Polizei-Eklat in Nonthaburi! Autofahrer schlägt Beamten bei Parksünder-Kontrolle
In Nonthaburi ist ein völlig eskaliertes Drama um einen Falschparker passiert. Ein Autofahrer parkte sein Auto nicht nur im absoluten Halteverbot, sondern schlug auch noch handgreiflich zu, als ein Polizist sein Fahrzeug abschleppen lassen wollte. Mit voller Wucht soll der Mann auf den Beamten eingeschlagen haben. Die Szene, die sich am späten Nachmittag des 31. Oktobers vor einem Imbiss in der Bang Khun Non Gegend abspielte, sorgt für Empörung. Der Täter musste mit einer Kaution von 60.000 Baht (ca. 1.500 Euro) freigekauft werden.
So ist die krasse Schlägerei genau passiert
Alles begann damit, dass der Fahrer einer grauen Limousine sein Auto direkt in einer rot-weiß markierten Halteverbots-Zone abstellte und dabei sogar einen Zebrastreifen blockierte. Der zuständige Beamte, Polizeihauptmeister Chansak Chukaew von der Polizeistation Bang Khun Non, wollte daraufhin eine Radklemme anbringen, um den Fall ordnungsgemäß zu bearbeiten. Doch anstatt die Strafe einfach hinzunehmen, rastete der Autofahrer komplett aus.
Er begann, den Polizisten lautstark anzuschreien, und wehrte sich körperlich gegen die Maßnahme. Laut Zeugenberichten und offiziellen Meldungen schlug er dem Beamten mehrfach mit der Faust ins Gesicht. Es bedurfte einer Verstärkung durch weitere Polizeikräfte, um den aufgebrachten Mann endlich unter Kontrolle und auf die Wache zu bringen.
Fünf harte Anklagepunkte und ein mysteriöser Anruf
Der Fall nahm jedoch eine überraschende Wendung, als die Facebook-Seite „Phra Chan Lai Kratai V5“ über den Vorfall berichtete und dabei eine brisante Behauptung aufstellte. Ein anonymer Anrufer, der angeblich „mächtige Verbindungen“ habe, habe sich bei der Polizei gemeldet, um für den Täter um Milde zu bitten. Der Unbekannte soll gefordert haben, den Fall nur als einfachen Verkehrsverstoß zu behandeln und die tätlichen Angriffe auf den Beamten unter den Teppich zu kehren.
Der Polizeichef der Station, Oberst Uthen Tangphitaksem, dementierte diese Vorwürfe jedoch umgehend. Er betonte, dass seine Beamten strikt nach Gesetz gehandelt hätten. Gegen den Fahrer wurden tatsächlich fünf schwerwiegende Anklagen erhoben: Widerstand gegen die Staatsgewalt, tätlicher Angriff auf einen Beamten, Sachbeschädigung sowie zwei Verkehrsverstöße (Parken im Halteverbot und Parken entgegen der Fahrtrichtung).
Trotz Kaution droht dem Täter jetzt Gefängnis
Obwohl der Mann gegen eine Kaution von 60.000 Baht vorläufig auf freien Fuß gesetzt wurde, ist seine Lage ernst. Polizeioberst Uthen machte unmissverständlich klar, dass für diese Straftaten eine Gefängnisstrafe von mehr als drei Jahren droht. Der Fall wird nun an das Bezirksgericht Taling Chan weitergeleitet, wo über das Strafmaß entschieden wird.
Während der Vernehmung versuchte ein Freund des Täters, die brutale Tat zu entschuldigen. Er gab an, dass der Mann unter massivem finanziellen Stress stehe, da sein Haus zwangsversteigert werden solle. An dem Tag sei er auf dem Weg zur Vollstreckungsbehörde gewesen und habe nur kurz etwas essen wollen. Doch selbst massive private Probleme rechtfertigen natürlich keinen Faustschlag gegen einen Polizisten im Dienst. Die thailändische Justiz wird hier ein deutliches Zeichen setzen müssen.
Gewalt gegen Beamte – wo endet ziviler Ungehorsam?
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