PHUKET, THAILAND – Nach dem Untergang des Frachters SEALLOYD ARC vor rund drei Wochen kämpft Phuket weiter mit Ölverschmutzungen rund um Mu Koh Racha. Behörden melden zwar Fortschritte bei der Reinigung der Strände und beim Abdichten des Wracks, warnen aber vor möglichen Langzeitfolgen für empfindliche Meeresökosysteme und den Tourismus.
Wrack und anhaltende Ölteppiche
Das unter Panama-Flagge fahrende Containerschiff SEALLOYD ARC war am 7. Februar mit 297 Containern an Bord zwischen Phromthep Cape und Koh Kaeo Noi in rund 61 Metern Tiefe gesunken, wobei nach Angaben der Behörden noch erhebliche Mengen Schweröl im Schiff verblieben.
Fachleute der Mu Koh Racha Marine Protected Area Management Centre und des Phuket Marine Resources Conservation Centre berichteten, dass bis Donnerstag weiterhin Ölschlieren an der Wasseroberfläche über der Unglücksstelle aufstiegen.
Belastete Strände bei Mu Koh Racha
Am stärksten betroffen war die Patok Bay (Ao Plabpla), wo vor dem Strandbereich des The Racha-Hotels dichte, konzentrierte Ölteppiche an der Wasserlinie festgestellt wurden.
In den Buchten Ao Tue, Ao La und Ao Siam wurden teerartige Klumpen in verstreuten Flecken sowohl an Sandabschnitten als auch entlang felsiger Küsten entdeckt.
Auswirkungen auf Coral Island und Gegenmaßnahmen
Weitere Spuren der Verschmutzung registrierten Einsatzkräfte an einem etwa 80 bis 100 Meter langen Abschnitt von Kahang Beach auf Coral Island (Koh Hae), was lokale Tourismusbetreiber beeinträchtigte und verstärkte Reinigungsaktionen auslöste.
Als Reaktion koordinierte das Thai Maritime Enforcement Command Centre (Thai-MECC) Region 3 gemeinsam mit dem Department of Marine and Coastal Resources (DMCR) und weiteren Behörden den Einsatz von Küstenreinigungsteams und installierte Ölsperren, um ein Abdriften der Verschmutzung zu beliebten Stränden wie Nai Harn, Rawai und Kata zu verhindern.
Verzögerte Tauchmission und Langzeitrisiken
Nach Verzögerungen durch Kostenverhandlungen zwischen dem Schiffseigner und Unterwasser-Spezialfirmen führten Expertentaucher gestern einen Einsatz durch, um Leckagen am Wrack abzudichten und das Risiko weiterer Ölfreisetzungen zu verringern.
Die Behörden betonen, dass die Strände von Coral Island inzwischen wieder als normal gelten und derzeit keine unmittelbare Gefahr für Anwohner und Besucher besteht, zugleich aber eine engmaschige Überwachung fortgesetzt werde, um langfristige Folgen für die fragilen marinen und küstennahen Ökosysteme Phukets zu bewerten.
Öl vor Traumstränden – wie groß ist die Gefahr?
Ein gesunkener Frachter, austretendes Schweröl und verschmutzte Buchten – ausgerechnet nahe beliebter Badeparadiese. Behörden installieren Sperren, Taucher dichten Lecks ab, Strände werden gereinigt. Aber reicht das wirklich?
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