Neujahr unter Alkohol: Tausende vor Gericht

Neujahr unter Alkohol: Tausende vor Gericht
The Nation

BANGKOK – Die Zahlen sind ein Schock. In den ersten fünf Tagen der Neujahrs-Kontrollen hat die Polizei in Thailand fast 3.000 Fahrer unter Alkoholeinfluss erwischt. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

Nonthaburi ist trauriger Spitzenreiter

Das Department of Probation zog am 3. Januar eine erste, erschreckende Bilanz. Vom 30. Dezember bis 3. Januar landeten 3.123 Verkehrssünder im Probations-System.

Das schlimmste Delikt: Alkohol am Steuer. Ganze 2.957 Fälle machen 95 Prozent aller Vergehen aus.

Die traurige Nummer Eins ist die Provinz Nonthaburi mit 290 Alkoholfahrten. Gefolgt von Bangkok (241) und Samut Prakan (178).

Drogen und Rasen spielen kaum eine Rolle

Überraschend gering ist die Zahl der Drogenlenker. Nur 160 Fälle (5,1%) wurden registriert. Rücksichtsloses Fahren gab es vier Mal.

Nur zwei Fälle von Straßenrennen verzeichnete die Statistik, wobei erhöhte Geschwindigkeit doch auch eine Rolle spiele. „Die Hauptgefahr bleibt eindeutig der Alkohol“, so Polizeihauptmann Piya Raksakul.

Am 3. Januar, einem Gerichtsfeiertag, gingen 164 neue Fälle ein. Alle waren Trunkenheitsfahrten.

Ein leichter Rückgang – aber kein Grund zur Freude

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Alkoholsünder leicht gesunken. 2025 waren es am selben Stichtag noch 223 Fälle, 2026 nur noch 164.

Das ist ein Rückgang um 59 Fälle. Die Behörden werten dies als Erfolg der verschärften Kontrollen und Aufklärung.

Doch die absolute Zahl von fast 3.000 Betrunkenen hinter dem Steuer in fünf Tagen bleibt untragbar hoch. Jeder Einzelfall ist eine potenzielle Todesgefahr.

Warum die Kontrollen so wichtig sind

Die „Sieben Gefährlichen Tage“ zu Neujahr sind jedes Jahr eine traurige Bilanz auf Thailands Straßen. Alkohol ist der Hauptunfallgrund.

Die massiven Kontrollen an Checkpoints sollen abschrecken. Wer erwischt wird, landet im Probations-System mit Auflagen und muss mit dem Führerscheinentzug rechnen.

„Jeder verhinderte Alkoholfahrer ist ein potenziell gerettetes Leben“, betont ein Polizeisprecher. Die Kontrollen retten laut Statistik nachweislich Leben.

Konsequenzen für die Sünder

Die erwischten Fahrer müssen mit harten Strafen rechnen. Dazu gehören hohe Geldstrafen, der sofortige Entzug der Fahrerlaubnis und eine Bewährungsstrafe.

Im Wiederholungsfall droht sogar Gefängnis. Die Behörden haben keine Toleranz mehr für dieses rücksichtslose Verhalten.

Die Probation bedeutet Meldepflicht, soziale Arbeit und oft Alkohol-Therapieprogramme. Ein langer Weg zurück zur Normalität.

Appell an alle Autofahrer

Die Bilanz zeigt: Das Problem ist trotz aller Kampagnen riesig. Die Polizei wird die Kontrollen auch nach den Feiertagen fortsetzen.

Der Appell an alle Fahrer ist klar: Finger weg vom Alkohol, wenn ihr fahrt! Nutzt Taxis, Ride-Hailing-Dienste oder einen nüchternen Fahrer.

Jeder Einzelne trägt Verantwortung. Die nächste Kontrolle könnte über Leben und Tod entscheiden – das eigene und das anderer.

🗣 Abschreckung oder Gewohnheit – Was wirkt wirklich?

Fast alle Fälle drehen sich um Alkohol am Steuer – trotz Kontrollen, Strafen und jahrelanger Warnungen.
Ist das bereits ein Erfolg, weil die Zahlen leicht sinken? Oder ein Alarmzeichen, weil sich kaum etwas ändert?

Braucht es noch härtere Strafen, mehr Kontrollen – oder ein grundsätzliches Umdenken in der Gesellschaft?
Was würde deiner Meinung nach wirklich Leben retten?

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Quelle: The Nation

3 Kommentare zu „Neujahr unter Alkohol: Tausende vor Gericht

  1. „Braucht es noch härtere Strafen, mehr Kontrollen – oder ein grundsätzliches Umdenken in der Gesellschaft ?“ – BEIDES, aber vor allem letzteres! Es ist die grundsätzliche Einstellung bei vielen!

  2. Ueber die Festtge wird kontrolliert, nächster „Grossanlass“ Songran, ebenfalls wieder Kontrollen.
    Während dem Rest des Jahres , keine Kotrollen, es wird weiter gesoffen und, eine Aenderung ist nicht in Sicht. Von
    Umdenken keine Spur!!

  3. Der thailändische Straßenverkehr ist nicht an 2 x 7 Tagen gefährlich, vielmehr an 365.
    Ohne drakonische Strafen wird sich daran nichts ändern.

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