Nipah-Alarm: Thailand reagiert

Nipah-Alarm: Thailand reagiert
The Nation

BANGKOK, THAILAND – Die thailändischen Behörden haben nach eigener Darstellung bislang keinen einzigen Fall des gefährlichen Nipah-Virus im Land festgestellt und setzen auf verschärfte Kontrollen im internationalen Reiseverkehr.

Klare Lageeinschätzung der Regierung

Nach Angaben von Natthriya Thaweevong, Ständige Sekretärin im Ministerium für Tourismus und Sport, seien in Thailand bislang weder Infektionen mit dem Nipah-Virus noch Hinweise auf eine Übertragung im Inland registriert worden.

Die Spitzenbeamtin verwies auf einen aktuellen Bericht der Abteilung für Seuchenkontrolle im Gesundheitsministerium, der die bislang fehlenden Nachweise von Nipah-Fällen bestätigte.

„Ich möchte bestätigen, dass Thailand strenge Maßnahmen zur Verhinderung und Überwachung einer Einschleppung durch internationale Reisende hat, damit es zu keiner Verbreitung des Nipah-Virus in Thailand kommt“, erklärte Natthriya.

Verschärfte Kontrollen an Flughäfen und Grenzpunkten

Das Tourismusministerium hat nach eigenen Angaben Gespräche mit der Abteilung für Seuchenkontrolle, dem Gesundheitsministerium und der Einwanderungsbehörde geführt. Ziel ist es, einheitliche Leitlinien für Überwachung, Screening und Quarantäne an internationalen Kontrollpunkten festzulegen.

An Flughäfen und anderen Grenzstellen werden die Vorgaben an internationale Standards angepasst. Dort greifen laut Behörden strenge Verfahren an den Kontrollstellen für übertragbare Krankheiten. Die Abteilung für Seuchenkontrolle habe die Passagierkontrollen für Reisende aus als riskant eingestuften Ländern oder Regionen noch einmal deutlich verschärft. Eingesetzt werden:
epidemiologische Überwachung
Temperaturmessungen
Befragungen zu Reiseroute und Symptomen
Isolation und sofortige Überweisung Verdächtiger in das öffentliche Gesundheitssystem

Diese Maßnahmen orientieren sich nach Behördenangaben an den International Health Regulations (IHR).

Nipah-Virus als gefährliche Zoonose eingestuft

Die Abteilung für Seuchenkontrolle bezeichnet das Nipah-Virus als gefährliche übertragbare Krankheit, die sich von Tieren auf Menschen und in manchen Fällen auch von Mensch zu Mensch ausbreiten könne.

Wegen dieses Profils sei engmaschige Überwachung zwingend notwendig. Thailand verfüge über Laborkapazitäten, ein Ermittlungssystem für Krankheitsausbrüche sowie ein landesweites Überwachungsnetz, das verdächtige Fälle rasch diagnostizieren und eindämmen könne.

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Tourismus: Sicherheit soll Vertrauen sichern

Für den wichtigen Tourismussektor arbeitet das Ministerium für Tourismus und Sport nach eigenen Angaben eng mit dem Gesundheitsministerium und den Grenzschutzbehörden zusammen. Ziel ist es, die Gesundheitssicherheit sowohl für Besucher als auch für die lokale Bevölkerung zu stärken.

„Ich möchte Touristen zusätzlich versichern, dass Reisen in Thailand weiterhin sehr sicher sind, gestützt auf ein starkes öffentliches Gesundheitssystem, das internationalen Standards entspricht“, so Natthriya.

Das Ministerium betont, man werde die Zusammenarbeit mit allen zuständigen Stellen fortsetzen, um Gesundheit und Sicherheit von Touristen zu schützen und das Vertrauen in Thailand als Reiseziel dauerhaft zu erhalten.

Appell an Reisende und Bevölkerung

Die Behörden rufen zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Informationen auf. Natthriya forderte Touristen und die Öffentlichkeit auf, offiziellen Mitteilungen zu folgen und ungeprüfte Berichte nicht weiterzuverbreiten.

Wer nach einer Auslandsreise Symptome entwickle, solle umgehend ärztliche Hilfe suchen und Reiseverläufe offenlegen, damit Diagnose, Behandlung und Infektionskontrolle effektiv durchgeführt werden können.

Wesentliche Empfehlung der Behörden:
offizielle Informationskanäle nutzen
keine unbestätigten Meldungen teilen
bei Beschwerden nach Auslandsaufenthalt sofort medizinische Hilfe suchen
Ärzte aktiv über die eigene Reisetätigkeit informieren

🦠 Neue Virus-Gefahr – reicht Thailands Schutzschild aus?

Die Regierung meldet: kein Nipah-Virus im Land – doch Kontrollen an Flughäfen und Grenzen werden massiv verschärft. Behörden beschwichtigen, Experten mahnen zur Wachsamkeit.
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Quelle: The Nation

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