Mögliche Ursache und Sicherheitslage
Eine erste Einschätzung der thailändischen Seite legt nahe, dass der Zwischenfall mit einem Truppenwechsel auf kambodschanischer Seite zusammenhängen könnte, bei dem neu eingesetztes Personal eingesetzt wurde.
Nach Darstellung der Armee könnte mangelnde Vertrautheit dieser Kräfte mit den Abläufen und der Führung vor Ort eine Rolle gespielt haben, während die thailische Seite gleichzeitig ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt und die Lagebeobachtung intensiviert habe.
Priorität Schutz von Soldaten und Zivilisten
Laut Armeeangaben wurden die eingesetzten Einheiten angewiesen, mit erhöhter Vorsicht zu operieren und die Situation entlang der Grenzlinie engmaschig zu überwachen.
Die Streitkräfte betonten, der Schutz von Soldaten und Zivilbevölkerung im Grenzgebiet habe oberste Priorität, während die Lage nach dem begrenzten Schusswechsel vorerst unter Kontrolle geblieben sei.



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