Ein „Hidden Beach“ wird zum Touri-Hotspot! In Pattaya strömen plötzlich Massen an einen einst ruhigen Küstenabschnitt. Doch was passiert, wenn aus Geheimtipp Geschäft wird – und der freie Platz im Sand verschwindet?
Der Traum vom stillen Strand droht zu platzen! In Pattaya (Thailand) sorgt ein bislang ruhiger Küstenabschnitt für hitzige Debatten. Der sogenannte „Hidden Beach“ am Wong-Amat-Strand in Naklua war lange ein Ort für Genießer: wenig Trubel, frische Meeresbrise, entspannte Atmosphäre. Doch damit könnte jetzt Schluss sein.
Stadt rückt an den Strand aus
Die Stadtverwaltung von Pattaya hat reagiert und Beamte an den beliebten Abschnitt geschickt. Ihr Auftrag: Kontrolle von Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung. Ziel sei es, so die Stadt, den Strand weiterhin als ruhige Alternative zu den überfüllten Hotspots wie Pattaya Beach oder Jomtien Beach zu erhalten.
Ein Beamter erklärte sinngemäß, man wolle den Menschen einen Ort bieten, „an dem sie sich entspannen können, ohne vom Massentourismus erdrückt zu werden“. Doch genau dieser Massentourismus scheint sich nun anzubahnen – ironischerweise ausgelöst durch die wachsende Popularität des „Hidden Beach“.
Vom Geheimtipp zum Internet-Hit
Was einst nur Einheimische kannten, kursiert jetzt in sozialen Netzwerken. Fotos vom Meerblick, von ruhigen Sonnenuntergängen und schattigen Plätzen sorgten für einen regelrechten Ansturm. Viele Nutzer fragten online nach dem Weg und kündigten ihren Besuch an.
Doch mit der steigenden Aufmerksamkeit kam auch die Kritik. Zahlreiche Kommentare weisen darauf hin, dass der Strand „nicht mehr wirklich verborgen“ sei. Besonders der zunehmende Aufbau von Liegestühlen, Sonnenschirmen und Sitzbereichen stößt vielen sauer auf.
Ärger über Preise und fehlenden Platz
Der größte Streitpunkt: kommerzieller Druck. Besucher berichten von hohen Mietpreisen für Liegen und Schirme. Gleichzeitig werde der freie Platz im Sand immer knapper. Wer einfach nur ein Handtuch ausbreiten will, fühlt sich zunehmend an den Rand gedrängt.
Ein Anwohner klagt: „Man sollte sich hier noch kostenlos hinlegen dürfen, ohne etwas mieten zu müssen.“ Ähnliche Entwicklungen hätten Pattaya Beach und Jomtien Beach bereits erlebt – mit dem Ergebnis, dass günstige Erholung kaum noch möglich sei.
Kippt jetzt die Stimmung?
Noch ist die Lage nicht völlig eskaliert. Einige Besucher sagen, die Atmosphäre sei derzeit noch angenehm. Doch sie warnen eindringlich: Ohne klare Regeln drohe dem Hidden Beach das gleiche Schicksal wie anderen Stränden – Überfüllung, Kommerz und Stress.
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Die Stadt betont, man wolle Feedback aus der Bevölkerung ernst nehmen. Es gehe darum, neue Freizeitflächen zu fördern, ohne die öffentliche Zugänglichkeit zu verlieren. Ob dieser Spagat gelingt, ist offen.
Fest steht: Der Kampf um den Sand von Pattaya hat begonnen. Und die entscheidende Frage bleibt: Bleibt der Hidden Beach ein Ort der Ruhe – oder wird er das nächste Opfer des Strand-Booms?


