Nigerianischer Kokain-Ring in Bangkok zerschlagen

Nigerianischer Kokain-Ring in Bangkok zerschlagen
Khaosod

Nigerier und Thai-Freundin bauen Kokain-Imperium in Bangkok auf

Paar schmuggelte sich illegal über Laos 
Rauschgift verkauft 

Drogen in Bangkok! Ein 33-jähriger Nigerianer und seine thailändische Freundin wurden in Samut Prakan verhaftet, nachdem sie ein lukratives Kokain-Geschäft in der Hauptstadt aufgebaut hatten. Ukwe Vincent Chisom und seine 30-jährige Partnerin Kesinee, genannt „Lek“, hatten sich illegal über die Grenze von Laos nach Thailand geschmuggelt und schnell ein strukturiertes Drogennetzwerk etabliert. Die Verhaftung durch Beamte des Metropolitan Police Bureau erfolgte nach einem Tipp eines örtlichen Informanten in Bangkok. Das Paar wurde in einer Eigentumswohnung in der Srinakarin Road im Unterbezirk Samrong Nuea aufgespürt, die sowohl als Wohnsitz als auch als Verteilungszentrum diente. 

Die Ermittlungen der Rauschgiftkriminalpolizei (NSB) begannen, nachdem ein Informant die Kokainverkäufe des Ausländers in Sukhumvit gemeldet hatte. Das Kinderschutz- und Frauenschutzdezernat verfolgte das Paar, bevor es zur Verhaftung kam. Bei der Razzia beschlagnahmten die Beamten 99 Gramm Kokain der Kategorie 2, drei Mobiltelefone und andere Gegenstände im Zusammenhang mit schweren Drogendelikten. Die Polizei schätzte den Gesamtwert der Beweise auf über 700.000 Baht (etwa 19.100 Euro).

Strukturiertes Netzwerk mit klarer Arbeitsteilung

Die kriminelle Organisation war perfekt durchorganisiert: Chisom kaufte das Kokain im Sukhumvit-Gebiet und verteilte die Drogen anschließend in Srinakarin. Seine thailändische Partnerin Kesinee verwaltete das Bankkonto, das für den Erhalt von Zahlungen aus den Verkäufen verwendet wurde. Die Beamten beschrieben ihr Vorgehen als strukturierte, gemeinsame Anstrengung zum Verkauf von Betäubungsmitteln. Das Paar war über natürliche Grenzübergänge in der nordöstlichen Provinz Nong Khai nach Thailand eingereist, die eine ausgedehnte Grenze zu Laos hat. 

Während der Befragung gestanden beide Verdächtigen. Chisom gab zu, Kokain lokal gekauft und weiterverkauft zu haben, während Kesinee bestätigte, Logistik und Finanztransaktionen zu übernehmen. Die Eigentumswohnung diente nicht nur als Wohnsitz, sondern auch als Verteilungszentrum, wobei das Zimmer für Banktransaktionen genutzt wurde, um Beweise zu verschleiern. Die Polizei warnte, dass solche Arrangements die strafrechtliche Haftung nach thailändischem Recht erhöhen. Beide Verdächtigen sehen sich nun mehrfachen Anklagen gegenüber, darunter dem gemeinsamen Vertrieb von Betäubungsmitteln der Kategorie 2 ohne Genehmigung und für den Ausländer zusätzlich illegale Einreise und Aufenthalt.

Nigerianische Netzwerke dominieren Thailands Drogenhandel

Der Fall ist kein Einzelfall! Es besteht seit langem Besorgnis über die Rolle nigerianischer Staatsangehöriger, die sowohl in den Drogenhandel als auch in Online-Romance-Betrug in Thailand verwickelt sind. Die Polizei hat in vergangenen Fällen eine Überschneidung zwischen beiden festgestellt. In ganz Thailand sind Nigerianer stark in den Betrieb von Drogennetzwerken involviert. Insbesondere bei der Einfuhr von Kokain wurden viele abgefangene Sendungen mit Tätern aus Nigeria in Verbindung gebracht, die versucht haben, die Substanz mit Drogenkurieren aus dem Ausland zu importieren. 

Erst im August enthüllte die Polizei von Koh Samui, dass zwei Brasilianer, die dort wegen des Schmuggels von Kokain im Wert von 20 Millionen Baht (etwa 546.000 Euro) in ihrem Gepäck verhaftet wurden, von einem nigerianischen Drogenkartell geleitet wurden. Das Paar, Diego dos Santos Silva (35) und Fernanda Gabriele Lorenco de Andrade (25), wurde in einem Bangkok Airways-Flug von Bangkok verhaftet. Hochrangige Polizeibeamte überwachten die Operation, darunter Polizei-Oberstleutnant Yotsanin Prasertsopa, Superintendent der NSD-Abteilung, sowie Kommissar Polizei-Generalleutnant Siam Bunsom und sein Stellvertreter Polizei-Generalmajor Noppasin Poolsawat.

Null-Toleranz-Politik gegen internationale Drogenkriminalität

Die Behörden betonten, dass diese Verhaftung Teil laufender Bemühungen zur Bekämpfung organisierter Drogenkriminalität ist. Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen, einschließlich der Kinder- und Frauenschutzabteilung, war entscheidend für die Festnahme der Verdächtigen. Die Beamten lobten diese Operation als Modell für behördenübergreifende Effizienz. Die Beweissammlung folgte strikten Verfahren, wobei die Ermittler alle beschlagnahmten Drogen, Telefone und anderen Gegenstände sorgfältig dokumentierten. Die Banktransaktionen des Paares wurden verfolgt und verifiziert, was zusätzliche Beweise für die Anklage lieferte. 

Die Beamten warnten, dass die Verhaftung Thailands Null-Toleranz-Politik gegenüber Betäubungsmittelhandel demonstriert und hoben die Gefahren ausländischer und lokaler krimineller Partnerschaften hervor. Das thailändische Recht verhängt harte Strafen, einschließlich langjähriger Haftstrafen und hoher Geldstrafen. Am Dienstag wurden der Nigerianer und seine thailändische Freundin zur Polizeistation Samrong Nuea für weitere Bearbeitung und rechtliche Verfahren gebracht. Die Ermittler betonten, dass die Untersuchungen aktiv bleiben, um potenzielle Komplizen zu identifizieren, während die Polizei weiterhin Hochrisikogebiete ins Visier nimmt, um illegale Drogenaktivitäten zu verhindern.

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