Mikroskopische Milben können Ursache für Augenprobleme in feuchten Klimazonen wie Thailand sein

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Auch wenn der Gedanke daran ekel­haft und erschreck­end sein mag, kön­nten verkrustete und entzün­dete Augen­lid­er ein Zeichen für eine Überbe­siedelung mit Mil­ben sein. Und wenn Sie in einem feucht­en, tro­pis­chen Land wie Thai­land leben, ist ein solch­er Zus­tand erstaunlich häu­fig. Laut AAO​.org kön­nen juck­ende, entzün­dete oder ständig gerötete Augen­lid­er ein Hin­weis auf ein Mil­ben­prob­lem sein. Ein weit­eres ver­rä­ter­isches Zeichen für einen Mil­ben­be­fall ist das Aufwachen mit verkrusteten Augen oder einem gel­blichen, harten Aus­fluss um das Auge herum. Da alle Men­schen Mil­ben auf ihrer Haut haben, wer­den sie erst dann zu einem Prob­lem, wenn sie sich über­mäßig vermehren.

Ein solch­er Mil­ben­be­fall kann neben anderen genan­nten Symp­tomen auch ver­schwommenes Sehen und Augen­trä­nen verur­sachen. Demod­ex-Mil­ben leben in den Wim­pern­fol­likeln und wer­den häu­fig mit der Hautkrankheit Rosazea in Verbindung gebracht. Diese lästi­gen Mil­ben kön­nen auch Ble­phar­i­tis verur­sachen. Jüng­ste Stu­di­en zeigen, dass etwa 40 bis 80% der Men­schen mit Ble­phar­i­tis auch eine außer Kon­trolle ger­atene Mil­ben­pop­u­la­tion auf ihren Augen­lid­ern haben. Eklig, oder? Wenn Sie jet­zt schon angewidert sind, machen Sie sich keine Sor­gen, wir sind es auch.

Noch beun­ruhi­gen­der ist, dass die Mil­ben acht Beine haben und nur 0,3 Mil­lime­ter lang sind, was sie noch erschreck­ender macht. Gera­mi D. Seitz­man, Spezial­ist für Horn­haut- und äußere Erkrankun­gen an der Uni­ver­sität von Kali­fornien in San Fran­cis­co, sagt, dass fast jed­er eine gewisse Anzahl von Demod­ex-Mil­ben hat. Laut Seitz­man ernähren sich die Wanzen von abgestor­be­nen Hautzellen und Talg. Falls Sie noch nicht selb­st erlebt haben, wie ein feucht­es Kli­ma zu über­mäßiger Tal­gpro­duk­tion führen kann (denken Sie an Mitess­er und Pick­el), ver­trauen Sie uns, denn für viele, die einen Arzt auf­suchen, ist die Sit­u­a­tion nur allzu real.

Wie wird eine Überbe­siedelung mit Demod­ex-Mil­ben diagnostiziert?

Ein Auge­narzt stellt fest, ob Sie zu viele dieser unheim­lichen Viech­er haben, indem er ein paar Wim­pern her­auszieht und sie unter einem speziellen Mikroskop betra­chtet. Wenn Ihr Arzt jedoch nicht über das richtige Mikroskop ver­fügt, wird er in der Regel nach Symp­tomen der Mil­ben suchen, z.B. nach ein­er zylin­drischen Hülle auf Ihrer Wim­per. Die Hülsen beste­hen aus wach­sar­ti­gen Ablagerun­gen, die sich fest an den Wim­per­nansatz heften. Wenn Sie nicht ger­ade kotzen müssen, soll­ten Sie einen Mülleimer bere­it­stellen, denn es kann ekel­er­re­gend sein zu hören, dass die Ärmel teil­weise aus Mil­benkot bestehen.

Auf Ihren Wim­pern lebt also mikroskopisch klein­er Mil­benkot, und natür­lich auch die Mil­ben selb­st. Aber was kann man tun, wenn man eine solch erschreck­ende Diag­nose erhält? Die erste Behand­lungsmöglichkeit für okuläre Demod­ex ist in der Regel ein rezept­freies top­is­ches Medika­ment mit ein­er niedri­gen Konzen­tra­tion von Tee­baumöl oder Säure auf Hypochlo­rid­ba­sis. Zu den Namen einiger Medika­mente gehören Cli­radex, OCu­SOFT oder Oust.

Wenn Sie sich jedoch für Haus­mit­tel inter­essieren, kön­nen Sie mit ein­er ein­fachen Google-Suche her­aus­find­en, dass eine Mis­chung aus 50% verdün­ntem Tee­baumöl und Wass­er, die vor­sichtig auf das Augen­lid aufge­tra­gen wird, Abhil­fe schaf­fen kann. Da Tee­baumöl antimyko­tis­che, antimikro­bielle, anti­sep­tis­che, akarizide und antivi­rale Eigen­schaften hat, sollte das Ungeziefer nach ein- bis zweima­liger Anwen­dung des Öls pro Tag über einen Zeitraum von ein bis drei Monat­en ver­schwun­den sein. Wenn das Prob­lem weit­er­hin beste­ht, kön­nen antipar­a­sitäre Medika­mente ver­schrieben wer­den. Diese Medika­mente wer­den auch für die Behand­lung von Rosazea emp­fohlen. Zu den gängi­gen antipar­a­sitären Medika­menten gegen Demod­ex-Mil­ben gehören Iver­mectin und Metronidazol.

Trotz des gruseli­gen Gedankens, dass ein acht­beiniges Ungeziefer Ihre Augen­lid­er befall­en kön­nte, soll­ten Sie sich vor Augen hal­ten, dass diese Mil­ben wahrschein­lich schon immer auf Ihrer Haut waren, wenn auch in weniger alarmieren­dem Aus­maß. Wenn Sie den Ver­dacht haben, dass Mil­ben die Ursache für Ihre Augen­prob­leme sind, tun Sie sich selb­st einen Gefall­en und gehen Sie mit einem emo­tionalen Fre­und zum Auge­narzt Ihres Vertrauens.

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