MAE SOT, THAILAND – Schwere Gefechte zwischen myanmarischem Militär und der Karen National Union (KNU) an der Grenze zu Tak haben dazu geführt, dass Maschinengewehr- und Mörsergranaten auf thailändisches Gebiet einschlugen. Neun Häuser wurden beschädigt, vier Menschen – allesamt Myanmar-Staatsangehörige – wurden verletzt; die thailändische Armee feuerte vier Warnschüsse mit 120-mm-Mörsermunition und legte Protest über das TBC-Gremium ein.
Gefechte den ganzen Tag an der Grenze bei Mae Sot
Seit dem Morgen des 31. März 2026 kommt es im Grenzgebiet gegenüber Ban Mae Kon Ken (Moo 9), Tambon Mahawan, Bezirk Mae Sot (Provinz Tak) zu anhaltenden Kämpfen.
Beteiligt sind laut Bericht Einheiten der myanmarischen Armee (Leichte Infanteriedivision 22) und die Karen National Union (KNU) im Raum Min La Pan/Myawaddy im Karen-Staat.
Geschosse schlagen auf thailändischer Seite ein: Neun Häuser betroffen
Im Tagesverlauf flogen Maschinengewehrsalven und Mörsergranaten unbekannter Herkunft über die Grenze und trafen Wohnhäuser auf thailändischer Seite.
Am Vormittag wurden vier Häuser, am Nachmittag weitere fünf Häuser beschädigt – insgesamt neun Gebäude in den betroffenen Dörfern gegenüber der Kampfzone.
Konkrete Schäden in Ban Mae Kon Ken (Moo 9)
In Ban Mae Kon Ken wurden am Morgen vier Häuser durch Maschinengewehrfeuer getroffen; Einschläge beschädigten Dächer, Wände und Hausrat.
Genannt werden die Häuser von Hom Mueangjaingern (67), Nissan Suphap (52), Jewalee Mueangjaingern (61) und Ko Mueangjaingern (71), alle im Bereich Moo 9, Tambon Mahawan.
Verletzte nach 81-mm-Mörsereinschlag nahe dem Moei-Fluss
Am Nachmittag wurde gegen 15.21 Uhr ein 81-mm-Mörsergeschoss gemeldet, das auf thailändischer Seite rund 200 Meter vom Moei-Fluss entfernt einschlug.
Dabei wurden vier in Thailand lebende Myanmar-Staatsangehörige verletzt: ein 11-jähriger Junge und ein 7-jähriges Mädchen schwer, zudem ein 13-jähriges Mädchen und eine 48-jährige Frau.
Evakuierungen und gemeinsame Patrouillen in Risikogebieten
Der Kamnan von Tambon Mahawan, Montri Suksaat, erklärte, die Kämpfe hielten seit dem Morgen praktisch durchgehend an und träfen die Anwohner in Flussnähe direkt.
Bewohner in der Schusslinie oder in Risikozonen wurden aufgefordert, zu Verwandten in sichere Bereiche auszuweichen; zudem patrouillierten Verwaltung und Sicherheitskräfte gemeinsam in den gefährdeten Dörfern.
Thailändische Reaktion: Vier Warnschüsse und Protest über TBC
Oberst Chanakan Saengsorn, Kommandeur der Task Force Ratchamanu, bestätigte, dass thailändische Kräfte vier Schüsse mit 120-mm-Mörsermunition abgaben, um vor einem Eindringen auf thailändisches Gebiet zu warnen.
Zudem sei der Vorfall an das TBC-Gremium gemeldet worden, verbunden mit der Aufforderung, die Gefechtslinie weiter von Thailand weg zu verlegen, um Auswirkungen auf die Bevölkerung zu verhindern.
Naresuan-Kräfte: Einsatz nach ROE und Meldung an Regionalkommando
Generalmajor Maitree Chupricha, Kommandeur der Naresuan-Kräfte, berichtete von einem Gefecht um 16.10 Uhr nahe Ban Nila Pan auf myanmarischer Seite, bei dem Geschosse unbekannter Art nach Thailand übergingen und in Ban Huai Mahawong einschlugen.
Er meldete die Lage an den Befehlshaber der 3. Armeeregion und ließ nach Genehmigung vier Rauchgranaten als Warnung abfeuern; die Naresuan-Kräfte betonten die strikte Einhaltung der Rules of Engagement (ROE).
Deine Meinung
Wie sollte Thailand deiner Ansicht nach auf grenzüberschreitenden Beschuss reagieren, wenn Kämpfe im Nachbarland auf Wohngebiete übergreifen?
Schreib in die Kommentare, ob du Warnschüsse und diplomatische Proteste für ausreichend hältst – oder ob es zusätzliche Schutzmaßnahmen für Anwohner und Migranten in der Grenzregion braucht.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: