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Neujahr fordert 171 Tote in vier Tagen

Neujahr fordert 171 Tote in vier Tagen
The Nation

BANGKOK – Die Zahlen schockieren das Land: In den ersten vier Tagen des Jahres 2026 starben 171 Menschen auf Thailands Straßen. Raserei und Alkohol am Steuer verwandelten die Feiertage in eine tödliche Gefahr.

Ein einzelner Tag: 187 Unfälle, 21 Tote

Allein am 3. Januar, dem vierten Tag der Sicherheitskampagne, gab es 187 Verkehrsunfälle. Dabei wurden 185 Menschen verletzt und 21 getötet.

Die Hauptursachen waren erschreckend klar: Rasen (35,29%) und Alkohol am Steuer (21,39%). Die mit Abstand größte Gefahr ging von Motorrädern aus, die an 72,94% aller Crashs beteiligt waren.

Die meisten Unfälle passierten auf geraden Straßenabschnitten (86,10%), besonders auf Landesstraßen (47,06%). Die gefährlichste Zeit: zwischen 15:01 und 18:00 Uhr.

Vier-Tage-Bilanz: Eine nationale Tragödie

Die kumulierte Bilanz vom 30. Dezember 2025 bis 2. Januar 2026 ist vernichtend. Landesweit kam es zu 991 Unfällen mit 956 Verletzten.

Die traurige Zahl von 171 Todesopfern macht sprachlos. Besonders junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren waren betroffen.

Die Hotspots sind deutlich: Phuket verzeichnete die meisten Unfälle (39) und Verletzungen (43). Bangkok führt die schreckliche Statistik der Todesfälle mit 14 Opfern an.

Justizminister warnt vor Alkohol am Steuer

Justizminister Polizeileutnant General Rutthapon Naowarat präsentierte beängstigende Zahlen aus dem Bewährungssystem. Am 2. Januar gab es 1.401 neue Fälle, davon 1.349 wegen Alkohol am Steuer.

In der Provinz Nonthaburi wurde mit 290 Fällen der traurige Spitzenwert erreicht. Über den gesamten Vier-Tage-Zeitraum machten Trunkenheitsfahrten 94,39% aller neuen Bewährungsfälle aus.

„Wir erwarten weiterhin viel Verkehr auf den Hauptstrecken“, so der Minister. Er forderte schärfere Kontrollen und appellierte an die Vernunft aller: „Fahrt nicht betrunken!“

Versicherungsschutz: Jeder zweite ohne Deckung

Die Aufsichtsbehörde für Versicherungen (OIC) liefert weitere alarmierende Daten. Von 186 registrierten Todesfällen waren nur 112 Opfer versichert.

Bei den hochriskanten Motorrädern ist die Lage katastrophal: Von 4.803 involvierten Maschinen waren 2.473 völlig unversichert. Das sind mehr als die Hälfte.

Die finanziellen Folgen für die Familien der Opfer sind oft verheerend. Die Versicherer haben bisher erst für 27 der versicherten Todesfälle Entschädigungen gezahlt.

Was die Zahlen wirklich bedeuten

Diese Statistiken sind kein Zufall, sondern Symptom tiefgreifender Probleme. Die Kultur des Rasens und der leichtsinnige Umgang mit Alkohol kosten jedes Jahr Hunderte Leben.

Die mangelnde Durchsetzung von Verkehrsregeln, besonders bei Motorrädern, und der fehlende Versicherungsschutz verschärfen die Krise.

Thailand steht vor einer riesigen Herausforderung. Appelle allein reichen nicht. Es braucht harte Konsequenzen, bessere Infrastruktur und ein Umdenken jedes Einzelnen.

So könnte es besser werden

Experten fordern seit Jahren null Toleranz bei Alkohol am Steuer und massive Geschwindigkeitskontrollen mit Blitzern. Die Helmpflicht auf Motorrädern muss rigoros durchgesetzt werden.

Die Verpflichtung zur Kfz-Haftpflichtversicherung muss endlich für alle Fahrzeuge gelten. Aufklärungskampagnen müssen insbesondere junge Fahrer erreichen.

Bis dahin bleibt jede Reise auf Thailands Straßen ein Risiko. Die Bilanz der ersten vier Tage des Jahres ist ein Weckruf, der nicht ignoriert werden darf.

🗣 Warum lernen wir nichts aus diesen Zahlen?

Jahr für Jahr dieselben Muster: Tempo, Alkohol, Motorräder.
Trotz Kampagnen, Kontrollen und Appellen steigen die Zahlen weiter.

Reichen punktuelle Maßnahmen – oder braucht es endlich strukturelle Eingriffe wie strengere Fahrzeugprüfungen, echte Null-Promille-Kontrollen und lückenlose Versicherungspflicht?

Was müsste sich jetzt ändern, damit diese Bilanz nicht zur jährlichen Routine wird?

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Quelle: The Nation

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