BANGKOK, THAILAND – Ein 24-jähriger US-Staatsbürger, der in Augusta im US-Bundesstaat Georgia wegen eines tödlichen Schusswaffenangriffs gesucht wurde, ist von der thailändischen Immigration Police in Bangkok festgenommen worden. Die Behörden bereiten derzeit seine Abschiebung in die Vereinigten Staaten vor, wo ihm vor einem Gericht in Richmond County ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung und weiterer schwerer Straftaten droht.
Festnahme in Bangkoks Bang-Na-Viertel
Der Verdächtige Cedric Alandus Peters wurde in dieser Woche von Beamten des Immigration Bureau in einem Apartmenthaus in der Soi Sanphawut 2 im Stadtbezirk Bang Na festgenommen.
Nach Angaben der Ermittler verlief der Zugriff in dem Gebäude im Unterbezirk Bang Na Nuea ohne Widerstand oder Zwischenfälle.
Öffentliches Briefing der Einwanderungsbehörde
Die Festnahme wurde am 05. Februar 2026 um 10:30 Uhr im Hauptquartier des Immigration Bureau in Muang Thong Thani in der Provinz Nonthaburi offiziell bekanntgegeben.
Dort erläuterten ranghohe Beamte die internationale Fahndung und den Ablauf der Operation, nachdem zuvor mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden kooperiert worden war.
US-Haftbefehl und schwere Vorwürfe
Auslöser des Einsatzes war laut Pol. Maj. Gen. Panthana Nuchanart, stellvertretender Chef des Immigration Bureau, ein Hinweis des U.S. Office of Foreign Criminal Investigation in Bangkok auf einen gesuchten Schwerverbrecher, der sich als Tourist im Land aufhalte.
Gegen Peters liegt ein Haftbefehl des Richmond Superior Court im Bundesstaat Georgia vor, der ihn unter anderem wegen vorsätzlichen Totschlags, Waffenbesitzes, Einbruchs und Diebstahls zur Fahndung ausschreibt.
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Tödlicher Vorfall in Augusta
Nach Informationen der thailändischen Einwanderungsbehörde sollen die Vorwürfe auf einen Fall vom 21. November 2024 in Augusta, Georgia, zurückgehen, bei dem ein 50-jähriger Mann nach einem Schusswaffeneinsatz ums Leben kam.
Peters soll demnach gemeinsam mit einem zweiten Verdächtigen in das Haus des Opfers eingedrungen sein, Wertgegenstände entwendet und im Verlauf des mutmaßlichen Einbruchs auf den später verstorbenen Chavious Kimmerlin geschossen haben.
Mitbeschuldigter bereits in den USA angeklagt
Der zweite Verdächtige, der 26-jährige De’Narian Cobb, ist in den USA bereits im Januar 2025 festgenommen und angeklagt worden.
Die Ermittlungen in dem Fall werden in den Vereinigten Staaten vom Richmond County Sheriff’s Office geführt, während eine Grand Jury bereits einen Haftbefehl wegen Mordes gegen Peters erlassen hat.
Flucht als Tourist nach Bangkok
Nach dem tödlichen Vorfall soll Peters die USA verlassen und später legal als Tourist nach Thailand eingereist sein, wo ihm zunächst ein regulärer Aufenthalt bewilligt wurde.
Erst nachdem die US-Behörden die thailändische Seite über den Haftbefehl informiert hatten, begann das Immigration Bureau, Reise- und Aufenthaltsdaten auszuwerten und die Suche auf den Großraum Bangkok zu konzentrieren.
Aufklärung, Zugriff und erste Vernehmung
Ermittler der Investigation Division lokalisierten Peters schließlich in dem Apartmentkomplex in der Soi Sanphawut 2, woraufhin ein Zugriffsteam entsandt wurde.
Bei der anschließenden ersten Vernehmung nach der Festnahme bestritt Peters nach Angaben der Behörden die ihm vorgeworfene Tat, weitere Details zu seinen Aussagen wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Aufenthaltsrecht entzogen und Abschiebung eingeleitet
Unmittelbar nach der Festnahme wurde Peters darüber informiert, dass seine Aufenthaltserlaubnis in Thailand widerrufen und sein rechtlicher Status im Land beendet worden sei.
Anschließend wurde er an die Investigation Division, Division 3, überstellt, wo er derzeit in Gewahrsam sitzt, während die formellen Abschiebe- und Übergabeverfahren an die Vereinigten Staaten vorbereitet werden.
Enge Zusammenarbeit mit US-Behörden
Die thailändische Einwanderungspolizei betonte bei der Pressekonferenz die enge Zusammenarbeit mit US-Strafverfolgern in Bangkok, auf deren Geheimdienstinformationen und Verifizierung die Festnahme letztlich beruhte.
Weitere personenbezogene Angaben zu Peters sowie Fotos oder Videoaufnahmen wurden nicht veröffentlicht, und die Beamten verzichteten auf zusätzliche Kommentare über die vorbereitete Stellungnahme hinaus.
Rechtslage und weiterer Ablauf
Nach Darstellung des Immigration Bureau wird Peters ausschließlich auf Grundlage des Ausländer- und Einwanderungsrechts festgehalten, thailändische Strafvorwürfe wurden nicht bekanntgegeben.
Ein genauer Zeitplan für die Überstellung in die USA wurde bislang nicht genannt, die Behörde erklärte lediglich, dass die weiteren Schritte über die etablierten rechtlichen Kanäle abgewickelt würden.
Flucht zwecklos? Wenn internationale Fahndung zuschnappt
Er reiste als Tourist ein – doch hinter der Fassade lief offenbar eine internationale Fahndung. Der Zugriff in Bangkok zeigt erneut, wie eng Sicherheitsbehörden weltweit inzwischen zusammenarbeiten.
Thailand gilt für Millionen Reisende als sicherer Zufluchtsort. Für mutmaßliche Schwerverbrecher scheint dieser Schutz jedoch immer öfter zu bröckeln.
👉 Sollte Thailand noch konsequenter gegen gesuchte Ausländer vorgehen – oder funktioniert die Zusammenarbeit bereits genau so, wie sie sollte? Diskutiere mit.


