BANGKOK, THAILAND – Ein seit 37 Jahren gesuchter Mann aus Hongkong ist in einem Außenbezirk von Bangkok festgenommen worden. Thailändische Spezialeinheiten nahmen den 62-Jährigen fest, der wegen eines mutmaßlichen Mordes von 1989 von den Behörden in Hongkong gesucht wird.
Zugriff in Bangkoker Außenbezirk
Der Verdächtige Mui Yiu Keung, 62 Jahre alt und aus Hongkong stammend, wurde nach Angaben von Pol Col Netiwit Thanasitnitikul in einem Haus mit der Nummer 49/135 im Bezirk Nong Chok festgenommen.
Die Festnahme erfolgte am Montag im Rahmen eines Einsatzes der Crime Suppression Division, die in Thailand für die Bekämpfung schwerer Kriminalität zuständig ist.
Fahndung nach mutmaßlichem Mord von 1989
Auslöser des Zugriffs war ein offizielles Ersuchen der Regierung von Hongkong, die den letzten von insgesamt vier Verdächtigen in einem Tötungsfall aus dem Jahr 1989 verfolgte.
Früher festgenommene Beteiligte hatten ausgesagt, Mui habe das Opfer mit einer Schaufel getötet, bevor die Leiche in Hongkong vergraben worden sei.
Fluchtweg und Leben in Thailand
Die Behörden in Hongkong waren davon ausgegangen, dass Mui bereits 1994 nach Thailand geflohen war, wo er sich jahrzehntelang dem Zugriff entzog.
Bei seiner Vernehmung erklärte der Mann laut Polizei, er sei 1994 eingereist, habe eine kleine Fabrik in der Provinz Samut Prakan betrieben und lebe mit einer thailändischen Ehefrau und drei Kindern.
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Widersprüchliche Angaben zum Beruf
Nach den Angaben von Pol Col Netiwit betrieb der Verdächtige jedoch ein kleines Lokal im Unterbezirk Lam Phak Chi im Distrikt Nong Chok.
Damit lebte der international Gesuchte nach Einschätzung der Ermittler über Jahre relativ unauffällig in einem Randgebiet der Hauptstadt.
Festnahme ohne Papiere und nächste Schritte
Bei der Festnahme führte Mui nach Polizeiangaben keinerlei Ausweisdokumente mit sich, räumte aber nach Befragung ein, tatsächlich Mui Yiu Keung zu sein, der in Hongkong gesucht wird.
Zum Tatvorwurf des Mordes äußerte sich der Verdächtige nicht, wurde wegen illegaler Einreise angeklagt und die Behörden bereiten nun seine Auslieferung nach Hongkong vor.
⏳ Die Vergangenheit verjährt nicht immer
Fast vier Jahrzehnte lang schien dieser Fall vergessen – doch Ermittler geben selbst bei uralten Verbrechen nicht auf. Für Angehörige kann eine späte Festnahme dennoch ein Stück Gerechtigkeit bedeuten.
Der Fall zeigt auch, wie schwer es ist, komplett unterzutauchen. Neue Kooperationen zwischen Behörden und internationale Fahndung machen es zunehmend schwieriger, sich dauerhaft der Justiz zu entziehen.
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