Bangkoks neue Park-Revolution: Stadt verdient 30 Millionen Baht extra
Bangkok startet eine digitale Park-Revolution: Die Stadtverwaltung BMA hat gemeinsam mit der Digital Economy Promotion Agency eine cityweite „Parking Sharing“-Initiative gestartet. Leerstehende Parkplätze von Privatfirmen und Behörden werden digital gebündelt – das bringt mehr Komfort für Fahrer und satte 30 Millionen Baht (ca. 750.000 Euro) zusätzliche Einnahmen pro Jahr!
So funktioniert’s
Herzstück der Initiative ist eine digitale Plattform, die bisher ungenutzte Parkflächen zusammenführt. Regierungsbehörden können ihre Parkplätze an Wochenenden und Feiertagen der Öffentlichkeit anbieten, Bürogebäude in der Nähe großer Veranstaltungsorte während Events. So müssen keine teuren neuen Parkhäuser gebaut werden – bestehende Kapazitäten werden einfach besser genutzt.
Die Technologie kommt von der „Jordsabuy“-Plattform (deutsch: Einfach Parken), entwickelt von Inflite Co. Ltd. Bereits die Pilotphase an Standorten wie dem Bang Lamphu Parkhaus und der Song Wat Road zeigte: Die digitale Abrechnung steigert Effizienz und Einnahmen deutlich.
Hightech macht’s möglich
Das System setzt auf modernste Technik: Cloud Parking POS-Geräte für die mobile Gebühreneintreibung auf der Straße, KI-gestützte Nummernschilderkennung für berührungsloses Parken in Mehrstellernhäusern. Gouverneur Chadchart Sittipunt und Vizegouverneur Wisanu Subsompon zeigten sich nach der Präsentation durch DEPA-Vertreter Passakon Prathombutr begeistert.
„Durch Automatisierung reduzieren wir manuellen Aufwand und minimieren Einnahmeverluste“, erklärt ein DEPA-Sprecher. Die Technologie erkennt automatisch einfahrende und ausfahrende Fahrzeuge – ohne lästige Papier-Tickets.
Win-Win für Stadt und Bürger
Die Vorteile sind vielfältig: weniger Parksuchverkehr, entspanntere Anwohner und zufriedenere Touristen. „Wir schaffen mehr Komfort für alle“, betont die DEPA. Gleichzeitig generiert die Stadt dringend benötigte Einnahmen, die in weitere Verbesserungen der Infrastruktur fließen können.
Für Grundstückseigentümer lohnt sich die Teilnahme ebenfalls: Sie erhalten Mieteinnahmen für bisher ungenutzte Flächen. Ein Parkplatz-Sharing-Modell also, das für alle Beteiligten Vorteile bringt.
Teil von Bangkoks Smart-City-Strategie
Die Parking-Sharing-Initiative ist Teil der umfassenderen Smart-City-Strategie Bangkoks. Die Stadt will digitale Systeme konsequent in das urbane Management integrieren – von der Verkehrssteuerung bis zur Abfallwirtschaft.
Der vollständige Rollout des Parking-Sharing-Systems wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Doch die ersten Ergebnisse der Pilotphase stimmen optimistisch: weniger Stau, höhere Einnahmen, zufriedenere Bürger. Eine echte Win-Win-Situation für die Mega-City.
Was bedeutet das für Bangkoks Zukunft?
Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte es zum Vorbild für andere thailändische Städte werden. Die Technologie ist skalierbar und ließe sich problemlos auf Chiang Mai, Phuket oder Pattaya übertragen.
Bangkok geht innovative Wege, um seine Verkehrsprobleme zu lösen. Und die 30 Millionen Baht zusätzliche Einnahmen pro Jahr werden sicherlich nicht schaden.
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Wird die digitale Park-Initiative Bangkoks Verkehrschaos wirklich entlasten – oder ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
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