PATTAYA, THAILAND – Auf einem Großmarkt in Jomtien haben Polizei und Einwanderungsbehörden gezielt nach illegal beschäftigten Migranten gesucht und mehrere Personen festgenommen.
Razzia auf belebtem Markt in Jomtien
Der Einsatz fand am 6. Januar 2026 auf dem Ratnakorn Market an der Thepprasit Road statt, einem stark frequentierten Einkaufsort in Jomtien, der sowohl von Einheimischen als auch von Touristen genutzt wird. Der Markt verfügt nach Behördenangaben über mehr als 1.000 Verkaufsstände.
An der koordinierten Aktion waren neben der Polizei Pattaya auch die Immigration Police und die Tourist Police beteiligt. Im Fokus standen acht Obststände, an denen gezielt nach ausländischen Arbeitskräften und deren Papierlage kontrolliert wurde.
Führende Polizeioffiziere vor Ort
Angeführt wurde der Einsatz von Pol. Col. Wasurat Chaithiraphat, stellvertretender Kommandeur der Provinzpolizei Chonburi, Pol. Col. Anek Sratongyu, Leiter der Polizeistation Pattaya City, sowie Pol. Lt. Col. Arut Saphanon, stellvertretender Leiter der Ermittlungen der gleichen Dienststelle.
Die Beamten überprüften die Identität und Aufenthaltsdokumente der Beschäftigten an den kontrollierten Ständen. Dabei standen vor allem Fragen des Aufenthaltsstatus und der Arbeitsgenehmigungen im Zentrum.
25 Migranten kontrolliert – vier Festnahmen
Insgesamt stießen die Einsatzkräfte auf 25 ausländische Arbeitskräfte aus Laos, Kambodscha und Myanmar (Burma). Unter ihnen befanden sich 17 Männer und 8 Frauen.
Nach Angaben der Polizei verfügten 21 Personen über Visa und gültige Arbeitserlaubnisse. Vier weitere Arbeiter wurden dagegen wegen Verstößen gegen das Einwanderungsrecht festgenommen.
Verstöße: Overstay und illegale Einreise
Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um:
• zwei Personen mit überzogenem Visum – einen laotischen Mann und eine kambodschanische Frau
• zwei Personen wegen illegaler Einreise – einen kambodschanischen und einen laotischen Mann
Die Betroffenen sollen nun zunächst einem strafrechtlichen Verfahren zugeführt werden. Erst danach ist mit Abschiebungsverfahren zu rechnen, wie die Behörden erklärten.

Teil einer landesweiten Strategie
Pol. Col. Wasurat Chaithiraphat ordnete die Maßnahme in eine breitere Sicherheitsstrategie ein. „Dies ist Teil einer laufenden Anstrengung, um gezielt bestimmte Orte zu umstellen und zu durchsuchen“, sagte er.
Er betonte, die Aktion folge einer nationalen Polizeipolitik zum Umgang mit ausländischen Arbeitskräften. Direktiven der Royal Thai Police seien über das Regional Police Bureau 2 an die lokalen Einheiten weitergegeben worden, um das Vorgehen gegen nicht registrierte Arbeiter zu verstärken.
„Wir werden diese Razzien konsequent fortführen, um sicherzustellen, dass ausländische Arbeitnehmer das Gesetz einhalten. Das hilft, mögliche Straftaten durch Außenstehende zu verhindern, die die Sicherheit von Bewohnern und Touristen beeinträchtigen könnten“, erklärte Chaithiraphat.
Anhaltende Kontrollen in der Touristenstadt
In Pattaya, einer stark vom Tourismus geprägten Küstenstadt, arbeiten seit Jahren zahlreiche Migranten in Handel und Dienstleistungen. Laut Polizei sind ähnliche Kontrollen in den vergangenen Jahren bereits mehrfach durchgeführt worden.
Die Behörden wollen mit den Einsätzen sowohl den Arbeitsmarkt regulieren als auch die öffentliche Sicherheit stärken. Weitere Überprüfungen in stark frequentierten Bereichen der Stadt gelten als wahrscheinlich.
🗣 Schutz des Systems – oder Leben am Rand der Legalität?
Märkte leben von harter Arbeit, billigen Preisen und Menschen, die oft im Schatten stehen.
Doch wo endet Mitgefühl – und wo beginnt staatliche Pflicht zur Kontrolle?
Sind solche Einsätze echte Lösungen oder nur Momentaufnahmen eines viel größeren Problems?
Wie sollte Thailand mit illegaler Arbeit umgehen: härter, klüger – oder menschlicher?




Polizei, Immigrationsbeamte + Touristen Polizei – in nicht genannter Zahl – alle waren damit beschäftigt, “ schwarze Schafe “ die entweder illegal oder einer nicht angemeldeten Tätigkeit in Thailand nachgehen, zu entdecken. DAFÜR – ist das ERGEBNIS – eher gering, zumindestens was die Anzahl der Festgenommenen betrifft. Man könnte auch behaupten – viel Lärm um wenig. Da unterscheidet sich Thailand wenig von Deutschland.
Lediglich in der Einhaltung von Gesetzen + deren konsequenten Anwendung in Thailand, da ist Thailand strikter in der Ausführung + läßt sich auch von NGO ś nicht reinreden. Viele begrüßen das, unabhängig von der Nationalität.
So, so, „die Betroffenen sollen nun zunächst einem strafrechtlichen Verfahren zugeführt werden. Erst danach ist mit Abschiebungsverfahren zu rechnen -und- wir werden diese Razzien konsequent fortführen, um sicherzustellen, dass ausländische Arbeitnehmer das Gesetz einhalten“. Fehlt mir irgendwie dass die Arbeitgeber dieser vier Schwerverbrecher auch zur strafrechtlichen Verantwortung gezogen werden, oder etwa nicht? Aber was soll’s? Wenn’s doch der Sicherheitsstrategie dient?