Pattaya geht gegen Betrüger in Mönchsroben vor

Pattaya geht gegen Betrüger in Mönchsroben vor
Pattaya Mail

PATTAYA – Ein ungewöhnlicher Einsatz schockierte die Anwohner in Soi Buakhao. Stadtbeamte nahmen zwei Männer fest, die sich als buddhistische Mönche ausgaben, um Geld zu erschleichen. Die angeblichen „Mönche“ wurden enttarnt und ihrer Gewänder entledigt.

Verdacht bei der morgendlichen Almosenrunde

Alles begann an einem scheinbar normalen Morgen im quirligen Viertel Buakhao Soi 15. Die beiden Männer in orangen Gewändern gingen von Tür zu Tür und sammelten traditionelle Almosen.

Doch Stadtoffizielle wurden aufmerksam. Das Verhalten der beiden wirkte ungenau und ungewöhnlich. Die Beamten entschieden sich, die Identitätsdokumente der Männer genauer unter die Lupe zu nehmen.

Schon auf den ersten Blick stimmten die Papiere nicht. „Die Dokumente wiesen Ungereimtheiten auf, die sofort unseren Argwohn erregten“, berichtet ein Einsatzleiter.

Abt entlarvt die Gauner per Telefon

Die Beamten handelten schnell. Sie kontaktierten telefonisch den Tempel, der auf den gefälschten Papieren als angebliche Heimat angegeben war. Die Antwort aus dem Tempel war eindeutig und vernichtend: Die beiden Männer gehörten nicht zur Mönchsgemeinschaft. Sie waren niemals ordentlich ordiniert worden.

Mit dieser Gewissheit ergriffen die Stadtbeamten die Betrüger. Die angeblichen Mönche wurden zum nahegelegenen Wat Chaimongkol gebracht, um den religiösen Protokollen zu folgen.

Das passierte bei der Entkleidung im Tempel

Im Tempel angekommen, übernahm der Abt persönlich die schwierige Aufgabe. Vor Zeugen führte er die formelle Entkleidungszeremonie durch, bei der den Männern die heiligen Roben abgenommen wurden. Dieser Akt symbolisiert den Ausschluss aus der Mönchsgemeinschaft – ein ernster Schritt, der hier wegen Betrugs vollzogen wurde.

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Anschließend wurden die beiden Männer nicht angeklagt, sondern in ihre Heimatprovinzen zurückgeschickt, wie offizielle Stellen bestätigten.

Stadt warnt Einwohner und Touristen

Die Stadt Pattaya hat klare Worte für diesen Vorfall. „Wir müssen die Öffentlichkeit vor Täuschung schützen und verhindern, dass religiöser Glaube für persönliche Bereicherung missbraucht wird“, so ein Sprecher.

Besucher und Einwohner werden aufgerufen, wachsam zu sein. Sollte der Verdacht auf falsche Mönche bestehen, sollen sofort die Behörden verständigt werden. Viele Einheimische spenden täglich frommen Mönchen Essen oder kleine Geldbeträge. Dieser Akt des Glaubens soll nicht ausgenutzt werden.

So erkennen Sie echte Mönche

Echte buddhistische Mönche in Thailand tragen immer ihre Ordenspapiere bei sich. Sie betteln nicht aggressiv nach Geld, sondern nehmen still Almosen entgegen. Ihr Verhalten ist von tiefer Ruhe und Demut geprägt. Sie sind normalerweise barfuß oder in Sandalen unterwegs und besitzen kaum persönliche Habseligkeiten.

Die Behörden betonen, dass die große Mehrheit der Mönche ehrlich und respektiert ist. Nur wenige schwarze Schafe versuchen, das System auszunutzen.

Ein Fall von vielen in Touristengebieten

Dieser Vorfall ist leider kein Einzelfall. In touristischen Hotspots wie Pattaya, Bangkok oder Phuket tauchen immer wieder falsche Mönche auf. Ihr Ziel sind oft ahnungslose Touristen, die die lokalen Gepflogenheiten nicht kennen und aus Respekt spenden wollen.

Die thailändischen Behörden haben ihre Kontrollen in den letzten Jahren deutlich verschärft, um diesen schändlichen Betrug zu unterbinden und die Integrität der Religion zu wahren.

🙏 Wenn Vertrauen missbraucht wird – wie groß ist das Problem?

Als Mönch aufzutreten genießt in Thailand großes Vertrauen. Genau das nutzten zwei Männer offenbar aus, um Spenden zu sammeln.
Sollten Kontrollen verschärft werden – oder ist Wachsamkeit der Bevölkerung der beste Schutz?
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Quelle: Pattaya Mail

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