+++ Jahresendaktion: Thai lernen mit 26 % Rabatt - Code: THAI26 +++

Passagiere zahlen ab Februar mehr

Passagiere zahlen ab Februar mehr
KhaoSod English

BANGKOK – Paukenschlag für alle Thailand-Urlauber und Geschäftsreisende: Ab dem 1. Februar 2026 müssen Sie an der Kasse mehr blechen. Die Luftfahrtbehörde erhöht eine versteckte Gebühr massiv. Die Begründung: Sie kann sonst ihren Betrieb nicht mehr stemmen.

Gebühr springt von 15 auf 25 Baht

Die Civil Aviation Authority of Thailand (CAAT) hat eine drastische Entscheidung getroffen. Die sogenannte Passenger Service Charge für internationale Flüge wird angehoben.

Statt bisher 15 Baht (ca. 0,37 Euro) pro Person und Strecke werden ab dem 1. Februar 25 Baht (ca. 0,62 Euro) fällig. Das ist eine Erhöhung um satte 66 Prozent.

Die Gebühr wird von den Fluggesellschaften bezahlt, doch Experten sind sich einig: Die Kosten werden an die Passagiere weitergegeben.

Behörde arbeitet seit Jahren mit Verlust

Der Direktor der Behörde, Air Chief Marshal Manat Chavanaprayoon, rechtfertigt den Schritt mit finanziellen Nöten. Die Gebühr sei seit 2015 nicht erhöht worden, während die Kosten stiegen.

„Wir operieren seit langer Zeit mit einem Defizit“, so Manat. Aktuell liege die Gebühr bei 15 Baht, die tatsächlichen Kosten pro Passagier betrügen aber bereits 19,34 Baht.

Die Behörde finanziere sich fast ausschließlich aus dieser Abgabe und erhalte keine staatlichen Zuschüsse.

So steht es um die Kassen der Luftfahrtwächter

Die CAAT muss von den Einnahmen Gehälter für über 500 Mitarbeiter, Mieten und Technikkosten bezahlen. Aktuell gebe es Rücklagen von etwa 1,4 Milliarden Baht (ca. 35 Mio. Euro).

Doch diese Reserven schmelzen dahin. „Bei steigenden Passagierzahlen müssen wir immer mehr aus den Rücklagen nehmen. Das ist auf Dauer nicht tragbar“, erklärt der Direktor.

Im Jahr 2024 lag die Gesamtzahl der internationalen Passagiere bei 72,42 Millionen. Jeder davon kostete die Behörde mehr, als er einbrachte.

Keine Gewinne, nur Kostendeckung das Ziel

Manat betont, es gehe nicht um Gewinnmaximierung oder Expansion. „Die Erhöhung soll uns nur in die Lage versetzen, kostendeckend zu arbeiten und unseren Dienst aufrechtzuerhalten.“

Selbst die neue Gebühr von 25 Baht werde die Ausgaben nur für drei bis vier Jahre decken. Man rechne damit, um das Jahr 2028 herum die Gewinnschwelle zu erreichen.

Eine weitere Erhöhung sei derzeit nicht geplant. Die Behörde hoffe, mit dieser Anpassung ihre Finanzen zu stabilisieren.

Das bedeutet die Erhöhung für Sie als Reisenden

Für einen typischen Hin- und Rückflug erhöhen sich die versteckten Gebühren pro Person damit von 30 auf 50 Baht (von ca. 0,75 auf 1,25 Euro).

Für eine vierköpfige Familie summiert sich der Aufschlag auf umgerechnet etwa 2 Euro pro Reise. Die Gebühr ist im Ticketpreis enthalten und wird nicht separat ausgewiesen.

Reiseexperten erwarten, dass die Airlines die Mehrkosten umgelegen an ihre Kunden weitergeben werden – entweder durch direkt höhere Ticketpreise oder allgemeine Tarifanpassungen.

Warum die Gebühr so wichtig ist

Die CAAT ist der wichtige Aufseher des thailändischen Luftverkehrs. Sie stellt die Einhaltung nationaler Gesetze und internationaler Sicherheitsstandards sicher.

Eine solide finanzierte Behörde ist daher auch im Interesse der Passagiere. Sie garantiert, dass Flughäfen und Airlines in Thailand sicher und zuverlässig arbeiten.

Die moderate Erhöhung sei ein notwendiger Schritt, um diese wichtige Kontrollfunktion aufrechtzuerhalten, so die offizielle Lesart.

🗣 Kleine Gebühr – große Wirkung?

25 Baht wirken harmlos. Doch sie treffen jeden einzelnen Reisenden – millionenfach.
Ist es fair, dass Fluggäste die Finanzierung einer Behörde sichern müssen, die staatliche Aufgaben erfüllt?

Oder ist das der Preis für Sicherheit, Aufsicht und internationale Standards?
Und wo liegt die Grenze, bevor „kleine Anpassungen“ zur Dauerlösung werden?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: KhaoSod English

8 Kommentare zu „Passagiere zahlen ab Februar mehr

  1. Paukenschlag?
    Es trifft jeden Reisenden millionenfach? Das bezweifle ich sehr….
    Die Gewinnschwelle wird 2028 erreicht? Wenn die Gebühr ab dem 1. Februar 2026 25% höher als die Kosten ist?
    Hinterfragt doch bitte mal die Aussagen in diesem Artikel.

    1. Danke für den Hinweis. Zwei Punkte zur Einordnung:

      1. „Millionenfach“ bezieht sich auf die Anzahl der betroffenen Passagiere, nicht auf die Höhe der Gebühr. 2024 waren es über 72 Millionen internationale Reisende. Jeder zahlt – wenn auch nur wenige Baht.

      2. Zur „Gewinnschwelle 2028“: Die CAAT sagt selbst, dass 25 Baht zunächst nur kostendeckend wirken und wegen steigender Kosten nur drei bis vier Jahre reichen. Von 25 % Gewinn ist im Artikel nicht die Rede, sondern von einem rechnerischen Puffer.

      Alle Zahlen und Aussagen stammen aus offiziellen Angaben der CAAT und wurden entsprechend wiedergegeben.

  2. …. es geht doch nicht um die 2 Euro – es wird mal wieder an den vielen Flugnebenkosten herumgetrickst einschl. Flughafen- oder Sicherheitsgebühren, die in den vergangenen Wochen hiet alle teils drastisch erhöht wurden. Wenn ich mir die Flugpreise nach Europa oder umgekehrt anschauen, würde ich als 4-köpfige Familie auch keinen Urlaub in TH machen. Und genau das hatte meine Tochter + Familie (4 Personen) über Weihnachten und Neujahr gemacht und sind ein anderes exotisches Reiseziel angeflogen und waren megazufrieden. TH ist für sie out – schade für mich.

    1. dann klopfen Sie mal bei den reichen an. Sie können ja mal bei Google nachsehen, wieviel prozentual die Reichen zur Umweltbelastung beitragen. Privatjet hier, Yacht da. Herrn Bezos Hochzeit in Venedig mit 100 Privatjets. Oder fragen Sie mal Herrn Putin. Diese Herren scheren sich einen Scheiß um die Umwelt. Aber der „normale Bürger“ soll verzichten, oder ?

  3. Die paar Baht würde ich schaffen, die Regierung mit ihren obskuren Entscheidungen (z.B. Visas, Kriegsgelüste, Korruption, Alkohol, etc.) nicht mehr. Mein letzter Aufenthalt hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert