Essensbote unter Verdacht: Polizei ermittelt gegen „Boom Khun Phaen Rider“
In Pattaya sorgt ein junger Mann für Schlagzeilen, der als Fahrer eines bekannten Lieferdienstes unterwegs war. Der 26-Jährige, in sozialen Netzwerken unter dem Namen „Boom Khun Phaen Rider“ bekannt, steht im Verdacht, mehreren Frauen gegenüber übergriffig geworden zu sein. Die Vorwürfe reichen von körperlichen Attacken über Drohungen bis hin zur Weitergabe sensibler Inhalte.
Der Vorfall, der zur Anzeige führte, ereignete sich vor einem Motorradverleih im Zentrum von Pattaya. Die Polizei traf vor Ort auf eine Gruppe von etwa zehn Personen – darunter auch die mutmaßlichen Opfer –, die den Mann zur Rede stellten und festhielten. Ermittlungsleiter vor Ort war Pol. Lt. Col. Suchart Dusadee.
Frauen berichten von Drohungen und Gewalt
Eine der Betroffenen, die sich „Orn“ nennt, schildert, den Mann über soziale Medien und eine App für neue Bekanntschaften kennengelernt zu haben. Anfangs sei der Kontakt freundlich gewesen – doch im Laufe der Zeit habe sich der Ton verändert. Es sei zu Gewaltandrohungen und Einschüchterungsversuchen gekommen, verbunden mit der Drohung, private Aufnahmen zu verbreiten.
Auch vier weitere Frauen meldeten sich inzwischen bei der Polizei. Eine von ihnen, mit dem Spitznamen „Ji“, gab an, bereits drei Anzeigen gegen den Mann erstattet zu haben – unter anderem wegen Beschädigungen an ihrem Motorrad sowie weiterer Vorfälle, bei denen sie sich bedroht fühlte.
Öffentlicher Druck wächst durch Online-Beiträge
Besonders brisant wurde der Fall, als eine der Frauen ihre Erlebnisse in einem sozialen Netzwerk öffentlich machte. Der Beitrag verbreitete sich rasch und stieß auf große Resonanz – über tausend Nutzerinnen und Nutzer kommentierten das Geschehen. Viele von ihnen berichteten von ähnlich unangenehmen Begegnungen oder bekannten den Mann zumindest aus dem Netz.
Die Polizei steht nun unter öffentlichem Druck, die Vorwürfe lückenlos aufzuklären. Der Verdächtige selbst bestreitet alle Anschuldigungen. Seinen Angaben zufolge seien sämtliche Kontakte einvernehmlich gewesen – weder habe er Gewalt ausgeübt noch Aufnahmen angefertigt oder gedroht, sie weiterzugeben.
Dating-Apps im Fokus: Warnung vor Leichtsinn
Der Fall lenkt erneut Aufmerksamkeit auf das Thema Sicherheit beim Kennenlernen über digitale Plattformen. Auch wenn viele Kontakte harmlos verlaufen, berichten die betroffenen Frauen in diesem Fall von einem ganz anderen Verlauf. Statt romantischer Begegnungen kam es offenbar zu Übergriffen und massiver Verunsicherung.
Die Polizei in Pattaya, unter der Leitung von Pol. Sub Lt. Anirut Jehroh, hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Aussagen der Frauen wurden protokolliert, eine offizielle Akte ist angelegt. Um weitere Spannungen zu vermeiden, werden die Betroffenen und der Verdächtige derzeit getrennt voneinander behandelt.
Behörden prüfen Vorwürfe – weitere Schritte möglich
Noch steht nicht fest, wie die Justiz mit dem Fall weiter verfährt. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen dem Mann empfindliche rechtliche Konsequenzen. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittler arbeiten an der Sichtung von Beweismaterial und wollen auch digitale Spuren auswerten.
In der Öffentlichkeit wird der Fall aufmerksam verfolgt – nicht nur in Thailand, sondern auch darüber hinaus. Viele Beobachter hoffen, dass der Fall vollständig aufgeklärt wird und ähnliche Situationen künftig verhindert werden können. Wer Opfer von Bedrohungen oder unangemessenen Handlungen wird, sollte sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Polizei einzuschalten.



