Thailand verschärft Regeln:
Ride-Hailing-Fahrer brauchen ab Oktober Spezial-Genehmigungen
Bangkok – Ab Oktober 2025 wird sich Thailands Fahrdienst-Branche grundlegend ändern: Die Electronic Transactions Development Agency (ETDA) hat in der Royal Thai Government Gazette neue Vorschriften veröffentlicht, die alle Fahrer von Grab, Bolt und ähnlichen Plattformen treffen. Kern der Neuerung: Jeder Fahrer muss sein Fahrzeug als gewerblichen Transport registrieren lassen und einen öffentlichen Führerschein vorweisen können. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert Sperrungen oder Bußgelder.
Das müssen Fahrer jetzt tun
1. Gelbe Kennzeichen: Autos mit vier oder mehr Türen benötigen künftig die typischen gelben Nummernschilder für gewerbliche Fahrzeuge.
2. Öffentlicher Führerschein: Neben dem normalen Führerschein ist ein Zusatzschein nötig, der über die DLT-Website (www.dlt-elearning.com) beantragt werden kann. Voraussetzung: ein ärztliches Attest und ein gültiger Privatführerschein.
3. Dokumenten-Update: Alle Unterlagen müssen in den Profilen der Fahrdienst-Apps hinterlegt werden, sonst droht Account-Sperre.
Kosten und Fristen
Die Umstellung wird für viele Fahrer teuer:
– Fahrzeug-Ummeldung: mehrere tausend Baht (je nach Fahrzeugtyp)
– Führerschein-Gebühren: 100–500 Baht
Die ETDA gibt den Betroffenen 90 Tage Zeit – die Deadline endet Anfang Oktober. Einige Plattformen wie Grab wollen mit Zuschüssen bei den Kosten helfen.
Warum die neuen Regeln?
Die Regierung argumentiert mit mehr Sicherheit und Kontrolle. Bisher operierten viele Fahrer in einer Grauzone – jetzt sollen alle den gleichen Standards wie Taxis unterliegen. Kritiker befürchten jedoch, dass tausende Fahrer die Branche verlassen könnten, weil der bürokratische Aufwand zu hoch ist.
Eine Zäsur für Thailands Ride-Hailing-Szene – wer nicht umrüstet, fliegt raus!



