Paradiesinsel kämpft mit Versorgungsnot

🌴 Postkarten-Paradies mit Schattenseite: Auf Ko Lipe kämpfen Einheimische trotz Touristenboom mit Wassermangel, Müllbergen und teurem Strom. Jetzt rücken Behörden an – doch viele Versprechen gibt es seit Jahren.

Paradiesinsel kämpft mit Versorgungsnot
KhaoSod English
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SATUN, THAILAND – Hinter den Stränden von Ko Lipe mit ihrem türkisfarbenen Wasser und feinem Sand leidet die indigene Urak-Lawoi-Gemeinschaft seit Jahrzehnten unter gravierenden Engpässen bei Wasser, Strom und Müllentsorgung. Behörden haben nun bei einem Besuch auf der Ferieninsel ein umfassendes Infrastrukturpaket angekündigt, dessen konkrete Wirkung jedoch frühestens in den Haushaltsjahren 2028–2029 spürbar werden soll.

Wasserknappheit auf der Ferieninsel

Für den 22-jährigen Sornnat Hantalay, Vertreter der Urak Lawoi, blieb der chronische Wassermangel das drängendste Problem, obwohl Ko Lipe weltweit als tropisches Urlaubsparadies vermarktet wird.

Er berichtete, dass in der Regenzeit Hochwasser in Dorfbrunnen eindringe und das Wasser untrinkbar mache, während in der Trockenzeit die drei Gemeinschaftsbrunnen der Insel versiegten und Bewohner mit Booten über raue See Wasser von Ko Adang holen müssten.

Teurer Strom und wachsende Müllberge

Neben der Wasserkrise zahlen die Bewohner nach eigenen Angaben Strompreise, die ein Mehrfaches dessen betragen, was auf dem Festland üblich ist, ohne dass eine verlässliche langfristige Lösung in Sicht wäre.

Gleichzeitig produziert die nur rund 3 Quadratkilometer große Insel mit 1.387 registrierten Bewohnern täglich im Schnitt 10–11 Tonnen Abfall, wobei sich der Müllberg im Jahr 2025 auf über 3.000 Tonnen summierte.

Ombudsmann reist an und prüft Großprojekte

Nach zahlreichen Beschwerden reiste am 23. Februar der Präsident des Office of the Ombudsman, Songsak Saicheua, mit einer ressortübergreifenden Delegation nach Ko Lipe, um den Stand lang verzögerter Infrastrukturprojekte zu prüfen.

An Bord waren Vertreter der Nationalen Wasserbehörde, der Provinz Satun, des Tarutao-Nationalparks sowie Fachleute der Wasser- und Stromversorger, die geplante Trassen für Unterseekabel und eine Rohwasserleitung von Ko Adang inspizierten.

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Umweltauflagen bremsen Unterseekabel und Wasserleitung

Bei den Kontrollen zeigte sich, dass sich frühere Verzögerungen vor allem aus überlappenden Nutzungsbeschränkungen im Nationalparkgebiet und strengen technischen Vorgaben zum Schutz der Umwelt ergaben.

Songsak hob hervor, dass die neue Planung klarer sei als frühere Entwürfe und auf einem „dreigleisigen Ansatz“ für Energie- und Wasserversorgung, Verkehrslenkung im Tourismus und bessere Müll- sowie Gesundheitsdienste beruhe.

Drei Säulen für die Zukunft von Ko Lipe

Kernstück ist ein geplantes Memorandum of Understanding zwischen dem Department of National Parks, der Provincial Electricity Authority und der Provincial Waterworks Authority, das Unterseekabel und eine Rohwasserleitung von Ko Adang ermöglichen soll und dem Kabinett zur Entscheidung vorgelegt werden soll, mit greifbaren Fortschritten in den Haushaltsjahren 2028–2029.

Zudem soll eine Fläche von über 3 Rai im Nationalpark zu einem zentralen One-Stop-Servicezentrum für Einreise- und Touristendienste umgestaltet, eine dauerhafte öffentliche Route für den Abtransport von Müll zum Festland gefunden und das Gesundheitsförderungskrankenhaus auf Ko Lipe für Bewohner und jährlich 150.000 bis 200.000 Besucher ausgebaut werden.

Hoffnungen der Urak Lawoi und offener Zeitplan

Songsak betonte, der Besuch sei mehr als eine routinemäßige Inspektion gewesen und werde als Schritt verstanden, die seit Langem bestehenden Versorgungsengpässe systematisch anzugehen.

Für die Urak-Lawoi-Gemeinschaft entscheidet sich der Erfolg der Pläne letztlich daran, ob aus politischen Zusagen funktionierende Wasserhähne, stabile Stromversorgung und sauberere Küstenlinien werden und die boomende Tourismusindustrie der Insel damit dauerhaft tragfähig bleibt.

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Quelle: KhaoSod English

Ein Kommentar zu „Paradiesinsel kämpft mit Versorgungsnot

  1. Seltsame Formulierung: „…kämpfen Einheimische trotz Touristenboom mit Wassermangel, Müllbergen…“ Vielleicht sollte es heißen „wegen“ Touristenboom… 😯

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