Thailands Fahrer rebellieren: Neue Digital-Gesetze bedrohen Existenz
Ein landesweiter Aufschrei geht durch Thailand: Tausende Ride-Hailing-Fahrer von Plattformen wie Grab und Bolt kämpfen um ihre Existenz. Neue Digitalvorschriften, die am 3. Oktober 2025 in Kraft treten, könnten massenhafte Kontosperrungen auslösen – die Fahrer fordern jetzt ultimativ moderne Gesetze und effizientere Behörden.
Bürokratie-Wahnsinn macht legale Arbeit unmöglich
Die neuen Vorschriften der Electronic Transactions Development Agency (ETDA) verlangen, dass alle Fahrer ihre Fahrzeuge als öffentliche Verkehrsmittel registrieren und eine öffentliche Fahrerlaubnis beantragen. Doch in der Praxis stößt diese Regelung auf massive Hürden.
Monthita Praditpol aus Bangkok bringt es auf den Punkt: „Wir wollen legal arbeiten, aber das System unterstützt uns nicht.“ In vielen Provinzen dauert die Terminvergabe für den Führerschein Monate, Walk-In-Optionen sind wegen Personalmangels kaum verfügbar. Selbst bei vorzeitiger Erfüllung aller Anforderungen wird der ursprüngliche Termin nicht storniert – eine massive Verschwendung knapper Kapazitäten.
Digitale Steinzeit:
Behörden-Chaos kostet Zeit und Geld
Die Probleme gehen weit über die Terminvergabe hinaus: Führungszeugnisse, die früher an einem Tag bearbeitet wurden, benötigen jetzt Wochen. Der Grund: Der digitale Datenaustausch zwischen dem Department of Corrections und dem Department of Land Transport ist zusammengebrochen.
Hinzu kommt eine Papierflut: Fahrer müssen Dokumente persönlich einreichen, es gibt keine digitale Integration zwischen Behörden und Firmen. Die Folge: verlorene Unterlagen, Doppelarbeit und monatelange Verzögerungen.
Tourismus-Hotspots besonders betroffen
Korpakrit Chaipurivong aus Phuket warnt vor den wirtschaftlichen Folgen: „Phuket ist ein Tourismus-Zentrum. Wenn Fahrer wegen unpraktischer Gesetze blockiert werden, schadet das dem Tourismus, lokalen Dienstleistungen und der Wirtschaft.“
In Chiang Mai kritisiert Natdanai Mongkolphongsakorn die veralteten Technikvorschriften: „Das Gesetz begrenzt Motorräder auf 125cc, aber viele Fahrer nutzen größere, sicherere Fahrzeuge. Wir brauchen moderne Vorschriften wie unsere Nachbarländer.“
Forderungen an die Regierung
Die Fahrervertreter haben klare Forderungen:
✔ Modernisierung der Terminbuchungssysteme mit höheren Kontingenten
✔ Wiederherstellung digitaler Hintergrundüberprüfungen zwischen Behörden
✔ Digitalisierung der Dokumentenbearbeitung mit einheitlichen Systemen
✔ Aktualisierung veralteter Fahrzeuggesetze und Kapazitätsbegrenzungen
✔ Übergangsfristen und Unterstützungsprogramme zur Minimierung von Einkommensverlusten
Wettlauf gegen die Zeit
Mit dem Stichtag 3. Oktober 2025 im Nacken wird die Situation immer dramatischer. Thotsaphon Kamor aus Chonburi weist auf ein grundsätzliches Problem hin: „Viele Fahrer besitzen ihre Motorräder nicht, aber die aktuellen Gesetze erlauben keine Registrierung auf den Namen des Mieters oder von Verwandten.“
Diese Bewegung ist mehr als nur der Protest einer Berufsgruppe – es ist ein Weckruf für Thailands öffentliche Systeme, im digitalen Zeitalter anzukommen. Während das Land KI und digitalen Handel umarmt, müssen Gesetze und Infrastruktur mit der Realität Schritt halten.
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Es ist weitherum bekannt, dass die normalen Taxis, sagen wir es elegant, gewisse Möglichkeiten haben, es den Anderen schwer zu machen.