BANGKOK – Die thailändischen Gesundheitsbehörden schlagen Alarm. Die Infektionskrankheit Mpox breitet sich aus, besonders in den großen Touristen-Provinzen. Jetzt wird die Überwachung massiv verschärft und Impfstoffe verteilt.
Die besorgniserregenden Zahlen aus dem DDC
Das Department of Disease Control (DDC) bestätigt: Seit 2022 wurden in Thailand insgesamt etwa 1.000 Mpox-Fälle registriert. Die allermeisten Patienten sind Thais im erwerbsfähigen Alter.
Besorgniserregend ist die Verteilung: Rund 97% der Betroffenen sind männlich. In wichtigen Touristenzentren wurden bereits Fälle bei einheimischen und ausländischen Besuchern festgestellt.
DDC-Chef Dr. Montien Kanasawat betont, die Überwachung werde nun intensiviert. Besonderes Augenmerk liege auf Gebieten mit einem höheren Risikoprofil.
Hotspots: Bangkok, Pattaya, Chiang Mai und Phuket
Die Behörden konzentrieren ihre Maßnahmen auf vier Schlüsselregionen: Bangkok, Chon Buri (Pattaya), Chiang Mai und Phuket. Hier sind die meisten Touristen unterwegs – und hier wird auch geimpft.
Übrigens: ASEAN-Unterstützung erhielt das DDC 2.220 Impfstoff-Fläschchen. Bis zum 16. Januar 2026 wurden bereits 2.175 Dosen in diesen vier Provinzen verteilt.
Geimpft werden vorrangig medizinisches Personal und Personen mit einem höheren Risikoverhalten. Die Impfung folgt den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums.
So wird die Krankheit übertragen
Die Überwachungsdaten zeigen ein klares Bild: Die meisten Infektionen stehen im Zusammenhang mit engem körperlichem Kontakt. Konkret wird vor allem sexueller Kontakt mit unbekannten Partnern als Hauptrisiko genannt.
Das DDC arbeitet mit Netzwerken zusammen, um Risikogruppen gezielt aufzuklären. Die Aufklärungskampagnen behandeln Mpox, HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen.
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Gleichzeitig wird für Safer Sex-Praktiken geworben. Die Botschaft ist klar: Vorsicht und Schutzmaßnahmen sind entscheidend.
Das sind die Symptome von Mpox
Die Behörden raten der Bevölkerung und Touristen, auf typische Symptome zu achten. Dazu gehören Fieber sowie ein auffälliger Hautausschlag mit Pusteln oder Bläschen.
Wer solche Anzeichen bei sich bemerkt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und den Kontakt mit anderen Menschen meiden. Eine frühe Diagnose ist wichtig.
„Vermeiden Sie engen Kontakt mit Personen, die ungewöhnliche Hautausschläge oder Blasen haben“, lautet die offizielle Empfehlung des DDC.
So können Sie sich schützen
Neben Vorsicht bei Kontakten sind grundlegende Hygienemaßnahmen der beste Schutz. Dazu gehören regelmäßiges und gründliches Händewaschen.
Außerdem warnt das DDC davor, persönliche Gegenstände wie Handtücher oder Kleidung mit anderen zu teilen. Dies gilt besonders in gemeinschaftlich genutzten Unterkünften.
Die öffentliche Aufklärung wird über die Kanäle des Gesundheitsministeriums verstärkt. Reisende sollten sich vor und während ihres Aufenthalts informieren.
Appell an Verantwortung und Wachsamkeit
Die thailändischen Behörden betonen, dass die Lage unter Kontrolle sei, aber Wachsamkeit erforderlich bleibe. Es handle sich um eine vermeidbare Krankheit.
Die Kombination aus Überwachung, Aufklärung und Impfung soll eine weitere Ausbreitung verhindern. Der Tourismus, eine Lebensader des Landes, soll nicht gefährdet werden.
Für Urlauber bedeutet dies: Genießen Sie Ihren Aufenthalt, aber seien Sie sich der Risiken bewusst und handeln Sie verantwortungsvoll. Die Gesundheit geht vor.
🗣 Ist Thailand vorbereitet?
Fast 1.000 Fälle, Fokus auf Touristengebiete, Impfkampagnen im Eiltempo. Reichen Aufklärung und Impfstoffe – oder unterschätzt man erneut ein Virus, bis es außer Kontrolle gerät? Was müsste jetzt sofort besser laufen? Schreib offen, was du denkst.



