PHUKET, THAILAND – An einem abgeschiedenen Strand bei Rawai haben Berichte über nackte Badegäste eine Debatte über öffentliche Moral, Gesetzestreue und das Tourismus-Image der Insel ausgelöst. Anwohner fordern von den zuständigen Behörden klare Regeln für den als „Shadow Beach“ bekannten Strandabschnitt.
Facebook-Post löst öffentliche Debatte aus
Auslöser war ein Beitrag der Facebook-Seite „Phuket Info Center“ vom 2. März 2026. Die Seite veröffentlichte vier Fotos von ausländischen Besuchern, die nach Angaben der Seite nackt an einem Strand im Unterbezirk Rawai sonnten.
Der Beitrag fragte, ob ein sogenannter „Nude Beach“ auf Phuket angemessen sei und ob Nacktheit an einem öffentlichen Strand die Moralvorstellungen und das Tourismus-Image der Insel beeinträchtige.
Lage und Charakter des Shadow Beach
Der Strand liegt vor Laem Phromthep und ist nur über einen schmalen Naturpfad durch das als „Soi Shadow“ bekannte Gebiet erreichbar. Der Fußweg beträgt rund 600 bis 800 Meter.
Der abgelegene Abschnitt hat sich unter ausländischen Besuchern als informeller Treffpunkt für FKK-Gänger etabliert. Eintrittsgelder werden nicht erhoben; das Gelände gilt als öffentliches Land ohne privaten Betreiber.
Besucher und Dauer der Nutzung
Den örtlichen Berichten zufolge handelt es sich bei den Besuchern hauptsächlich um russische und europäische Touristen sowie im Süden der Insel ansässige Expatriates.
Die Nutzung soll seit knapp einem Jahr andauern. Männer und Frauen liegen den Schilderungen zufolge teils vollständig nackt, teils im Bikini – vor allem nachmittags bis in den Abend – nahezu täglich am Strand.
Widerstand aus der Gemeinde Rawai
Vertreter der Gemeinschaft in Rawai lehnen die Nutzung des öffentlichen Strands zum Nacktbaden ab. Sie stufen das Verhalten als unvereinbar mit kulturellen Normen und geltenden Vorschriften ein.
Nach Angaben der Anwohner hat die Situation bei zahlreichen Einwohnern Unbehagen ausgelöst. Sie fordern, dass die zuständigen Stellen einschreiten.
Forderungen an Behörden und Tourismusinstitutionen
Anwohner riefen zuständige Stellen dazu auf, den Fall zu prüfen und Maßnahmen festzulegen. Angesprochen wurden die Gemeindeverwaltung Rawai, die Polizeiwache Chalong, das Provinz-Kulturamt Phuket sowie das TAT-Büro Phuket.
Dabei betonten sie, es gehe nicht um Einschränkungen in privaten Räumen wie Hotelzimmern oder Villen, sondern um Verhalten an für alle zugänglichen Stränden, das mit Gesetz und sozialen Normen in Einklang stehen müsse.
Rechtlicher Rahmen für öffentliche Nacktheit in Thailand
Nach Paragraf 388 des Strafgesetzbuchs kann öffentliche Nacktheit als unzüchtige Handlung gewertet und mit einer Geldstrafe von bis zu 5.000 Baht geahndet werden.
Kritiker der Praxis am Shadow Beach verweisen ausdrücklich auf diese gesetzliche Grundlage und fordern deren Durchsetzung vor Ort.
Geteilte Reaktionen in sozialen Medien
Die Reaktionen in sozialen Medien fallen gemischt aus. Manche Nutzer verweisen darauf, dass entsprechendes Verhalten von Urlaubern seit Jahren vorkomme und bislang toleriert worden sei.
Andere plädieren für eine klarere Kommunikation gegenüber Touristen über kulturelle Gepflogenheiten und Verhaltensregeln, um ähnliche Konflikte künftig zu vermeiden.



Respekt heißt Respekt. Wenn es in Thailand verboten ist und als unangemessen wahrgenommen wird, dann sollte man das respektieren und nicht seine eigenen Gesetze machen. Aber die eigenen Wünsche über Gesetze stellen, ist ja heute gang und gäbe. Man finanziert ja persönlich ganz Thailand. Und übrigens schon im voraus: ein Verstoß rechtfertigt keinen anderen.